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Dr_Grassl
Dr_Grassl, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 266
Erfahrung:  Vögel, Reptilien, Amphibien, Heimtiere
56668378
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unsere Doggenh ndin (4 J. und kastriert) tr pfelt ein wenig.

Kundenfrage

unsere Doggenhündin (4 J. und kastriert) tröpfelt ein wenig. Immer im entspannten Zustand
oder wenn sie geschlafen hat.
Kürbiskernkapseln haben bisher nicht geholfen.Kann man etwas tun?
LG Susanne Dormuth
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Dr_Grassl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,
die Ursache des Harnträufelns nach Kastration ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Bei der Kastration werden die hormonproduzierenden Eierstöcke entfernt. Man hat festgestellt, dass der Verschluss in der Harnröhre im Zusammenhang mit dem Wegfall der Eierstockshormone nachlässt. Der Geschlechtshormonmangel hat demnach einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung der Harninkontinenz, ist aber nicht allein für diese Kastrationsfolge verantwortlich.
Durch Harnröhrendruckprofile, eine Spezialuntersuchung, die in einigen grossen Kliniken durchgeführt werden kann, ist es möglich, den Verschluss in der Harnröhre aufzuzeichnen und auszumessen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Hündinnen mit Harninkontinenz die Harnröhre nicht richtig verschliesst, und dass diese Reduktion des Harnröhrenverschlusses eine Folge der Kastration ist. Allerdings werden nur diejenigen Hündinnen inkontinent, bei denen der Verschluss extrem stark nachlässt.
Das Harnträufeln tritt in vielen Fällen erst mehrere Jahre nach der Kastration in Erscheinung, sodass ein Zusammenhang nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist. Bei einigen Hündinnen kann die Inkontinenz sofort nach der Operation auftreten, bei anderen kann es bis zu 12 Jahre dauern bis sie zu tröpfeln beginnen. Meistens tritt die Inkontinenz innerhalb der ersten 3 Jahre nach der Kastration auf. Daneben gibt es noch neurologische Ursachen wie z.B. Nervenschädigungen im Bereich des Rückenmarks oder gar der Harnblase dazu führen, dass ungewollt Urin abgeht. Diese Störungen gehen aber fast immer mit zusätzlichen Symptomen einher, v.a. mit Lahmheit oder Rückenschmerzen.
Bei der kastrationsbedingten Inkontinenz ist das Ziel einer Behandlung die Unterstützung und somit Verbesserung der Verschlussfunktion der Harnröhre. Dazu bieten sich konservative und chirurgische Behandlungsmethoden an.
Bei der konservativen Behandlung werden der Hündin täglich Medikamente verabreicht, welche direkt auf die Harnröhrenwand wirken und dadurch deren Verschluss verbessern. Die Mehrheit der betroffenen Hündinnen werden durch diese medikamentelle Behandlung kontinent.
Wenn diese Therapie nur teilweise oder gar nicht erfolgreich ist, oder wenn die Hunde mit starken Nebenwirkungen (v.a. Verhaltensänderungen wie Rastlosigkeit oder Aggressivität) reagieren, kann eine chirurgische Behandlungsmethode in Betracht gezogen werden.
Lassen Sie bitte vom Tierarzt die Ursache der Inkontinenz abklären, erst dann kann eine sinnvolle Behandlung erfolgen.
Alles alles Gute!
Experte:  Dr_Grassl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag, ich hoffe, meine Antwort konnte Ihnen weiterhelfen. Besprechen Sie eine mögliche medikamentelle Theraphie (mit Caniphedrin) mit Ihrem Haustierarzt.
Vergessen Sie bitte nicht, auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank und gute Besserung!

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