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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Großtiere
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo habe eine fast 12 j hrige bernersen mix.Seid l ngere

Kundenfrage

Hallo habe eine fast 12 jährige bernersen mix.Seid längere zeit läuft sie hinten über kreuz,kann sehr schlecht aufstehen und macht dabei einen Katzenbuckel.Es gibt auch sitiationen da kippt sie hinten so weg. Röntgen hat nichts ergeben,schmerzmittel halten auch nur kurze zeit an.Es wäre schön wenn sie mir weiter helfen könnten. Gruß Fr. Wrede
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Großtiere
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

die Ausfälle und Schmerzen könnten u.a. folgende Ursachen haben:

 

1. (partieller) Bandscheibenvorfall v.a. im hinteren Lendenwirbelbereich , Zur Diagnose bitte baldmöglichst eine Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel der Wirbelsäule machen lassen, manche Veränderungen sind mit normalem Röntgen nicht sichtbar

"

 

2. Thrombembolien führen zu einem sog. Rückenmarksinfarkt

Ausfall hängt ab vom Ausmaß des von der ungenügenden Blutversorgung betroffenen Nervengewebes ab.

 

3.Stoffwechselstörung : bitte Geriatrieprofil machen lassen (Blutuntersuchung, die alle Organe sowie Blutbild erfasst, evtl. auch Urinuntersuchung). War der Durst in letzter Zeit verändert?

-Veränderungen im Hirnbereich (v.a. raumfordernde Prozesse, kleinere Hirnblutungen, die wieder resorbiert werden), selten

-Reizleitungsstörungen durch Nervenstoffwechselstörung

 

4.Auch ein Herzkreislaufproblem wäre evtl. möglich (Schleimhautfarbe rosa oder blaß-bläulich?)

 

5. Schlaganfall -Hirndurchblutungsstörung

 

War/ist die Temperatur normal (d.h. rektal 37,5° - 38,8°) oder lag /liegt Untertemperatur/Fieber vor?, war/ist die Schleimhautfarbe verändert? Die rektal gemessene Temperatur sollte zwischen 37,5° und 39° liegen, bei Untertemperatur wäre eine Infusion nötig.

 

Bitte stellen Sie den Hund baldmöglichst noch mal einem Tierarzt vor. Zur Diagnose sind Reflexprüfungen und nochmalige Röntgenaufnahme (mit Kontrastmittel) erforderlich. Falls man dabei nichts findet: Herz- und Blutuntersuchung.

 

Ob ein Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen (manche Veränderungen sind nur mit Kontrastmittel sichtbar) entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte noch einmal einem Tierarzt vor. In manchen Fällen muß auch operiert werden.

 

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere (welche haben Sie denn schon probiert?):

- Carprofen (z.B. Rimadyl)

- Meloxicam (z.B: Metacam)

- Firocoxib (z.B. Previcox)

Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.

Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.

Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

Bei akuten Bandscheibenvorfällen müssen zum Abschwellen im Anfangsstadium manchmal auch Cortisone gegeben werden, dies kann nur der Tierarzt vor Ort entscheiden; ebenso auch ob operative Verfahren oder andere Medikamente angezeigt sind

Möglicherweise ist kurzfristige Gabe von Cortison (wirkt abschwellend, nimmt Druck von Nervengewebe) und später das hirndurchblutungsfördernde Karsivan (intervet) hilfreich.

 

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):

-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)

-Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Außerdem Hypericum D4 3x täglich

-Vitamin B weitergeben(z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, Tierarzt)

- Bachblüten-Rescue-Tropfen 4 Tropfen auf die Zunge (wirken angstreduzierend) sowie

 

In Absprache mit Ihrem Tierarzt wäre auch eine Krankengymnastik/Physiotherapie sinnvoll.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind