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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein Hund hat Durchfall und es wird nicht besser.Das geht nu

Kundenfrage

Mein Hund hat Durchfall und es wird nicht besser.Das geht nu schon seit letzter Woche Mittwoch so.
Ich war schon beim TA und er hat ne Spritze und Tabletten bekommen.
Er wurde auch auf Einzeller untersucht ohne Ergebniss.
Vielleicht haben sie ja ne Idee wie ich dem Hund helfen kann.
Der Hund ist ein Rüde und 3 Jahre alt ist durchgeimpft und hat im Januar seine letzte Wurmkur bekommen.
MfG
A.Rolf
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

lassen Sie bitte noch mal eine Kotuntersuchung (Giardien, Parasiten, Bakterien) durchführen und ein "Geriatrieprofil" (Blutuntersuchung, die alle wichtigen Organe einschließlich Schilddrüse erfasst, außerdem auch Blutbild enthalten, man sieht also auch wie stark der Organismus im Ganzen von der Darmentzündung belastet ist) sowie einen TLI-Test (Bauchspeicheldrüseninsuffiziens) durchführen. Die Untersuchung auf Giardien (einzellige Parasiten) fällt manchmal auch negativ aus, obwohl sie vorhanden sind. Falls es mit den empfohlenen Maßnahmen nicht besserwird und sonst keine Ursache findbar ist, könnte man auch eine diagnostische Therapie mit Fenbendazol (Panacur) oder Metronidazol durchführen.

 

Bei akutem Durchfallschub sollten Sie bitte 24 Stunden Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

.

Baldmöglichst sollten Sie bitte noch einmal zum Tierarzt gehen, insbesondere wenn:

-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blass und muss dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein)

-Ihr Hund sich immer wieder mit Durchfall quält

-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen) Das Zittern Ihres Hundes könnte auf Fieber oder wie Sie schon sagen Schmerzen hindeuten

-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .

--im Kot Blut zu sehen ist

-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angespannt ist

-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)

 

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Antibiotika, Mittel gegen Übersäuerung...

.

 

Durchfall hat meistens eine der folgenden Ursachen:

-leichte Darmentzündung durch ungewohntes oder zu kaltes Futter

-infektionsbedingte Entzündungen der Darmschleimhaut (meist viral oder bakteriell, meist erhöhte Temperatur also über 39 Grad, Parasiten (incl. Giardien)

-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)

-Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, oft auch häufiges Brechen)

-Bauchspeicheldrüseninsuffiziens, zu wenig Enzyme für die Verdauung werden bereit gestellt (Diagnose: Blutuntersuchung TLI-Test)

-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) oder Herzerkrankungen

-Futtermittelallergie und/oder -unverträglichkeit

-Immunstörungen im Darm

 

Zur Abklärung aller Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind Kot- und Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig.

 

Eine Futtermittelallergie kann man nur durch Diät ausschliessen:

-Futterumstellung:

-- Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten z.B. Pferdefleisch und Kartoffel,

--gut ist oft auch das hydrolysierte Futter zd-ultra der Firma Hills , ebenso auch sensitivity control oder hypoallergenic von royal canin

--Futterumstellungen müssen generell 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

 

24 Stunden sollten Sie Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

Heute würde ich daher kein Futter mehr geben und frühestens morgen früh mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

 

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Podophyllum D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

 

Außerdem wäre die Gabe von Diatab sinnvoll (schützt die Schleimhaut , bindet Bakterien und Viren (in gewißem Maß), enthält Elektrolyte) , alfavet, gibt´s beim Tierarzt

 

Weiterhin können Sie Ihrem Hund noch eine Wärmflasche anbieten (wirkt oft beruhigend auf Darmkrämpfe

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Tierarzt - Homöopathie und 2 weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

habe den Text noch mal etwas erweitert (heute fasten...), bitte noch mal lesen.

Danke für´s Akzeptieren!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind