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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Was kann man bei einem 15jahre alten Cocker-schnauzermischling

Kundenfrage

Was kann man bei einem 15jahre alten Cocker-schnauzermischling machen, wenn er zu schnellen Puls, manchmal Aussetzer und abends total unruhig ist, sind das Herzrytmus-
störungen? Was Meinen Sie?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

am Besten wäre, wenn Sie zunächst einen Ultraschall (evtl. reicht auch eine Röntgenaufnahme) von Herz und Lunge Ihres Hundes machen lassen, um festzustellen, ob :
- der Herzmuskel verdickt ist ("hypertrophe Kardiomyopathie")
- der das Herz vergrößert und "ausgeleiert" mit dünner Herzwand ist ("dilatative Kardiomyopathie")
- sich Wasser in der Lunge angesammelt hat (Lungenödem). Das Abhören mittels Stethoskop liefert schon erste Anhaltspunkte.

Je nach Befund müßte
-bei Lungenödem ein Diuretikum (Furosemid, Dimazon oder Spironolacton, Prilactone) gegeben werden
-bei hypertropher Kardiomyopathie ein ACE-Hemmer (z.B. Fortekor, Benazepril)
- bei dilatativer Kardiomyopathie Pimobendan (Vetmedin, Boehringer) gegeben werden.

Pimobendan entlastet wie ein ACE-Hemmer das Herz durch Senken der Nachlast, verstärkt aber gleichzeitig auch die Kontraktionskraft des Herzens.

Ein ACE-Hemmer entlastet das Herz , indem es im Körper die Gefäße weiterstellt und den Blutdruck senkt ("Senken von Vor- und Nachlast"). Die Dosierung beträgt z.B. bei Benazepril normalerweise 0,25 - 0,5mg /kg 1-2 x tgl. (je nach Schwere der Erkrankung und Symptomatik). Nähere Infos finden Sie hier: http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00008654/1755__F.htm

Vetmedin (Pimobendan) senkt einerseits ähnlich wie ein ACE-Hemmer die Vor- und die Nachlast, erhöht aber gleichzeitig auch die Kontraktionskraft des Herzens. http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00011842/8367__F.htm

Unterstützend könnten Sie allgemein für´s Herz Crataeguslösung (DHU), 3x täglich 0,75 ml und Cralonin (Heel) 3x täglich 10 Tropfen geben; Wasser in der Lunge ist, wäre zusätzlich die Gabe von Apocynum D6 3x tägl. 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli -unabhängig vom Fressen gegeben- sinnvoll (in stärkeren Fällen aber unbedingt ein Diuretikum erforderlich).

Häufigste Ursachen für Herzrhythmusstörungen sind im Allgemeinen kardial bedingt.

Es wäre sinnvoll, neben dem Herzultraschall auch ein EKG anzufertigen. Liegt durchgehend eine Tachykardie (zu schnell) vor?
Mögliche extrakardiale Ursache wäre eine Schilddrüsenfunktionsstörung, hierbei kommt es oft zu stark beschleunigtem Herzschlag. (Diagnose durch Blutuntersuchung Schilddrüsenhormon T4). Auch andere Organstörungen (Niere, Leber) können zu Rhythmusstörungen führen (Bitte Blut und Urinuntersuchung machen lassen).
Unterstützend können Sie Convallaria D3 3x tgl. 5 Globuli geben, bei Tachykardie hat sich auch Spigelia D6 3x tgl. bewährt.

Welches chemische Antiarrhythmikum amm geeignetsten ist, richtet sich nach der Art der Störung und der Lokalisation. Grundsätzlich kommen insbesondere Verapamil und Propanolol in Frage (insbesondere wenn Exrtasystolen dabei sind), bei reiner Tachykardie auch Hezglykoside aber auch Chinidin und Procainamid werden eingesetzt. Welches Mittel für Ihren Hund am geeignetsten ist, kann nur durch konkrete Untersuchung vor Ort mit Ultraschall und EKG entschieden werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

PS:

bzgl. Leber :

Hunde mit Lebererkrankungen sind
-oft: müde, fressen schlechter oder appetitlos, haben viel Durst.
-manchmal Erbrechen, Durchfall, Fieber, Abmagerung,
-eher selten Gelbsucht (gelbliche Schleimhäute), in fortgeschrittnenen Fällen Wasser im Bauch.

Im Blut sind folgende Werte wichtig: Normalwerte (laborabhängig!!, wissen Sie die Werte Ihres Hundes?)
AST (GOT): < 76U/l
ALT (GPT): <80U7l
alkalische Phosphatase: <141 U7l
gamma-GT: <11 U/l
GLDH : < 9,6 u/l
Bilirubin: < 0,5 mg/dl

Evtl. könnten Sie auch eine Ultraschalluntersuchung der Leber durchführen lassen.
Geringfügige Veränderungen der leberwerte haben oft keine wirkliche Bedeutung, v.a . wenn der Hund vom Allgemeinbefinden in Ordnung ist (Appetit, Durst und Munterkeit noramal)

Die Leberveränderung könnte auch durch die Herzstörung bedingt sein.
Unterstützend könnten Sie für die Leber
Carduus marianus (Mariendistel) D6 3 x 1 geben (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben oder Legavit (enthält auch Mariendistel)

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo kind