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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Abend.Unsere H ndin ist 6 Jahre alt und an Epilepsie

Kundenfrage

Guten Abend.Unsere Hündin ist 6 Jahre alt und an Epilepsie erkrankt.Sie krampft ca.alle 3 Wochen mehrfach hintereinander.Wir haben sie kastrieren lassen um die hormonellen Schwankungen zu reduzieren.Nach 3 Krämpfen hintereinander ( Abstand zwischen den einzelnen Krämpfen beträgt ca 30-50 Minuten) ist sie völlig verwirrt, sehr unruhig. Heute Nacht hatte sie nach den Anfällen, Stuhlabgang im Wohnzimmer und den ganzen Tag ist sie inkontinent. Sie frisst sehr gierig und dabei läuft ihr der Urin die Beine runter.Was kommt auf uns zu und wie helfen wir ihr ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

bei einem großen Teil der Epileptiker weiß man die Ursache nicht und behandelt mit Luminal und wenn das alleine nicht reicht (wie bei Ihrem Hund) mit Bromid (siehe unten) Im Akutfall wird außerdem Diazepam gegeben.

 

Bei einem Teil gibt es aber auch organische Ursachen, insbesondere folgende Ursachen kommen für Krämpfe in Frage:

-schwere Stoffwechselstörungen, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich,

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würen bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)

-Hirnveränderungen (z.B. Hirntumor, Wasserkopf)

 

Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirnveränderungen sogar CT/MRT ) erforderlich. Blutuntersuchung und Herz/Kreislaufuntersuchung würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen (falls nicht schon gemacht).

 

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatish behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft runtersetzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an.

 

Als noch tolerabel gelten 4 leichte Anfälle pro Jahr. Wenn mit Phenobarbital mehr Anfälle im Jahr auftreten oder diese nicht mehr als "leicht" einzustufen sind, sollte man weitere Medikamente einsetzen. Wenn man mit Medikamenten angefangen hat, muß man sie in der Regel lebenslang geben.

Eine Dauer von 2 Minuten Anfall gilt als leicht, längere Anfälle oder mehrere hintereinander aber als gefährlich (kann Status epilepticus = Dauerkrampf draus werden).

 

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral.

Die genauen Dosierungen müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel bestimmt werden. Bitte lassen Sie die Spiegel Ihres Hundes untersuchen. Folgend Serumspiegel sollten erreicht werden:

Phenobarbital: 20-45 mikrogramm/ml

Kaliumbromid: 1-3 mg mg/ml

.

Wichtig im Anfall ist, Gegenstände an denen der Hund sich verletzen könnte, möglichst schnell zu entfernen.

 

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen oder Tropfen, bitte vom Tierarzt geben lassen oder Rezept austellen lassen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

 

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):

-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),

- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).

-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage?

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind