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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

mein hund(yorkshire) bellt und knurrt den hund(sch ferhund)

Kundenfrage

mein hund(yorkshire) bellt und knurrt den hund(schäferhund) meines vaters nur an. was kann ich tun, damit sie sich vertragen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

handelt es sich beim Yorksire-Terrier um defensives Knurren aus Angst (eingezogener Schwanz, geduckte Haltung, angelegte Ohren) oder um eher aggressives Knurren (aufrechte Haltung, Ohren etc)?

 

Wie alt sind die Hunde, sind sie kastriert? Wie lange kennen sich die Hunde, wann hat das Knurren angefangen?

 

Bitte beantworten Sie die Fragen, dann kann man genauer antworten.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung: Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
manchmal aggressiv und manchmal defensiv. beide hunde sind nicht kastriert. und sie kennen sich noch nicht lange
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

welches Geschlecht haben Ihre Hunde ? Tritt die Aggressivität auch gegen andere Hunde auf?

 

Falls man mit Erziehung nicht weiter kommt, hilft evtl. kastrieren.

 

Folgende Ursachen kommen v.a. in Frage:

 

- hormoneller Hintergrund, aggressiver sind manche Hündinnen

--während Läufigkeit und/oder Scheinschwangerschaft (ca. 60 Tage nach letzter Läufigkeit, oft Milch und geschwollenes Gesäuge) sind manche Hündinnen aggressiver;

-- bei Zysten auf Eierstöcken (Diagnose durch Ultaschall)

Sollte das Verhalten mit Verhaltenstraining nicht in den Griff zu bekommen sein, wäre dann eine Kastration angeraten.

 

-Schmerzen: Hunde sind bei Schmerzen manchmal aggressiv gegen Artgenossen, evtl. tierärztliche Untersuchung

 

-für den Hund unangenehmes Erlebnis bei Begegnung mit der anderen Hündin; die Aggression wird auf den an sich unbeteiligten anderen Hund umgeleitet

 

- Angst vor dem Schäferhund

 

 

Sollte es keine körperlichen Probleme geben, sollten folgende Tipps helfen, das Problem zu beheben:

-

1.Verhaltenstraining

 

-Allmähliche Desensibilisierung: Üben Sie zunächst in ganz leichten Situationen (Schäferhund noch weit entfernt, Yorki an der Leine) "Sitz" und "Platz", steigern Sie die Schwierigkeit (also die Entfernung zum anderen Hund) ganz allmählich. Loben Sie ruhiges Verhalten (auch mit Trockenfutterbröckchen), führen Sie ihn bei Knurren mit "Nein!" sofort aus der Situation weg und lassen ihn dann Sitz machn, dann ein paar Minuten ignorieren. Ignorieren Sie Ihren Hund bei Unruhe. Später dann neues Training in einer noch etwas leichteren Situation. Das Trainig kann insgesamt einige Wochen dauern.

 

- Beschäftigen Sie Ihren Hund möglichst viel (Spazieren, Spiele, Suchspiele ( einen Teil des täglichen Futters suchen lassen). Hilfreich sind insbesondere Suchspiele, da sie die Ruhe und Ausgeglichenheit des Hundes stärken und der Hund lernt, sich auf etas zu konzentrieren. Schwierigkeit allmählich steigern und bei Erfolg loben (der Futterbrocken an sich ist natürlich auch schon eine Belohnung)

-Hunde haben eine Assoziationszeit von 3-4 Sekunden, d.h. sie verbinden die Reaktion des Menschen mit dem, was sie in den letzten 3-4 Sekunden gemacht haben. Stoppen kann man ein Verhalten demzufolge nur bei Beginn (Nein und Sitz machen lassen). Wenn Ihr Hund in Stressituationen (anderer Hund) auf den Befehl zunächst nicht reagiert und aggressiv in Richtung des anderen Hundes zieht, sollten Sie mit "Nein", "Komm" und "Fuß" in eine andere Richtung gehen, als der Hund gezogen hat. Seine Aggression müssen Sie ansonsten unbedingt ignorieren (Kein Beruhigen, da es verstärkend wirkt); Zuwendung dürfen Sie Ihrem Hund erst wieder geben, wenn er sich beruhigt hat. Sitz machen lassen und ein paar Futterbröckchen geben.

 

-Vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spazieren, Streicheln, Spielen etc.) einen Befehl (z.B. Sitz) ausführen lassen. Nichts ist umsonst. Fördert das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit Ihrer Befehle ("Es lohnt sich auf Frauchen/Herrchen zu hören!").

-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden. Im Hunderudel ist es ganz klar, daß man macht, was der Rudel-Chef sagt. Daher ist die klare Rangordnung für das Gehorchen und Ruhigbleiben in den genannten Stresssituationen hilfreich.

-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)

1. Komm-Training: Name rufen und Futterbrocken zeigen, sobald Hund aufmerksam ist: Komm rufen, wenn Hund kommt, sofort (innerhalb von höchstens 1 Sekunde) Belohnung geben

2. Sitz Training: Futterbrocken vor die Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futterbrocken langsam nach oben-hinten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft aufs Hinterteil des Hundes drücken, dabei "Sitz!" sagen, sobald Hund sich gesetzt hat: Innerhalb von 1 Sekunde Belohnung geben und loben

3. Platz-Training: aus der Sitzposition heraus, Futterbrocken vor Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futter langsam nach vorn-unten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft auf Rücken drücken, dabei "Platz" sagen. sobald Hund in Platz-Position: sofort (1Sekunde!) Belohnung geben

4.Bleib-Training: aus Platz- oder Sitz-Position heraus: "Bleib" sagen, 1 Schritt weggehen, sofort wieder zum Hund gehen und Belohnung geben (sollte Hund doch aufgestanden sein: ignorieren, neuer Versuch und noch schneller zum Hund zurückkehren), allmählich die Abstände vergrößern, später dann 2, 3, 5... Minuten , noch später verläßt der Mensch auch mal kurz das Zimmer

 

-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren (soweit möglich) bzw. den Hund schnellstmöglich und ohne zu Reden aus der Situation führen ( evtl. muß man den Hund (ohne zu reden!, außer "Komm!") die ersten Meter hinter sich her ziehen), Zuwendung unbedingt erst wieder bei ruhigem, normalem Verhalten.

-In Gegenden mit anderen Hunden Ihren Hund zunächst generell nur an der kurzen Leine führen, lobend mit ihm sprechen, wenn er ruhig ist,; ab und zu "Sitz" machen lassen dann sofort (< 3 Sekunden) bei Befehlausführung ein Futterbröckchen geben

 

-Gut wäre natürlich auch der Besuch einer Hundeschule und allgemein möglichst viel Kontakt mit anderen Hunden, mit denen Ihr Hund friedliches Verhalten üben und praktizieren kann

 

2. Medikamente

Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit :

-Hyoscyamus D30 jeden 3.Tag 1 Gabe (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette)

 

Generell wichtig ist für den Hund Zuneigung (wenn er vom Besitzer erwünschtes Verhalten zeigt) und Konsequenz des Besitzers (Folge: Hund vertraut und macht das, was der Besitzer will)

Danke für´s Akzeptieren!.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ok danke erst einmal für die Antwort. Das mit dem Trainig können wir versuchen ob es klappt. Beide Hunde sind männlich. Wir haben nur Angst wenn unser kleiner zubeißt das der andere dann auch irgendwas macht. zubeißt oder ähnliches.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

männliche Hunde imponieren oft nur, beißen relativ selten (aber natürlich keine Garantie!). zum friedlichen Zusammenleben der Hunde ist es generell wichtig, daß die Rangordnung geklärt ist. Als Mensch sollte man hierzu den Ranghöheren bevorzugen, den Rangtieferen erst als 2. füttern, streicheln etc..

 

Gut für´s Üben ist auch neutrales Terrain, da im eigenen Berich der andere Hund als Eindringling gesehen wird. Sinnvoll wären viele gemeinsame Spaziergänge und Unternehmungen.

 

Ob Sie die Hunde die Rangordnung ausfechten lassen, ist letztlich Ihre Entscheidung , ein kleines Risiko von Verletzungen besteht dabei natürlich. Aber: wenn die Rangordnung geklärt ist, sind die Hunde danach friedlich miteinander.

Alternative (aber keine Garantie!) wäre die Kastration beider Rüden.

 

Ich persönlich würde die Hunde den Rang ausfechten lassen. Vielleicht könnten Sie dies auch in einer Hundeschule unter Aufsicht eines Hundetrainers tun.

 

Viel Glück!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ok danke vielmals für die hilfreichen Antworten.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Gerne.

 

viel Erfolg & freundliche Grüße,

 

Udo Kind

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