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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Mein Tibet Terrier (7 Jahre) hat Diabetes, soll 18 Einh. Caninsulin

Kundenfrage

Mein Tibet Terrier (7 Jahre) hat Diabetes, soll 18 Einh. Caninsulin bei 300 Wert spritzen.(lt. TA)
Wirkt aber nicht so richtig, möchte selber messen, welche Gerät ist dafür am besten und preisünstigsten geeignet, ich kann es- bin aus der Pharma Branche-,
Glukometer oder? und wo nehme ich am besten Blut ab?
Würde mich über eine Antwort sehr freuen! [email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Hallo,

 

Normal wird mit einer Dosierung von etwa 0,5 I.E. pro kg Körpergewicht begonnen, eine individuelle spezifische Dosierungsempfehlung kann aber nur der behandelnde Tierarzt vor Ort geben. Bei Unklarheiten bitte Ihren Tierarzt vor Ort fragen.

 

Eine Blutzuckermessung durch den Besitzer ist sehr sinnvoll, das sehe ich so wie Sie. So werden stressfreie bzw. stressarme Werte gewonnen, außerdem läßt sich im Idealfall ein Tagesprofil eines normalen Tages erstellen. Darauf basieren dann die Empfehlungen für die Insulindosierung.

Die Blutabnahme aus dem Ohr ist normalerweise die schonendste. Mit einem Blutzuckermeßgerät für Menschen (z.B. Ascensia Contour - Blutzuckermessgerät, Bayer, preiswert, gibt´s in Apotheken oder Internet) könnten Sie (evtl. nach Einweisung durch TA) selbst bei Ihrem Hund messen .

 

Sollte dies nicht möglich sein, wäre es sinnvoll, den Zucker im Urin selbst zu messen: Urin mit Suppenkelle auffangen, Teststäbchen reinhalten und ablesen. Fertig.

Da ab einem Blutzucker von oberhalb etwa 160 - 180 mg/dl Zucker auch mit dem Urin ausgeschieden wird, wäre die Urinmessung ein erster Anhaltspunkt, wenn auch nicht so genau wie die Blutmessung.

Normal sind Blutzuckerwerte zwischen 70 und 120 mg/dl. Im Urin ist Zucker nur bei Blutzuckerwerten, die höher als 160 - 180 mg/dl liegen nachweisbar. Wenn Sie bei Ihrem Hund also keinen Zucker im Urin mehr nachweisen können, ist dies ein großer Erfolg der Insulingabe, denn dXXXXX XXXXXegt der Blutzucker unter 160 - 180mg/dl, also deutlich besser als bisher gemessen.

 

Das caninsulin wird in den meisten Fällen 1x täglich gespritzt. Es gibt aber einzelne Hunde, die 2x gespritzt werden müssen, da sie ansonsten nicht einstellbar sind. Dese Entscheidung besprechen Sie bitte noch einmal mit Ihrem Tierarzt vor Ort (vielleicht mit dem Hinweis der Aufregung von Mensch und Hund und der Schwierigkeiten bei der Injektion...). .

 

Von intervet (caninsulin-Hersteller) gibt es auch eine Broschüre für Hundebesitzer, in der alles recht gut beschrieben ist. Evtl. kann Ihr Tierarzt Ihnen eine Broschüre geben. Ob man den gleichen Text auch im Internet runterladen kann, weiß ich nicht, da ich immer die Broschüre mitgebe (bitte ggf. unter http://www.intervet.de/, Tierhalterbroschüre "Aktiv leben mit Diabetes mellitus" nachsehen)

 

Mehr als gewohnt würde ich nicht füttern. Falls Sie caninsulin verwenden wird das Futter meist auf 2 Mahlzeiten am Tag verteilt, da das caninsulin eine frühwirkende und eine spat am Nachmittag wirkende Komponente enthält (2. Fütterung etwa 8 Stunden Abstand von der Injektion und der 1. Fütterung).

Evtl. könnten Sie eine kleine Menge Futter auch vor der Injektion, die am Morgen stattfindet ,geben, um zu sehen, ob Ihr Hund Hunger hat. Wenn Sie nämlich Insulin gespritzt haben und der Hund frißt dann nichts, ist die Gefahr einer gefährlichen Unterzuckerung sehr hoch.

Allgemein sollten Sie immer Traubenzucker dabei haben, um es Ihrem Hund bei Symptomen eine Unterzuckers (z.B. torkelnder Gang ) geben zu können.

 

Falls der Hund Ihrer Freundin gestresst ist, könnten zum Stressabbau folgende Medikamente helfen:

- Zylkene (Intervet, Tierarzt) zunächst für 2 Monate geben, bei Bedarf länger

-das homöopathische Mittel Argentum nitricum D12 2x täglich geben

-Bachblüten-Rescue-Tropfen 3-4 x täglich sowie unmittelbar vor Eintritt eines erregenden Ereignisses (Insulininjektion, Blutabnahme)

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

PS: Ist Ihre Hündin kastriert? Falls nicht, wird dies evtl. zum Einstellen nötig sein.

 

 

 



Verändert von bergsonne am 29.12.2010 um 17:55 Uhr EST