So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...

Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren ! Wir haben folgendes massives

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren !

Wir haben folgendes massives Problem mit unserem Westhighland White Terrier.
Casy ist 10 Jahre alt; sie hatte vor ca. 9 Wochen , sprich am 1.4.2011 eine Operation beim Tierarzt.
Diagnose, Tumore an der Milchleiste.Nachweislich durch einsenden in die Patologie "Gutartig"
Am Tag der Operation musste sie natürlich nüchtern sein.
Wir stellten fest, dass sie etwas wackelig auf den Beinen war; sie fiel auch einmal seitlich um.
Die OP wie gesagt war gut verlaufen, und es ging ihr durchschnittlich gut.
Ein paar Tage nach der OP begann dieses Zucken mit dem Kopf< bis hin zu einem starken Reißen der Kopfpartie und sie konnte sich auch nicht wirklich auf den beinen halten.
Wir gaben ihr traubenzucker; hilft ja auch kreislaufmässig bei menschen.
Es ging ihr danach wieder besser.
an diesem tag, es war ein samstag, sprich in der nacht von samstag auf sonntag bekam sie einen furchtbaren krampfanfall (wie bei epilepsie)
sie schäumte krampfte am ganzen körper und hatte gleichzeitig urin abgesetzt.
wir verständigten sofort unseren tierarzt.
wir gingen danach zur urinprobe, der keinen zucker zeigte, da die vermutung als erstes auf zuckerkrankheit fiel.
da sich der zsutand nicht besserte und der hund nach 4 wochen den nächsten starken krampfanfall hatte, gingen wir zur blutabnahme.
auch die blutabnahme laut tierarzt zeigte keine auffällgkeiten .
wir bekamen ein medikament: Acidum phenylaethylbarb.
dies war vor 3 wochen.
casy bekommt täglich am abend eine 1/4 Tablette.
der zustand hat sich bis heute nicht gebessert sondern eher verschlechtert.
sie ist sehr matt, müde, taumelt meistens, ist fallweise dessorientiert und das zucken kommt jetzt mehrmals am tag.
das schlimmste waren jetzt die letzten 48 stunden.
casy hatte innerhalb von 26 stunden 2 massive krampfanfälle; zwar ohne schaum vor dem maul, aber die anfälle waren sehr heftig.
das zucken und starke reißen hat nach wie vor, trotz medikamenteneinnahme nicht nachgelassen.
ich bitte höflichst um ihre unterstützung, da wir sehr, sehr ratlos sind und schwere sorgen um unser familienmitglied machen.
besten dank im <voraus.

mfg
Klaudia Erhart
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

es könnte sich um epileptische/epileptiforme Krämpfe handeln.

 

Was ist der Wirkstoff von "Acidum phenylaethyl barb." Ist es ein Barbitutat? Falls ja wieviel mg sind enthalten?

 

Insbesondere folgende Ursachen kommen in Frage:

-schwere Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; was wurde bei der Blutuntersuchung alles untersuch?

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würen bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)

-Hirn- oder Rückenmarksveränderungen (Durchblutungsstörung, Schwellung, Tumor)

 

Bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst noch einmal einem Tierarzt vor. Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirntumor sogar CT/MRT ) erforderlich.

 

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatish behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft runtersetzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an.

 

Als noch tolerabel gelten 4 leichte Anfälle pro Jahr. Bis etwa 2 Minuten Anfall gelten als leicht, längere Anfälle oder mehrere hintereinander aber als gefährlich (kann Status epilepticus = Dauerkrampf draus werden).

 

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen oder recta-tube ) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

 

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):

-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),

- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).

-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind