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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Kleintierärztin ist jetzt online.

Lieber Tierarzt/Tieraerztin, mein Hund (3 Jahre alt, Mischling,

Kundenfrage

Lieber Tierarzt/Tieraerztin, mein Hund (3 Jahre alt, Mischling, ca. 25 kg schwer) erbricht sich immer wieder, bzw. frisst Gras und muss daraufhin erbrechen. Das geht jetzt schon mehrere Monate so, immer wieder akuter und dann wieder wochenlang ohne Probleme. Waren deshalb schon beim Tierarzt, aber es wurde erst Mal keine eingehende Untersuchung vorgenommen sondern der Verdacht auf Futter-Unvertraeglichkeit geschoben. Habe das Futter auch langsam gewechselt, es war dann auch mehrer Wochen in Ordnung.
Die letzten 2 Wochen sind aber wieder extrem belastend fuer meine Huendin. Sie streckt sich auch sehr haeufig, was fuer mich immer ein Anzeichen ist, das es ihr nicht gut geht, weil das immer einhergeht mit Erbrechen bzw. Gras fressen.
Ich waere Ihne sehr dankbar fuer Ihre fachliche Unterstuetzung.
Herzliche Gruesse Regina und Neyda
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

prinzipiell ist hier eine Futtermittelallergie oder eine Futtermittelunverträglichkeit denkbar. Dies kommt bei Hunden verhältnissmäßig häufig vor und ist manchmal gar nicht so einfach zu erkennen bzw. einzugrenzen. Um dieses Thema eindeutig ausschließen zu können können Sie dem Hund eine Eliminationsdiät füttern.

Hierzu füttern Sie dem Hund für mindestens 2 - 3 Wochen Pferdefleisch oder Straußenfleisch (hierauf sind keine Allergien bzw. Unverträglichkeiten bekannt) und nichts anderes, auch keine Leckerlie, Reis oder anderes. Wenn sich die Symptome verbessern können Sie stark von einer Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit ausgehen und sich dann langsam an andere Futtermittel herantasten. Man darf aber immer nur ein anderes Lebensmittel hinzugeben und sollte dann etwa 3 Wochen mit dem nächsten warten,....

Unabhängig von der Eliminationsdiät würde ich unbedingt ein Blutbild anfertigen und auch Leber- und Nierenwerte kontrollieren.

Wenn es mit der Eliminationsdiät nicht besser wird sollten weitere Ursachen ausgeschlossen werden.

Es kann sein, dass Ihr Hund an IBD (inflammatory bowel disease) leidet, dies ist ein Begriff, der chronisch entzündliche Darmerkrankungen umfasst und zu chronischem Durchfall oder Erbrechen führt. Durch diese Erkrankung werden vermehrt Entzündungszellen im Darm gefunden, dies kann über eine Biopsie nachgewiesen werden (dafür ist natürlich leider eine Narkose notwendig).

Die Ursachen für IBD sind noch nicht ganz geklärt, es scheint sich aber um eine Art Autoimmunerkrankung zu handeln, auch Bakterien, Allergien, etc. haben einen Einfluss auf diese Erkrankung.

Die Behandlung von IBD erfolgt mit Hilfe von speziellen Antibiotika, Entzündungshemmern und einer allergenarmen Diät. Die Tiere müssen über einen sehr langen Zeitraum, häufig sogar lebenslänglich therapiert werden.


Wenn sich das ERbrechen nicht bessert würde ich Ihnen empfehlen eine Magen- und Darmspiegelung machen zu lassen. Häufig sind Magen- bzw. Darmgeschwüre Ursache für chronisches Erbrechen. Zudem können bei dieser Unteruschung Proben von der Schleimhaut und evtl. Geschwüren genommen werden. Auch die oben genannte IBD kann so diagnostiziert werden.

Alles Gute für Ihren Hund