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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, mein 4 J. alter, bislang völlig gesunder Westierüde

Kundenfrage

Hallo, mein 4 J. alter, bislang völlig gesunder Westierüde hat seit Donnerstag Inappetenz, ist völlig schlapp, hechelt seit 2 Tagen vermehrt, speichelt, schüttelt sich z.T. wellenförmig, steht dabei meist oder setzt sich, trinkt wenig, isst kaum (etwas Fruchtjoghurt wie immer, noch am Besten),letzter Stuhlgang gestern breiig, viskös, rötlich schleimig (mit ungewohnter Magenschonbeikost seit vorgestern), vorgestern weitgehend geformter Stuhlgang (2." Phase" hellbraun mit gelben Körnchen drin). Die gleichalte Schwester hatte vorgestern gleichen Stuhlgang ist aber völlig beschwerdefrei. Die Hunde laufen draußen oft frei im Garten. In letzter Zeit vermehrt "Katzenbesuch", Kotaufnahme nicht auszuschließen. Befunde: Temp. nie über 38,5 ° C rektal, Bauch weich, Darmgeräusche heute rege, gestern vermehrt. Gestern einmaliges Erbrechen von Schonkost (versuchte unbeobachtet, 2 Treppenstufen zu gehen). Blutbild, Leber-, Nierenwerte o.B., Stuhluntersuchung einschl. Guardia o.B., Sono Abdomen o.B.; D. der Tierklinik Tracheitis, Gastritis und Colitis, Behandlung seit Freitag mit Famotidin, Metronidazol und Dentisept bislang ohne wesentliches Ansprechen. Bin um Ideen dankbar, bevor ich weiteren Tierarzt konsultiere. Bin selbst Humanmediziner. Mit bestem Dank, M. Forst
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

24 Stunden sollten Sie Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

Durchfall hat meistens eine der folgenden Ursachen:

-leichte Darmentzündung durch ungewohntes oder zu kaltes Futter
-infektionsbedingte Entzündungen der Darmschleimhaut (meist viral oder bakteriell, dann manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad, außerdem Parasiten, wann war die letzte Entwurmung?) Häufige Durchfallursache sind auch Giardien (einzellige Parasiten), Nachweis durch Kotuntersuchung, ein einmalig negatives Ergebnis iszt nicht sicher ausschliessend
-teilweise Darmverstopfung durch Fremdkörper oder Tumore (eher selten)
-Verdorbenes gefressen oder sogar Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Verdorbene / das Gift rauszubringen)
-starke Verwurmung (insbesondere bei Jungtieren)
-Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, oft auch häufiges Brechen)
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) oder Herzerkrankungen
.
Bitte zum Tierarzt gehen, wenn:
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, eine mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort (alles Zeichen für Austrocknung, Infusion nötig)
-Ihr Hund sich immer wieder mit Durchfall quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter Durchfälle hatte
-im Kot Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie baldmöglichst zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Antibiotika, Mittel gegen Übersäuerung...

Sollte Ihr Hund trotz der beschriebenen Maßnahmen immer noch wiederholten Durchfall haben ist zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind weitere Kot- und Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig. Die Behandlung der verschiedenen Ursachen ist logischerweise verschieden, da an die Ursache angepasst.

Heute würde ich kein Futter mehr geben und frühestens morgen früh mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Wenn Kot dann wieder normal: allmähliche Umstellung auf Normalfutter. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Falls es für Sie möglich ist: sehr gut wäre eine Infusion, zu Mindest unter die Haut.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Podophyllum D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Diatab sinnvoll (schützt die Schleimhaut , bindet Bakterien und Viren (in gewißem Maß), enthält Elektrolyte) , alfavet, gibt´s beim Tierarzt oder über´s internet. Ein weiteres gutes Durchfallmittel ist Dystikum (albrecht). Bei massiver bakterieller Erkrankung bräuchte Ihr Hund aber ein Antibiotikum, bei Giardien Panacur oder Metronidazol, bei Pankreasproblemen u.a. Pancreasenzyme. Um eine spezifische Therapie einleiten zu können, ist eine tierärztliche Untersuchung bei wiederholtem Durchfall unbedingt notwendig.
Stullmisan (ein pflanzliches Mittel) gibt es öfter freiverkäuflich (Apotheke) und ist manchmal auch gut wirksam..

