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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

unser neufundländer ist seit kurzem auf diabetes erkannt worden.

Kundenfrage

unser neufundländer ist seit kurzem auf diabetes erkannt worden. wichtig, nebst täglicher insulinspritze, die regelmässige nahrungsaufnahme. doch er frisst kaum oder zu wenig. was können wir tun?
danke XXXXX XXXXX antwort
h. baumann
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo

trinkt Ihr Hund denn normal? Es wäre wichtig, daß Ihr Hund genug trinkt (sonst Austrocknungsgefahr).

Das Wenigfressen Ihres Hundes kann viele Ursachen haben:

-Magen-Darmprobleme, hören Sie Magen-Darm-Geräusche, zeigt Ihr Hund Symptome von Übelkeit (Schmatzen, Speicheln, Würgebewegungen, Hat Ihr Hund erbrochen?)
Fühlen Sie bitte den Bauch Ihres Hundes. Sollte er dort angespannter und härter sein als sonst sowie sich sehr gegen Ihre Untersuchung wehren, hat er wahrscheinlich Schmerzen.

-Infektionskrankheit. meist aber nicht immer mit Fieber. Bitte messen Sie rektal die Temperatur Ihres Hundes gemessen haben, normal ist eine Temperatur zwischen 38° und 39° Bei Fieber über 39,5° sollten Sie Ihren Hundes auf jeden Fall baldmöglichst Ihrem Tierarzt vorstellen. Evtl. sind Antibiotika erforderlich. Ebenso bei Temperaturen unter 37,5° (braucht dann Infusionen!)

-Entzündungen im Maul (Zähne, Zahnfleisch, Gaumen) oder auch Rachen, Mandeln; . Manche Hunde verweigern deshalb (phasenweise) ihr Fressen. Falls für Sie gefahrlos möglich, bitte ins Maul schauen, Zunge runterdrücken (liegen die Mandeln in den Taschen?), gegen die Zähne drücken und klopfen, ob Ihr Hund irgendwo berührungsempfindlich ist; besser aber tierärztliche Untersuchung.

Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) können ebenfalls zu Appetitlosigkeit (und manchmal auch Bauchschmerzen) führen. Möglich wäre auch eine Über- oder Unterdosierung des Insulin. Bitte Blutzuckergehalt und Fruktosamin (repräsentiert Langzeitzucker von 3 Wochen) kontrollieren lassen. Sie können mit einer Blutuntersuchung festgestellt / ausgeschlossen werden. Eine Blutuntersuchung (Geriatrieprofil) würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen, auch um festzustellen, ob irgendwo eine (bakterielle) Entzündung vorliegt (Leukozyten erhöht), die man mit einem Antibiotikum behandeln könnte/sollte. Bei einer Hündin (falls unkastriert muß man immer auch an eine Gebärmutterentzündung denken, dann oft erhöhter Durst)

-psychische Probleme (selten): Gab es besondere Vorkommnisse (z.B. Abwesenheit einer geliebten Person)?

Maulgeruch kommt besonders stark bei Zahn-, Zahnfleisch- und Rachenproblemen sowie bei Nieren und Magen-Darm-Erkrankungen vor

Kann sich Ihr Hund normal bewegen? Wann war der letzte Kot- und Urinabsatzabsatz ? Schleckt er sich irgendwo vermehrt? (dies deutet oft auf Schmerzen in diesem Bereich hin). Sind die Schleimhäute rosa (wie bei uns), atmet Ihr Hund normal?

Versuchsweise können Sie das Futter erwärmen (riecht dann besser und wird eher genommen) und evtl. auch pürieren. Sie können auch versuchen kleine Mengen püriertes Futter mit einem Löffel oder einer Spritze ins Maul zu geben. Sollte der Hund dann aber weiter lustlos wenig oder nichts nehmen , sollten Sie ihn baldmöglichst einem Tierarzt vorstellen. Dann könnte man mit Hilfe von Blut- und Röntgenuntersuchung/Ultraschall wahrscheinlich eine Ursache finden und Ihrem Hund gezielt helfen (verschiedene Maßnahmen je nachdem was die Ursache ist, z.B. Zahnsanierung, Antibiose, entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente...).
Manchmal beginnen Hunde aber auch schon wieder mit dem Fressen, wenn sie eine Infusion erhalten haben.
Falls Ihr Hund Magenprobleme hat, versuchen Sie bitte eine Diät mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen zu füttern, ein magenschonendes Fertigfutter ist z.B. Gastro-intestinal von Royal canin. Einige Hunde vertragen vom Magen her Feuchtfutter besser als Trockenfutter (muß man versuchen).

Unterstützend (aber keinesfalls den Tierarztbesuch ersetzend) können Sie folgendes tun:
- Lycopodium D6 (Appetit anregend und die Leber unterstützend) 3x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (am Besten mit etwas Wasser unabhängig vom Futter) geben.
Bei Magenproblemen: Nux vomica D6 3x täglich 1 Tablette
-falls keine Magen-Darmprobleme vorhanden wäre eine hochkalorische Vitaminpaste (calopet, vom Tierarzt oder gimpet, Zoohandel) sinnvoll. Längerfristig wäre die Gabe von Vitamin-B-Tabletten (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer) hilfreich
-Vom Tierarzt erhältlich ist Vitaltrunk, eine Hundeflüssignahrung, die sich auch per Spritze verabreichen lässt und die so oft auch von Hunden genommen wird, die sonst nicht mehr fressen. Falls nicht mehr erhältlich: Reconvales Tonoicum Hund (alfavet)

Wichtig ist, daß Ihr Hund nicht austrocknet.
Austrocknung erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
- Untertemperatur (unter 37,5°)
Falls Sie Austrocknung feststellen, bräuchte Ihr Hund unbedingt Infusionen.
Versuchen Sie bitte, Ihren Hund durch Zusatz z.B. von Fleischbrühe zum Trinkwasser zur Flüssigkeitsaufnahme zu animieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

besten dank für ihre ausführliche und sehr präzise antwort. wir sind soeben dabei, unseren neufundländer anhand ihrer antwort zu untersuchen. wenigstens trinkt er regelmässig und uriniert auch entsprechend. die problematik ist, dass er bei zu wenig nahrung sehr schwach wird und auch kaum zum versäubern zu bewegen ist. jedenfalls ist am dinestag unser tierarzt im haus, um den blutzuckerspiegel zu bestimmen und gegebenenfalls die insulingabe anzupassen. aber bis dahin müssen wir den hund bei kräften halten, wir versuchen alles.

 

vielen dank und beste grüsse aus der schweiz

 

hans baumann

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

danke für die freundliche Rückmeldung!

Vielleicht kann Ihr Tierarzt eine Hundeflüssignahrung mitbringen. Vielleicht können Sie mit Fleischbrühe, in die Sie ein wenig Futter einrühren eine genügend hohe Nahrungsaufnahme erreichen.

Viel Glück!

Freundliche Grüße,

Udo Kind