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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 16315
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Corina Morasch ist jetzt online.

Meine 6-j hrige Beagleh ndin hat gerade wieder unseren Sohn

Kundenfrage

Meine 6-jährige Beaglehündin hat gerade wieder unseren Sohn gebissen. Es ist leider
nicht das erste Mal, sie hat keinen aus unserer Familie geschont. Vor 6 Wochen hat
sie mich gebissen, völlig grundlos und aus heiterem Himmel. Wenn wir Besuch bekommen,
müssen wir sie einsperren, Fremde beißt sie in jedem Fall.
Wir haben schon einige Verhaltenstherapien gemacht, es wird trotzdem immer schlimmer.
Was soll ich machen?

Mit freundlichem Gruß
Simone Strakeljahn
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Tierbesitzerin, sehr geehrter Tierbesitzer,

 

danke für Ihre Anfrage.

 

Willkürliches Beissen ist natürlich bei Hunden in keinem Fall zu tolerieren. Es kann sein, dass es sich um eine Dominanzproblem handelt. Oft finden Familienhunde nicht den richtigen Platz in der Rangordnung im "Rudel". Wichtig ist nämlich, dass der Hund sich damit amfindet, ganz am Ende der Rangordnung zu sein und alle Menschen stehen über ihm und er hat diese zu achten und zu tolerieren. Dazu gehört in keinem Fall zu beissen.

 

Was haben Sie in der Therapie bereits alles versucht, ich möchte Ihnen ungerne Dinge raten, die schon versucht wurden. Wo haben Sie diese Therapie gemacht? Seit wann haben Sie den Hunde und wer in der Familie ist die Hauptbezugsperson für den Hund (Kann nur Ihr Mann oder Sie sein, Kinder sind nicht geeignet)?

 

Beste Grüße,

Corina Morasch

Tierärztin

Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 16315
Erfahrung: Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
Corina Morasch und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Ich bin die Hauptbezugsperson, mein Mann in jedem Fall der Rudelführer.
Es ist definitiv ein Dominanzproblem, wir haben längere Zeit mit einem
Tierpsychologen zusammengearbeitet. Das schlimme ist, dass sie so
unberechenbar ist. Mittlerweile traut ihr keiner in der Familie mehr über den Weg.

Gruß Simone Strakeljahn

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Tierbesitzerin, sehr geehrter Tierbesitzer,

 

danke für Ihre Anfrage.

 

Die Schwierigkeit in diesen Fällen ist den "Teufelskreis" zu durchbrechen. Der Hund spürt Ihre Angst und wird deswegen selbstbewusster und ändert sein Verhalten so nicht. Je mehr Respekt Sie für dem Tier haben, desto weniger hat er vor Ihnen. Ist die Hündin kastriert? Kastration bedeutet für Rüden und Hündinnen eine Umstellung des Hormonhaushalts, was in 90% aller Fälle mit einer positiven Verhaltensänderung einher geht. Es wäre also zu überlegen erstmal eine Kastration durchzuführen.

 

Ist der Hund generell folgsam? An sich sollte der Rüdelführer auch die Hauptbezugsperson sein. Eine Mischung kann für den Hund bedeuten, dass er sich immer die Person aussucht, die gerade nicht anwesend ist.

 

Haben Sie bereits einmal probiert, eindeutige Unterwerfungssignale an den Hund zu geben? Dazu müssen Sie eine Situation abwarten, in der der Hund versucht seine Dominanz zu zeigen. In jedem Fall bei einem Beissversuch aber auch bei anderen Gelegenheiten. Drehen Sie den Hund nach so einem Verhalten (innerhalb weniger Sekunden) auf den Rücken, indem Sie ihn Fest im Nacken packen und mit einem Ruck umdrehen. Halten Sie ihn dann so lange in dieser Position, und stellen sich über ihn, bis er keinen Widerstand mehr leistet. Dies ist das natürliche Verhalten, wie ihm Hunderudel die Rangfolge festgelegt wird. Der Unterstehende gibt auf und leistet keinen Widerstand.

Dies müssen Sie sicher 5-10 Mal wiederholen, wenn der Hund es nicht sofort lernen sollte.

Sie dürfen keine Angst bei der Situation zeigen, sonst hat der Hund bereits wieder "gewonnen",. Zur Not geben Sie ihm 24h einen Maulkorb und warten, bis er wieder versucht zu beissen. Er kann dann keinen verletzen, die Situation ist aber die gleiche. Sie können dann ohne Angst den Hund umdrehen, da er nicht schnappen kann.

 

Sie müssen sich durchsetzen, sonst bleibt der Hund eine Gefahr für Menschen und müsste einen Maulkorb tragen oder in einen Zwinger. Das wäre im Sinne des Tieres sehr schade

 

Beste Grüße und alles Gute,

Corina Morasch

Tierärztin

Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 6 Jahren.
Lieber Tierbesitzer/in,
hier muss ich meiner verehrten Kollegin leider
bezüglich der sog."Alpharolle" widersprechen. Nach gegenwärtigen Erkenntnissen der Verhaltenstherapie sollte diese Maßnahme auf keinen Fall mehr angewandt werden. Es erhöht die Beißgefahr extrem - besonders wenn der Hund sich ranghoch fühlt und es ruiniert das Vertrauen gänzlich, denn aus "Sicht " ihres Hundes hat er ein rangniedriges Rudelmitglied gemaßregelt. (Was er natürlich nicht darf) Über körperliche Gealt entsteht nur Mißtrauen. Außerdem ist es kaum zu schaffen, einen Hund nach einer Beißattacke innerhalb 1 Sec zu strafen.(Vorraussetzung für eine Verknüpfung).
Eine feste Rangordnung ist-wie die Kollegin ausführte -von absoluter Wichtigkeit. Dazu braucht es jedoch keine körperliche Gewalt ,sondern es gibt eine Reihe einfacher Methoden um eine klare Rangordnung zu erstellen, die der Hund gut versteht wenn sie konsequent und dauerhaft angewandt werden.
Kinder können noch KEINE Rangordnung etablieren-umso mehr muss der Mensch als Rudelführer an erster Stelle stehen und dies dem Hund auch so klarmachen, so dass der Hund es versteht.
Wie hier meistens üblich, bitte ich Sie die Antwort der Kollegin zu akzeptieren, da sie die erste Antwort gegeben hat.
Für weiter Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
mfg
Dr.ML W.-Lange Tierärztin für Verhaltenstherapie

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