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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

mein kleiner Yorkie krampft und zittert ganz toll. Wie waren

Kundenfrage

mein kleiner Yorkie krampft und zittert ganz toll. Wie waren schon mehrfach beim Tierarzt. Der gab jedesal krampflösende Spritzen. Die letzten bekam sie am Freitag ohne Besserung.
Ich habe mir die Rescue Tropfen geholt weil ich nicht mehr mit ansehen kann wie das arme kleine Mädchen sich so quält. Laufen tut sie nur noch wenn sie muss, und dann ist es meist so als ob sie vor irgendwas davon rennt. Spielen tut sie jetzt auch schon seit 2 Wochen nicht mehr. Beim Laufen treht sie sich öfters zu ihrem Hintern um. Deshalb wurde ihre Analdrüse am Freitag auch entleert. Diese Krampfanfälle kommen plötzlich und ganz unerwartet. Man kann an den weitaufgerissenen Augen erkennen dass sie Angst und Schmerzen hat. Sie hechelt dann ganz stark und zittert wie Espenlaub. In diesen Momenten versuche ich sie warm zu halten und zu beruhigen. Ich möchte nicht heute schon wieder in die Tierarztpraxis gehen damit er ihr wieder eine Spritze gibt ohne dass dies eine erkennbare Wirkung zeigt. Fieber hat sie keines. Stuhlgang ist normal. Fressen tut sie ganz wenig. Auch starrt sie in die Ecke oder gegen die Wand. Läuft dann wie betrunken zu ihrem Körbchen. Auch schläft sie sehr sehr viel. April ist genau 2 Jahre alt.
Bitte - können Sie uns helfen?
Bitte!!!!
liebe Grüße von einer sehr verzweifelten Hundebesitzerin
Gerlinde Woods
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

wie lange dauern die Krampfanfälle denn, wie ist das Verhalten danach? Wie oft treten die Attacken auf?

Wurde schon eine Blutuntersuchung gemacht (meinen Sie das mit "plus häm"?) und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Falls nein, wäre es sinnvoll eine Blutuntersuchung anfertigen zu lassen, da man auf diese Weise oft sowohl Entzündungherde als auch Organstörungen finden kann.

 

Da Ihre Hündin nicht mehr spielt (was für eine 2-jährige Hündin ungewöhnlich ist), hat sie möglicherweise auch dauerhaft Schmerzen. Eine Röntgenaufnahme sowohl der Wirbelsäule (Bandscheiben) als auch der Organe (Übersichsaufnahme wäre sinnvoll.

Evtl. könnte man probeweise das enzündungshemmende Schmerzmitel Metamizol (Novalgin, 30 mg/kg 2-3x tgl.) für ein paar Tage versuchen, um zu sehen ob es dann besser wird.

 

Bei einem großen Teil der Krämpfe weiß man die Ursache nicht und behandelt mit Luminal (und evtl. Bromid), siehe unten, im Akutfall außerdem Diazepam. Bei einem Teil gibt es aber auch organische Ursachen.

 

Insbesondere folgende organische Ursachen kommen in Frage:

 

-schwere Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; entsprechende Blutuntersuchung wären sinnvoll.

 

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°, kontrollieren Sie bitte auch mal direk nach einem Anfall die Temperatur) und nahezu immer Allgemeinstörungen. Bei einer Hirnhautentzündung gäbe es dauerhaft schwere Allgemeinstörungen und hohes Fieber

 

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würden bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen); Bitte Herz baldmöglichst noch mal kontrollieren lassen. (evtl. auch EKG und Ultraschall)

 

-Hirntumor, Wasserkopf (selten!), Diagnose nur durch CT/MRT möglich

 

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatisch behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft runtersetzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an. Luminal wirkt gegen die Krampfanfälle erst nach 2-3 Wochen, macht aber am Anfang der Behandlung manche Hunde müde. Die sedierende Wirkung lässt aber nach einigen Wochen nach (Hunde meist ohne Probleme), die Wirkung gegen die Krampfanfälle bleibt aber bestehen.

 

 

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral.

Die genauen Dosierungen (einschleichend beginnen) müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel eingestellt werden. Folgend Serumspiegel sollten erreicht werden:

 

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen, rectal-tube, evtl. auch Nasentropfen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

 

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):

-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),

- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal)

Bachblüten Rescue-Tropfen (Angst reduzierend und Kreislauf stützend) bitte weitergeben, auch das Warmhalten ist gut.

-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind