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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein Hund hat seit Monaten einen sehr starken Juckreiz. Mehrfache

Kundenfrage

Mein Hund hat seit Monaten einen sehr starken Juckreiz. Mehrfache Tierarztbesuche haben leider keinen Erfolg gebracht. Wie kann ich meinem Hund effektiv helfen?
Er kratzt sich so stark, dass an einer Stelle bereits das Fell weggekratzt ist. Er frißt Trockenfutter, hin und wieder auch Nassfutter...ca. 1-2 mal pro Woche gemischt mit seinem Trockenfutter.
Er ist sehr ängstlich, es könnte sein, dass das starke Kratzen auch nervös bedingt ist. Er ist 1,5 Jahre alt und kommt aus einer Tötungsstation in Rumänien. Was kann ich tun um ihm möglichst schnell zu helfen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

welche Untersuchugen wurden denn bisher schon gemacht, welche Medikamente außer Sonnenblumenöl gegeben?

 

Folgende Ursachen kommen insbesondere in Frage:

-Hautparasiten (v.a. Milben (besonders heftiger Juckreiz bei Sarcoptesmilbe), seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben, Haarlinge, Läuse und Flöhe. Möglich ist auch eine Demodikose (Infektion mit Demodexmilben, die v.a. bei sekundärer bakterieller Besiedlung auch zu heftigem Juckereiz führen kann), Diagnose ebenfalls mit Hautgeschabsel, zur Therapie muß advocate hier aber wöchentlich gegeben werden (es gibt aber auch noch andere Mittel).

-bakterielle (oft eitrige, stinkende) Hautentzündungen (Diagnose durch Abstrich, oft Antibiose erforderlich)

-Allergie (z.B. Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen, relativ teuer

-Futtermittelallergie (Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen und darf nichts anderes füttern, s.u.),

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Abstrich, meist nicht so starker Juckreiz)

-schwere Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (entsprechende weitere Symptome, evtl. Butuntersuchung machen lassen)

 

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen (falls nicht schon geschehen). Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken). Eine Untersuchung auf Bakterien und Pilze sollte anschließend ebenfalls erfolgen.

 

Falls man mit Hautuntersuchungen nichts findet, wäre der nächste Schritt einen Blutuntersuchung (einschließlich Schilddrüse). Dabei wäre auch die Untersuchung auf Leishmaniose sinnvoll.

 

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:

Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:

-Malacep-Shampoo (cp-pharma), falls ein Hefepilzbefall (Malasezien, Tierarzt fragen) vorliegt

-ansonsten z.B. Clorexyderm-Shampoo (ani-medica), stark reinigend, bakterienreduzierend

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma), auf besonders wunde Stellen Vunoplant (Plantavet)

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie). Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels sinnvoll .

 

-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle; Besonders gut ist:

---Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten, oft z.B. Pferd oder Wild und Kartoffel

---das Futter zd-ultra allergen-free der Firma Hills

Alle Diäten müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden,

-Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. Vitamin-B-Komplex ratiopharm) für 4 Wochen

-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt, eine Mischung aus Fisch- und Pflanzenöl ist besser als reines Pflanzenöl)

.

Falls infektiöse Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt sind und die oben genannten Hinweise ohne Erfolg bleiben, hilft gegen eine Allergie oft auch das Mittel Atopica (Novartis) gut (langristig meistens besser verträglich als Cortison, gibt´s beim Tierarzt).

 

Bei Ihrem Hund ist eine psychische Mitursache durchaus möglich. Gut wäre daher auch die Gabe von Bachblüten Rescue-Tropfen 4x täglich. Falls Ihr Hund sehr ängstlich ist: Zylkene (intervet), falls eher die Nervosität überwiegt: Relaxan (cp-pharma).

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind