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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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habe einen golden redriver der das rechte hinterbein nicht

Kundenfrage

habe einen golden redriver der das rechte hinterbein nicht mehr belastet 8 1/2 jahre alt waren beim arzt er meinte zuerst kreuzbandriss dann artrohse (nach dem röngten) bekahmen schmerzmittel 10 tage komplette ruhepause.nach 10 tagen kein erfolg höchstens schlechter er hatt zwar apetitt ist aber sonst ganz faul stuhlgang ok hben 10 tage die magnetfeldmatte 2mal am tag benutz 8minuten 100% er ist nicht ganz begeistert wenn er auf die matte muss das mit dem bein kam von heut auf morgen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

bitte lassen Sie das Bein noch mal von einem Tierarzt (am Besten in einer Tierklinik mit Fachrichtung Orthopädie) untersuchen, da die Beschwerden andauern und sich bei reiner Arthroseursache auf das Schmerzmittel (welches?) hätten bessern müssen. Zur Diagnose ist das Durchbewegen des Beines mit speziellen Beweglichkeitsprügfungen (Überprüfung auf gerissene Bänder, Kapselverletzung, abnorme Beweglichkeit, Reflexe) und evtl. eine nochmalige Röntgenaufnahme oder sogar ein CT erforderlich. Insbesondere bei verspannten Hunden ist die Diagnose eines Kreuzbandrisses teils recht schwierig (manchmal nur in Sedierung möglich).
Sehen Sie selbst eine Schwellung, reagiert der Hund beim Betasten (und vorsichtigen Durchbewegen)?, schleckt sich Ihr Hund irgendwo vermehrt (Hinweis auf schmerzende Stelle).

Insbesondere folgende Ursachen führen zu einer (phasenweisen) Schonhaltung:
- Trauma (Verrenkung, Verstauchung, Krallenverletzung, Fremdkörper, Bruch, Bänder- oder Sehnenriß...), am Hinterbein gibt es oft Probleme am Kniegelenk. Hier ist insbesondere an eine "habituelle Patellaluxation" (phasenweises Verrutschen der Kniescheibe) aber auch an Probleme der Kreuzbänder zu denken.
-Infektionen (meist Allgemeinbefinden gestört (Ihr Hund ist sonst ok?), meist nach Biß, bitte messen Sie rektal die Temperatur, etwas Creme oder Öl ans Thermometer, Temperatur sollte unter 39° liegen, sonst Fieber)

Einfache, zu Schonhaltung führende Verletzungen wären beispielsweise Krallenverletzungen, es können aber auch - neben Bänderproblemen - Knorpel- oder Knochenstücke abgelöst sein (in einem Gelenk), diese müssten dann baldmöglichst operativ entfernt werden. Eine Diagnose kann nur der Tierarzt vor Ort durch eine genaue Untersuchung stellen.
Ohne Behandlung besteht die Gefahr von Arthrosen (als Folgeerkrankung durch Schonhaltungen etc). Deshalb: bitte möglichst bald einem Tierarzt vorstellen!

Ob ein Schmerzmittel (alleine und/oder die ergänzende Behandlung mit Cortison) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte möglichst noch mal einem Tierarzt vor.

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat (und auch die Wirbelsäule) haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl, daß Sie bisher gegeben haben)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich. Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben. Nur Metamizol (z.B. Novalgin) 25mg/kg 2-3 x tgl. kann man geben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab. Es gibt auch Fälle, bei dennen eines eine Zeit gut wirkt, dann in der Wirkung nachläßt, aber ein anderes NSAID trotzdem noch gut wirkt.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.
Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-Ruta D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette, in den ersten 3 Tagen zusätzlicg Arnika D6 3 x täglich.
-falls Sie eine Schwellung sehen: mit Traumeel oder Traumaplantsalbe einreiben, evtl nach Absprache mit Tierarzt auch Heparinsalbe
-In den nächsten Wochen Hund nur an der Leine führen und starke Belastungen vermeiden

 

Ihr Hund sollte baldmöglichst noch mal untersucht werden.

 

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Freundliche Grüße,

Udo Kind