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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, wir sind eine Familie mit 3 Kindern (11, 7, 2 Jahre

Kundenfrage

Hallo,
wir sind eine Familie mit 3 Kindern (11, 7, 2 Jahre alt)
Die Kinder wünschen sich schon lange einen Hund. Wir hatten immer Bedenken, weil unser Jüngster erst 2 Jahre ist. Nun sind wir langsam so weit, dass wir uns nach einem Hund umsehen.
Wir suchen, schon wegen der Autogröße, einen kleinen Familienhund. Wir haben ein Einfamilienhaus und sind beide berufstätig. Der Hund wäre also in der Woche, bis auf die Ferien, von 7:15 Uhr bis 14:30 Uhr allein.
Welche Rasse können Sie uns empfehlen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Dr. med. vet. R. Manteuffel hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo und guten Abend,

in dem von Ihnen beschriebenen Fall würde ich von der Anschaffung eines Hundes auf jeden Fall aus folgenden Gründen ganz abraten:

1. Ein Hund, egal welcher Rasse braucht dringend eine zeitaufwendige Erziehung. Ohne diese wird weder der Hund noch Sie als Halter glücklich.

2. Ein Hund, egal welcher Rasse, der eine solch lange Zeit allein gelassen wird, kann unter Umständen sehr große Probleme verursachen.

Bitte unterschätzen Sie nicht die Arbeit und den Zeitaufwand, die die verantwortungsvolle Haltung eines Hundes erfordern!

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Dr. med. vet. R. Manteuffel am 27.01.2011 um 22:47 Uhr EST
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

eine Rasseempfehlung für einen Hund, der lange alleine bleibt gibt es nicht. Es sollte eher eine ruhigere Rasse sein (z.B. Bulldogge, Kleinpudel, Lhasa Apso; von den größeren Rassen Golden Retriever)

Sie sollten sich den Hund in einer Ferienperiode anschaffen, wenn gewährleistet ist, daß wenigstens für die ersten 6-8 Wochen immer jemand da ist; so lange dauert die Erziehung mit anschließendem Aleinbleib-Training wenigstens

 

Eine Trennung des Hundes vom Besitzer ist für einen Hund fast immer belastend. Trotzdem kann er lernen auf Ihr Wiederkommen zu vertrauen .

 

Diese Maßnahmen können dabei helfen:

 

1.Verhaltenstraining

 

-Der Liegeplatz Ihres Hundes soll zu seinem Lieblingsplatz und Ruhepol werden:

--Füttern Sie Ihren Hund nur oder überwiegend auf seinem Lieblingsplatz

-Starten Sie jedes Spiel und jeden Spaziergang nur von diesem Platz

-Spielen Sie überwiegend in dem Raum mit ihm, in dem sich der Lieblingsplatz befindet

-Wenn Sie ohne Hund außer Haus waren, gehen Sie ohne den Hund zu beachten zu seinem Lieblingsplatz, erst hier dürfen Sie Ihren Hund begrüßen und ausgiebig loben. (Wenn der Hund nicht auf dem Platz war, folgt er ihnen dort hin, Platz machen lassen, dann loben und streicheln)

- Beschäftigen Sie Ihren Hund in den Zeiten, in denen Sie da sind, möglichst viel (Spazieren, Spiele, Suchspiele ( einen Teil des täglichen Futters suchen lassen). Hilfreich sind insbesondere Suchspiele, da sie das Selbstbewußtsein des Hundes stärken und der Hund lernt, sich auf etas zu konzentrieren. Schwierigkeit allmählich steigern und bei Erfolg loben (der Futterbrocken an sich ist natürlich auch schon eine Belohnung). Während Ihrer Abwesenheit können Sie Ihrem Hund einen Futterwürfel (Buster-cube) mit Trockenfutter füllen (dient der Abwechslung, Würfel gibt Futter nur ab, wenn er bewegt wird.)

 

-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)

1. Komm-Training: Name rufen und Futterbrocken zeigen, sobald Hund aufmerksam ist: Komm rufen, wenn Hund kommt, sofort (innerhalb von höchstens 1 Sekunde) Belohnung geben

2. Sitz Training: Futterbrocken vor die Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futterbrocken langsam nach oben-hinten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft aufs Hinterteil des Hundes drücken, dabei "Sitz!" sagen, sobald Hund sich gesetzt hat: Innerhalb von 1 Sekunde Belohnung geben und loben

3. Platz-Training: aus der Sitzposition heraus, Futterbrocken vor Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futter langsam nach vorn-unten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft auf Rücken drücken, dabei "Platz" sagen. sobald Hund in Platz-Position: sofort (1Sekunde!) Belohnung geben

4.Bleib-Training: aus Platz- oder Sitz-Position heraus: "Bleib" sagen, 1 Schritt weggehen, sofort wieder zum Hund gehen und Belohnung geben (sollte Hund doch aufgestanden sein: ignorieren, neuer Versuch und noch schneller zum Hund zurückkehren), allmählich die Abstände vergrößern, später dann 2, 3, 5... Minuten , noch später verläßt der Mensch auch mal kurz das Zimmer, auch diese Zeiten allmählich vergrößern, wichtig: am Ende gibt´s immer eine tolle Belohnung, wenn man ruhig auf seinem Platz ist (sonst natürlich nicht, siehe oben)

-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren (soweit möglich).

-Allgemein sollten alle Tätigkeiten von Ihnen begonnen und beendet werden (das Recht des Ranghöheren, einfach abwenden und den Hund ignorieren, das macht ein ranghöherer Hund auch so)

 

-Gut wäre natürlich generell viel loser Kontakt mit anderen Menschen, auch der Besuch einer Hundeschule und allgemein möglichst viel Kontakt mit anderen Hunden, mit denen Ihr Hund toben kann

 

 

-Es wäre gut wenn der Hund vormittags 1x eine Ansprache hätte (1. für die Psyche, Hunde sind gesellig, 2. bei Urineinhalten länger als 5-6 Stunden besteht langfristig die Gefahr einer Schwäche des Blasenschließmuskels). Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, daß jemand von der Familie oder ein Nachbar kommt und den Hund 1/2 Stunde ausführt. Es gibt auch Schüler und Rentner, die sowas gerne machen (Aushang in Schule oder Geschäft machen).

-Ideal wäre natürlich ein 2. Hund als Gesellschaft

 

2. Medikamente

Unterstützen könnte man geben:

- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich für 10 Tage und dann jedesmal, wenn Sie länger weggehen

-DAP-Verdampfer: wird in die Steckdose gesteckt und gibt -für Menschen unriechbar- Pheromone (Geruchsduftstoffe, die säugende Hündinnen am Gesäuge abgeben und die Ihre Welpen beruhigen) ab, gibt dem Hund Sicherheit und beruhigt ihn.

 

.Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 



Verändert von bergsonne am 30.01.2011 um 21:54 Uhr EST