So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...

Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unser Goldi (heute 2 Jahre geworden) hinkt plötzlich auf dem

Kundenfrage

Unser Goldi (heute 2 Jahre geworden) hinkt plötzlich auf dem rechten Hinterbein. Waren heut mit 2 anderen Hunden spazieren, danach beim Essen in einem Gasthaus. Da fehlte ihm noch nichts. Erst, als wir zu Hause waren, hat er plötzlich leicht gehinkt. Das Hinken wird aber jetz immer schlimmer. Hab breits die Pfote abgetastet und bewegt, aber da zeigt er keine besondere Reaktion, dass er Schmerzen hat. Was sollen wir jetz tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

bitte lassen Sie das Bein möglichst noch morgen (spätestens aber am Montag) von einem Tierarzt untersuchen, falls die Beschwerden andauern oder sich verschlimmern. Zur Diagnose ist das Durchbewegen des Beines (Überprüfung auf gerissene Bänder, Kapselverletzung, abnorme Beweglichkeit, Reflexe) und evtl. eine. Röntgenaufnahme erforderlich. Viele Erkrankungen lassen sich im Anfangsstadium besser (und billiger) behandeln als bei längerer Dauer.
Sehen Sie eine Schwellung, reagiert der Hund beim Betasten und (vorsichtigen!) Durchbewegen insbesondere des Sprung-, des Knie- und des Hüftgelenkes?, schleckt sich Ihr Hund irgendwo vermehrt (Hinweis auf schmerzende Stelle).

Insbesondere folgende Ursachen führen zu einer (phasenweisen) Schonhaltung:
- Trauma (Verrenkung, Verstauchung, Krallenverletzung, Fremdkörper, Bruch, Bänder- oder Sehnenriß...), am Hinterbein gibt es oft Probleme am Kniegelenk. Hier ist insbesondere an eine "habituelle Patellaluxation" (phasenweises Verrutschen der Kniescheibe) aber auch an Probleme der Kreuzbänder zu denken.
-Infektionen (meist Allgemeinbefinden gestört (Ihr Hund ist sonst ok?), meist nach Biß, bitte messen Sie rektal die Temperatur, etwas Creme oder Öl ans Thermometer, Temperatur sollte unter 39° liegen, sonst Fieber)

Einfache, zu Schonhaltung führende Verletzungen wären beispielsweise Krallenverletzungen, es können aber auch - neben Bänderproblemen - Knorpel- oder Knochenstücke abgelöst sein (in einem Gelenk), diese müssten dann baldmöglichst operativ entfernt werden. Eine Diagnose kann nur der Tierarzt vor Ort durch eine genaue Untersuchung stellen.
Ohne Behandlung besteht die Gefahr von Arthrosen (als Folgeerkrankung durch Schonhaltungen etc). Deshalb: bitte möglichst bald einem Tierarzt vorstellen!

Ob ein Schmerzmittel (alleine und/oder die ergänzende Behandlung mit Cortison) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte möglichst noch mal einem Tierarzt vor.

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat (und auch die Wirbelsäule) haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl, daß Sie bisher gegeben haben)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich. Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben. Nur Metamizol (z.B. Novalgin) 25mg/kg 2-3 x tgl. kann man geben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab. Es gibt auch Fälle, bei dennen eines eine Zeit gut wirkt, dann in der Wirkung nachläßt, aber ein anderes NSAID trotzdem noch gut wirkt.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.
Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-Ruta D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette, in den ersten 3 Tagen zusätzlicg Arnika D6 3 x täglich.
-falls Sie eine Schwellung sehen: mit Traumeel oder Traumaplantsalbe einreiben, evtl nach Absprache mit Tierarzt auch Heparinsalbe
-In den nächsten 14 Tagen Hund nur an der Leine führen und starke Belastungen vermeiden

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Weder schleckt der Hund vermehrt an einer Stelle, noch zeigt er eine Reaktion beim Abtasten der Krallen und Pfoten. Auch beim Bewegen der Pfote zeigt er keine Reaktion. Ist es möglich, dass er dabei (beim Abtasten und Bewegen) dann gar keine Schmerzen hat?

Ich kann auch keine Schwellung ertasten. Fieber hat er nicht.
Er tritt mittlerweile gar nicht mehr mit dem Hinterbein auf.

Kann es sein, dass er sich einfach verlegt hat?



Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

viel häufiger als Probleme an den Pfoten kommen Probleme im Kniegelenk vor (hir insbesondere Kreuzbänder-, Kapsel- und seltener Meniskenverletzungen.

Wenn Ihr Hund Probleme beim sich Hinlegen haben sollte, könnten Sie - falls vorhanden - Novalgin oder ein anderes Metamizolpräparat geben.

Es wäre gut morgen auf jeden Fall zu Ihrem Tierarzt evtl. auch direkt in eine Tierklinik zu gehen.

Viel Glück!

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

Udo Kind