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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Westhighland white Terrier hat immer wieder an den Pfoten,

Kundenfrage

Westhighland white Terrier hat immer wieder an den Pfoten, zwischen den Krallen und etas oberhalb, eine dickere Geschwulst, an 2 Pfoten wurde schon operiert, jetzt neu an einer weiteren Pfote. Letzte OP war Befund nicht bösartig, Tierarzt meinte beim älteren Hund
(10 1/2 Jahre) sind diese Wucherungen öfter. Habe gestern Zinksalbe aufgetragen, Geschwulst ist heute wesentlich weniger, müssen diese Wucherungen tatsächlich operiert werden? Unser Hund hat schon viele OP mit Beruhigungsspritze und Narkosen hinter sich. Nach der letzten OP hat er jetzt (seit ca. 14 Tagen ) massive Störungen des Gleichgewichts, apatisch, hebt sein Bein beim Pinkeln nicht, erschrickt bei jeder Berührung etc. (seit 10 Tagen Behandlung mit Karsivan). Ich möchte ihm keine weiteren Narkosen zumuten, zumal er immer noch desorientiert stundenlang rumläuft, wenn man ihn nicht ablegt. Kann ich diese Geschwulst mit zum Bsp. Salben behandeln. Oder was ausser OP kann ich noch tun ?
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Mit freundlichen Grüssen Reinhild Schwarz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

wissen Sie den Namen des Geschwulstes (von histologischer Untersuchung)? Bitte Namen angeben.

sorry, habe jetzt Patienten in der Praxis, schreibe gleich weiter.

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Pyogranulom
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

ein Pyogranulom würde ich versuchen ohne Operation zu behandeln (gut, daß es kein Plattenepthelkarzinom oder ein anderer Tumor ist).

Ein Pyogranulom ist eine entzündliche knötchenförmige Schwellung, an der Eitererreger (Pyo = Eiter) beteiligt sind.

 

Folgende Ursachen kommen u.a. in Frage:

- Fremdkörper (Dorn etc.), dann meist aber nur 1 oder 2 Stellen

-Hautparasiten (v.a. Milben, Herbstgrasmilbe, Demodes, selten auch Sarkoptes); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben.

-bakterielle (dann oft eitrige) Hautentzündungen (oft Antibiose erforderlich, nach Resistenztest, siehe unten)

-Allergie (z.B. Gräser..., gerade Westhighland-Terrier neigen zu Allergien) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen,

- Futtermittelallergie, verstärkt Allergie auf Ausseneinflüsse, Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen

- Autoimmunerkrankungen ( selten)

-schwere Stoffwechsel- oder Organkrankheiten und Hormonstörungen (oft entsprechende weitere Symptome, evtl. Butuntersuchung machen lassen, dann bitte unbedingt auch Schilddrüse mitkontrollieren)

 

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen. Außerdem bitte unbedingt die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken)

 

Lassen Sie bitte eine Probe entnehmen und ein Antibiogramm (Resistenztest) anfertigen. Hiermit werden die noch wirksamen Antibiotika bestimmt. "Pyo" (Eiter) ist oft Reaktion auf bakterielle Infektion.

 

Folgende Maßnahmen können oft helfen:

Shampoonieren der Haut mit antibaktereiellem Bad (Benzoylperoxid-Shampoo (z.B. Peroxyderm, vetoquinol) zu Beginn, später z.B. Clorexyderm-Shampoo (ani-medica), stark reinigend, bakterienreduzierend)

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet), enthält u.a. Calendula und Kamille

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 3x täglich Silicea D6 und 1x tgl. Sulfur D6 unterstützen

 

-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle, futtermilbenfrei

--- Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten (z.B. Pferdefleisch und Kartoffel),

---gut ist oft auch das Futter zd-ultra der Firma Hills)

---alle Diäten müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

 

-Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels außerdem ein Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B.Vitamin-B-Komplex ratiopharm, etwa 1 Kapsel pro Tag für 15 kg Körpergewicht) für 4 Wochen

- essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) .

 

Falls infektiöse Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt sind, hilft gegen eine Allergie oft auch das Mittel Atopica (Novartis) gut (langristig meistens besser verträglich als Cortison, gibt´s beim Tierarzt)

Ich würde auf jeden Fall bei einer Blutuntersuchung auch die Schilddrüsenwerte mitkontrollieren (vielleicht schon erfolgt?)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bedanke XXXXX XXXXXür Ihr Akzeptieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

PS: wegen der Gleichgewichtsstörungen:

- Bitte Ohren kontrollieren lassen

 

Kontrollieren Sie bitte:

- ob die Schleimhäute rosa sind (wie bei uns), Atmung normal?

- ob beide Pupillen (gleich) auf Licht reagieren (Verkleinern bei Lichteinfall, Vergrößern bei Verdunkelung)

- die rektal gemessene Temperatur zwischen 38° und 39° liegt

Folgende Möglichkeiten kommen u.a. in Betracht :

- Durchblutungsstörung (insbesondere des Gehirns). Hierfür ist Karsivan (intervet, Tierarzt) oft ein gutes Mittel.

-Herz-Kreislaufstörung, sind die Schleimhäute blasser oder bläulich (im Vergleich zu früher bzw. zu unseren Schleimhäuten) Hustet Ihr Hund v.a. beim ersten Aufstehen? Abhören-Lassen, evtl. Röntgen / Ultraschall des Herz

-verschiedene Organerkrankungen (u.a. Leber, Niere, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse), z.B Unterzuckerung führt oft zu Schwanken und Torkeln , Diagnose durch Blutuntersuchung (am besten Geriatrisches Profil, da incl. Schilddrüse).

-Mangel von Mineralien und / oder Flüssigkeit, hatte Ihre Hund Durchfall oder Erbrechen in letzter Zeit?

- Vergiftung (durch Narkose?) Nux vomica D6 und Okoubaka D 6 je 3x täglich 1 Gabe (entgiftend)

- Ohrentzündung (Mittelohr, Innenohr), dann meist Kopfschiefhaltung, Drehbewegung, Ohrreiben etc., Diagnose durch Röntgenaufnahme

Unterstützend können Sie Bachblüten-Rescue-Tropfen (angstreduzierend) 10 Tropfen auf 20 ml Wasser, davon 4x täglich 5 Tropfen

- bieten Sie ihm außerdem eine Wärmflasche an.

Viel Glück!

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

wenn man Bakterien etc behandelt hat (Waschungen , Antibiose, unterstützende Maßnahmen) und es nicht besser wird, liegt evtl eine Immunstörung vor. Diese würde mit Cortison behandelt werden müssen(ist aber erst der letzte Schritt).

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind