So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...

Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hunde hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe seit dem 01.11.2010

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe seit dem 01.11.2010 einen Jack Russel Mischling, geb. Juli 2003. Er scheint mir körperlich sehr fit, auch der Tierarzt, bei dem ich die Eignungsprüfung ablegen musste (er ist 48 cm groß) hat nichts festegestellt. Lange Spaziergänge machen ihm absolut nichts aus. Was mir Sorge macht, ist das teilweise starke Zittern, welches sich manchmal nur auf die Vorderläufe beschränkt, mal nur hinten, mal der ganze Körper. Es ist nicht nur im Schlaf vorhanden, auch wenn er auf dem Sofa liegt. Dann auch teilweise gar nicht vorhanden.
Sollte dies tierärztlich abgeklärt werden?
Ich danke XXXXX XXXXX Ihre Mühe und Antwort.

Guten Rutsch und alles Gute für 2011 wünscht Bobby
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

Terrier haben manchmal eine nervliche Übererrregung, die zu Zittern führt. Solange Ihr Hund vom Allgemeinbefinden gut ist und das Zittern nicht in Krämpfe oder starke Zuckungen übergeht, brauchen Sie sich wahrscheinlich keine großen Sorgen machen.

Lassen Sie bitte sicherheitshalber trotzdem bei Gelegenheit eine Blutuntersuchung (alle wichtigen Organe sowie Blutbild) machen, das Herz abhören und die Reflexe Ihres Hundes prüfen (um neurologische Auffälligkeiten auszuschließen).

 

 

Falls das Zitern stärker würde und in Richtung Epilepsie gehen würde, kämen insbesondere folgende Ursachen kommen in Frage:

-schwere Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich,

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würen bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)

-Hirntumor

 

Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirntumor sogar CT/MRT ) erforderlich. Blutuntersuchung und Herz/Kreislaufuntersuchung würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen.

 

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatish behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft runtersetzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an.

 

Als noch tolerabel gelten 4 leichte Anfälle pro Jahr. Wenn mehr Anfääle im Jahr auftreten oder diese nicht mehr als "leicht" einzustufen sind, sollte man Medikamente einsetzen.

Eine Dauer von 2 Minuten Anfall gilt als leicht, längere Anfälle oder mehrere hintereinander aber als gefährlich (kann Status epilepticus = Dauerkrampf draus werden).

 

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral.

Die genauen Dosierungen (einschleichend beginnen) müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel eingestellt werden. Folgend Serumspiegel sollten erreicht werden:

Phenobarbital: 20-45 mikrogramm/ml

Kaliumbromid: 1-3 mg mg/ml

Dies geht natürlich nur in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt vor Ort. Bei einem Anfall braucht man aber noch kein Medikament zu geben.

 

Wichtig im Anfall ist, Gegenstände an denen der Hund sich verletzen könnte, möglichst schnell zu entfernen.

 

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

 

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):

-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),

- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).

-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Kind,

 

also epileptische Anfälle sind es sicher nicht. Bei den Zuckungen ist Bobby immer wach und ansprechbar und aufmerksam. Überhaupt nicht abwesend in irgend einer Art und Weise.Keine Krämpfe. Ich werde aber eine Blutuntersuchung machen lassen. Er ist auch nicht kurzatmig oä.

Ich gehe daher von ersterem aus und danke für die Antwort.

 

Jetzt liegt er ganz ruhig und schläft. Kein zittern.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

neben der Blutuntersuchung würde ich noch ein paar Reflexe prüfen, ob sie alle normal sind (oder evtl. auch zu stark)

 

Alles Gute & freundliche Grüße,

 

Udo Kind