Weiterhin sollten Sie Ihrem Hund noch eine Wärmflasche anbieten (wirkt oft beruhigend auf Darm).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Kind.

Der Hund hat keinen Durchfall, hatte er bis auf den 1xig breiigen Stuhlgang auch nicht. Hauptsymptome sind Inappetenz, Hecheln, Zittern und Speichelfluß. Wärme am Bauch mag er auch nicht. Stehen scheint noch am angenehmsten für ihn zu sein. Habe ihn gerade noch ´mal runter getragen, dabei ist ihm wohl kalt, er zitterte vermehrt, zu schwach zum Beinheben. Virusinfekt oder doch Intoxikation ohne Erbrechen? M.Forst
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

Ihr Hund scheint Bauchschmerz zu haben. Mit Metronidazol geben Sie ein Mittel, daß auch gegen Giardien wirken würde un auf die Darmschleimhaut immunmodulierend wirkt.

Evtl. liegt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung vor (normal dann aber häufigeres Erbrechen; Untersuchung durch Feststellung der Höhe der pankreasspezifischen Lipase im Blut). Ich würde auf jeden Fall mal Metamizol geben, wenn Sie zu Hause Infusionsmöglichkeit haben, auch eine Infusion.

Vermehrtes Hecheln und Zittern kann insbesondere folgende Ursachen haben:
-Atemwegserkrankungen (meist Entzündungen, oft mit Fieber, d.h. Temperatur (rektal gemessen) höher als 39°
-Schmerzen (können von überall her kommen, manchmal werden schmerzende Stellen beleckt, bei Bauchschmerz ist der Bauch oft verhärtet und angespannt); evtl. Blutuntersuchung, die alle wichtigen Organe sowie Blutbild erfasst, mache lassen
-Schilddrüsenüberfunktion (Blutuntersuchung)
-Herzerkrankung, evtl. mit der Folge von Wasseransammlung in der Lunge (Abhören lassen, evtl. Röntgen und Ultraschall)
-auch allergische Reaktionen können Hecheln und Zittern (bis zu einem allergischen Schock) auslösen

Folgende Ursachen kommen für vermehrtes Speicheln in Frage:
-schlechter Verschluss des Mauls (durch Verletzung , Lippenanomalien z.B. durch Schwellung)
-Zahnerkrankungen sind die häufigste Ursache; möglich sind natürlich auch Zahnwurzelerkrankungen, die Sie beim normalen Anschauen nicht sehen können; Diagnose durch Röntgenaufnahme, manchmal einseitiges Kauen, Reiben des Kopfes an der betroffenen Seite; bei Entzündungen (auch durch eingespießten Fremdkörper möglich) kommt es oft zu üblem Maulgeruch
-Zahnfleisch- und Rachenentzündungen oder Gewebezubildungen in diesen Bereichen (Papillom, Epulis, Zahnfleischwucherung), um den Rachen zu sehen, muß man die Zunge tief runterdrücken
-Vergiftung
-Übelkeit , Erbrechen, Magen-Darminfektion (meist aber Durchfall, Beobachten Sie ab und zu ein Würgen?)
-Mandelveränderungen
-Erkrankungen der Speicheldrüsen, meist Entzündung, oft Schwellung der Speicheldrüse seitlich am oberen Hals fühlbar , häufige Ursache
-Vergiftungen (könnte Ihr Hund draußen Gift gefressen haben, war er auf gespritzten Feldern?)
-neurologische Erkrankung (Reflexe gestört)
-Vorbote von Krämpfen oder Erbrechen

Ich vermute bei Ihrem Hund am ehesten Bauchschmerzen als Ursache für die Symptome. Homöopathisch könnten Sie Nux vomica D6 4x tgl. 5 Globuli geben; außerdem wie gesagt Metamizol geben.

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

Udo Kind

Viel Gl

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