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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Tierarzt
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrte damen und herren, meiner 13 j hrigen h ndin wurde

Kundenfrage

Sehr geehrte damen und herren,
meiner 13 jährigen hündin wurde vor 3 wochen ein walnussgroßes hämangiosarkom auf der rechten bauchseite über den rippen entfernt,letztes jahr hatte sie an der gleichen stelle einen kleineren welcher auch wie eine blutblase aussah,jedoch damals nicht untersucht wurde.vor etwa zwei jahren hatte sie einen bösartigen knoten im bauchraum,es sind auch schon beide gesäugeleisten auf grund vermehrter knotenbildung entfernt worden.vor zwei tagen ging es ihr ziemlich schlecht,atemprobleme bei anstrengung,leichte verwirrtheit und schwäche.wir haben daraufhin unseren ta aufgesucht und da ich beim streicheln auf der linken seite eine verhärtung feststellte wurde sie geröntgt und dabei wurde eine noch größere raumforderung im bauchraum gesehen,nun meine frage.macht es sinn sie nochmal operieren zu lassen oder würde ich sie damit nur quälen,in der lunge war beim röntgen nichts zu sehen.

mit freundlichen grüßen
barbara härter
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Hunde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

 

ich persönlich würde Hündin nicht nochmal operieren, denn

-sie hat bereits mehrere bösartige Tumore gehabt. Diese haben höchstwahrscheinlich gestreut mit der Folge, daß es im Bauchraum höchstwahrscheinlich neben der beim Röntgen festgestellten großen Veränderung auch noch viele kleinere Tumore gibt (oft in Milz, Lymphknoten, Milz), die man nicht alle operieren kann und die wahrscheinlich auch sehr bald problematischere Größen erreichen würden. Manchmal werden Hündinnen auch während der Operation euthanasiert (natürlich in Absprache mit den Besitzern), wenn im Bauchraum zahlreich solche kleinen Metastasen gefunden werden

-das Allgemeinbefinden Ihrer Hündin ist schlecht; damit ist das Narkoserisiko natürlich deutlich höher als bei einem gesunden Hund

-für den Hund bedeuten OP-Voruntersuchungen (Blutabnahme, evtl. Herzultraschall...), die Narkose sowie die die OP-Nachbehandlungen einen gewissen Stress und diesen würde ich Ihrer Hündin ersparen

 

Solange Ihre Hündin nicht leidet, sollten Sie Ihr noch eine schöne Zeit bereiten.

 

Sie leidet (und sollte dann evtl.euthanasiert werden), wenn sie mehrere der folgenden Symptome zeigt (oder eines sehr stark):

-Atemnot , auch bei geringer Anstrengung

-Apathie, Hündin zieht sich nur zurück, will nicht mehr gestreichelt werden, kXXXXX XXXXXm mehr laufen

-Schmerzen: äußern sich in zusammengekauerter Haltung, eingeklemmtem Schwanz, evtl. Winseln, oft schmatzende Kaubewegungen, manchmal Ruhelosigkeit trotz Schwäche, Hecheln

- Appetitlosigkeit

 

Wenn Ihre Hündin noch gerne rausgeht (zu Mindest ein paar Schritte), Kontakt zu Ihnen sucht und noch acceptabel frisst, besteht natürlich kein Anlass, sie zu erlösen, auch wenn es sich um eine ernste Diagnose handelt.

 

Unterstützend könnten Sie Folgendes für Ihre Hündin tun:

-evtl. Karsivan (intervet, gibt´s beim Tierarzt): fördert die (Hirn-)Durchblutung, möglicherweise könnte man mit Karsivan die Verwirrtheit etwas reduzieren

-Futter erwärmen (riecht besser, wird noch lieber gefressen)

-Vitamin-B-haltiges Präparat ( z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, Tierarzt)

-Arsenicum album D12 2xtäglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (direkt ins Maul oder mit ettwas Wasser mit einer Spritze geben)

 

Falls diese Maßnahmen nicht helfen, könnte man eine kurzfristige Besserung (der Verwirrtheit, evtl. auch Reduzierung der Tumorwachstumsgeschwindigkeit) und außerdem eine Durst- und Appetitsteigerung (da gibt´zur Zeit bei Ihrer Hündin aber noch keine Probleme?)durch die Gabe von Cortison versuchen (Injektion oder Tabletten). Damit lassen sich manchmal noch ein paar schöne Tage/Wochen erreichen. Ob man dies noch versuchen will oder nicht, ist immer eine subjektive Entscheidung.

 

Vielleicht ist es auch ein kleiner Trost, daß Ihre Hündin je nach Größe immerhin schon 72 "Menschen-Jahre" (falls sie weniger als 15 kg wiegt) bzw, 90 Menschen-Jahre (Gewicht 15kg bis 45 kg) alt ist. Bei über 45kg wäre sie sogar weit über 100 Menschenjahre...

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

 

 

 

 

 



Verändert von bergsonne am 18.11.2010 um 07:36 Uhr EST