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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo! Haben eine 13 Jahre alten R den, Dackel Mix. Seit 3

Kundenfrage

Hallo!
Haben eine 13 Jahre alten Rüden, Dackel Mix. Seit 3 Jahren ister Diabetiker und mit dem Zucker kam die Linsentrübung, außerdem sind die Leberwerte nicht die besten und es liegt ein Herzklappenfehler vor. Nun zum eigentlichen Problem er bekommt krampfartige Anfälle, erst nur einmal in halben Jahr, aber es steigerte sich und nun ist es manchmal sogar 2 mal an Tag. Auffällig ist auch das diese Anfälle ca. 1 Stunde nach dem Insulin spritzen kommen. Von unserem Tierarzt haben wir Luminal bekommen, was aber auch nur am Anfang die Anfälle abschwächte Sind es überhaupt epileptische Anfälle, oder vermuten sie etwas anderes und was kann man dagegen tun.
Danke!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

es könnte auch an der Zuckerstoffwechselstörung liegen

Daher wäre eine Blutzuckermessung durch Sie (zu Hause, Tagesprofil) sehr sinnvoll. So werden stressfreie bzw. stressarme Werte gewonnen, außerdem läßt sich im Idealfall ein Tagesprofil eines normalen Tages erstellen. Darauf basieren dann die Empfehlungen für die Insulindosierung.

Auch um die Zeiten einer möglichen gefährlichen Unterzuckerung besser einschätzen zu können, ist die Besitzermessung sehr sinnvoll.

Die Blutabnahme aus dem Ohr ist normalerweise die schonendste und einfachste. Mit einem Blutzuckermeßgerät für Menschen (z.B. Ascensia Contour - Blutzuckermessgerät, Bayer, preiswert, gibt´s in Apotheken oder Internet) können die meisten Besitzer nach Einweisung selbst bei Ihrem Hund messen .

Bei einem großen Teil der Epileptiker weiß man die Ursache nicht und behandelt mit Phenobarbital (wie bei Ihrem Hund schon gemacht) und wenn das alleine nicht reicht (wie jetzt bei Ihrem Hund) mit Bromid (siehe unten) Im Akutfall wird außerdem Diazepam gegeben (sollten Sie möglichst zu Hause haben).

 

Bei einem Teil gibt es aber auch organische Ursachen, insbesondere folgende Ursachen kommen für Krämpfe in Frage:

-schwere Stoffwechselstörungen: neben einem möglicherweise nicht perfekt eingestellten Diabetes z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), oder Leberstörung Diagnose durch Blutuntersuchung möglich,

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würen bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)

-Hirnveränderungen (z.B. Hirntumor, Wasserkopf)

 

Diese möglichen Ursachen sollten zunächst ausgeschlossen / festgestellt werden. Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirnveränderungen sogar CT/MRT ) erforderlich. Blutuntersuchung und Herz/Kreislaufuntersuchung würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen (falls nicht schon gemacht).

 

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatish behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft runtersetzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an.

 

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral.

Die genauen Dosierungen müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel bestimmt werden. Bitte lassen Sie den Phenobarbital-Spiegel Ihres Hundes untersuchen. Folgend Serumspiegel sollten erreicht werden:

Phenobarbital: 20-45 mikrogramm/ml

(Kaliumbromid: 1-3 mg mg/ml)

.

Wichtig im Anfall ist, Gegenstände an denen der Hund sich verletzen könnte, möglichst schnell zu entfernen.

 

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen, rectal-tube oder Tropfen, bitte vom Tierarzt geben lassen oder Rezept austellen lassen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

 

Ein neues (aber sehr teures Medikament) ist Levetiracetam.

 

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):

-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),

- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).

-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind