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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Mops ist 6Jahre und wurde

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mops ist 6Jahre und wurde durch einen Golden Retriver gebissen.Er bekam Aufbauspritzen und Medikamente. Ein MRT wurde gemacht. Mein Haustierarzt rät mir zu einer TPLO OP.Die Klinik will aber eine andere OP machen. Was ist die Beste OP?
Liebe Grüße C.Krause
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

liegt bei Ihrem Hund als Folge des Kampfes ein Kreuzbandriss vor? (wissen Sie welches?)

 

Es ist sehr richtig (und auch das Wichtigste), daß Sie Ihren Hund operieren lassen, dennbei einem Nicht-Operieren besteht ein relativ hohes Risiko, daß sich mittelfristig Arthrosen entwickeln, weil

-Bänderreste als Fremdkörper im Gelenk den Knorpel zerstören können, mit der Folge von Entzündungen und später degenerativen Veränderungen

-die Instabilität des Gelenkes zu Fehlstellungen (auch anderer Gelenke, z.B. Hüfte) führt und dann oft Schäden entstehen

 

Das Risiko steigt deutlich mit steigendem Körpergewicht des Hundes. Es gibt - wie Sie schon sagen - verschiedene Operationsverfahren. (Bandersatz oder TPLO-Technik). Das Ergebnis hängt allgemein auch von der Erfahrung des Operateur mit der jeweiligen OP-Technik ab und bei jeder Methode von dem Grad weiterer Zerstörungen im Gelenk sowie dem Ruhighalten (Leinenzwang etc.) 6-8 Wochen nach der OP ab.

 

Die TPLO (Tibia-Plateau-Leveling-Osteotomie, operative Änderung der Tibia-Gelenkfläche und Einsatz einer speziellen Platte) ist aufwendig und dementsprechend teurer, bei Hunden über 40 kg gilt sie aber aufgrund der beschränkten Reisskraft des Nahtmaterials (die ein Nachteil bei Bandersatz sein kann) als die beste Methode. Bei leichteren Hunden sind die anderen Methoden in der Regel genauso gut.

Bandersatz läßt nach etwa einem halben Jahr in seiner Stabilität nach, danach beruht die Gelenkstabilität zu einem großen Teil auf reaktiven Gelenkfibrosen (körpereigene Bindegewebszubildung).

Es gibt viele Fälle, in denen das Entfernen von abgerissenen Band- und Meniskusteilen und Blutkoagula und das Stabilisieren des Bandes mit Hilfe von langsam resorbierbarem Faden sehr gute Resultate liefert.

Hier finden Sie nähere Beschreibungen zu den Operationsmethoden: http://www.felix-und-perry.de/html/kreuzbandriss.html

 

Grundsätzlich ist jede Operation auf jeden Fall die sicherste Lösung (gerade bei einem großen Hund).

 

Bis zu einem Tierarzttermin sollten Sie Ihren Hund möglichst ruhig stellen (Leinenzwang etc.).

 

Unterstützend können Sie folgende homöopathischen Mittel geben:

erste 3 Tage Arnika D6 (fördert Resorbtion von Blutkoagula) , erste 14 Tage Ruta D6 (Wundheilung von Gelenkverletzungen) je 3x tägl. 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (ohne Fressen ins Maul geben);

ab 15. Tag Calcium fluoratum D6 und Silicea D6 je 3x täglich (unterstützen den Aufbau von Sehnen- und Bandgewebe)

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind