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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Großtiere
Zufriedene Kunden: 16580
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Corina Morasch ist jetzt online.

Hallo, wei mir nicht mehr zu helfen. Meine Stute ist 14 Jahre

Kundenfrage

Hallo,
weiß mir nicht mehr zu helfen. Meine Stute ist 14 Jahre alt und hatte vor ca. 4 Jahren einen extrem heftigen Hufreheschub, bei dem sie dem Tod noch knapp von der Schippe sprang. Über Sommer hat sie trotz Graskoppel so gut wie keine Probleme, wenn sie regelmäßig geritten wird. Ein Bekannter meinte, dass sie eine Feiertagsrehe hat, d. h. zu gutes Futter zu wenig Bewegung.
Dafür spricht auch, dass sie jedes Mal im Winter ab Dezember einen leichten Reheschub bekommt, da Sie meistens ab Oktober/November nicht mehr geritten wird und nur noch im Offenstall mit Paddock (ca. 25 x 30 m) zusammen mit einem weiteren Pferd steht und nur mit gutem Heu, Stroh, Salzleckstein und einer Handvoll Pellets ohne Hafer gefüttert wird. Normalerweise hilft dann sofort eine 8 tägige Kur mit Ginkgo Bilabo, ASS rathiofarm. In diesem Jahr schlug diese nicht an. Der TA war da und gab ihr eine Spritze. Keine Reaktion. Normalerweise geht es ihr nach der Spritze schlechter bevor es besser wird. Aber in diesem Jahr kam überhaupt keine Reaktion. Nachdem der TA über einen Zeitraum von ca. 8 Wochen sie insgesamt 3 x gespritzt hatte auch mit Penecilin, sagte er es läge am Auslauf (Lehm-/Matschauslauf), indem sie übrigens schon ihr ganzes Leben lang steht. Es sei eine therapietesistende Rehe, man könne nichts mehr machen. Hinzu kommt noch, dass mein Hufschmied die Hufe der Stute falsch ausgeschnitten hatte, Trachten und Zehen waren viel zu lang. Ich habe mir einen anderen Hufschmied gesucht, der die Hufe richtig ausgeschnitten und vor 8 Tagen einen Rehebeschlag auf Anraten eines weiteren hinzugezogenen TAs gemacht hat. Der Stute ging es dann auch besser, die Lahnheit ging zurück aber die Entzündung blieb. (Erkennbar durch Schwellung über Fesselkopf mit Pulsation). Der neue TA hat Blutprobe entnommen und in Labor geschickt. Es konnte nichts gefunden werden außer unspezifischen Entzündungswerten. Organe seien völlig in Ordnung. Auf Anraten habe ich wieder mit der Gabe von ASS Rathiopharm, Ginkgo u. grünlippmuschel, zusätzlich erhält die Stute seit ca. 6 Wochen ca. 40 g Ingwer am Tag und seit 8 Tagen Teufelskralle. seit gestern ist die Lahmheit und die Schwellung wieder schlimmer. Heute konnte man noch nicht mal den einen Vorderhuf richtig aufheben, da sie sonst gestürzt wäre. Mein neuer TA hat auf meinen Anruf hin erklärt, er käme in den Tagen mal vorbei und würde eine weitere blutprobe nehmen, man könne sonst jetzt doch nichts machen.
ich weiß, dass man keine ferndiagnose stellen kann aber kennen sie einen ähnlichen Fall?
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Mfg. Weber
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Großtiere
Experte:  know-it-vet hat geantwortet vor 6 Jahren.

Lieber Besitzer,

mein eigenes Pferd hatte ähnliche Probleme.

Dazu einige Anmerkungen:

sie müssen irgendwann (ziemlich jetzt) " mal Butter bei die Fische tun" und eine vollständige Unteruschung machen lassen. Nicht mehr Stückwerk.

Einen Teil können sie selbst, einen Teil müssen sie delegeiren.

 

Es ist möglich, dass ihr Pferd keine klassische Rehe hat, sondern sich beim gefrorenen Boden die Hufsohle abgelaufen hat.

 

a) Besorgen sie sich eine Hufzange.

Machen sie eine Zangenprobe der Hufsohle - erstmal bei möglichst 2-3 gesunden Pferden und dann bei Ihrem Pferd. Versuchen sie rauszufinden wo sie überall empfindlich reagiert.

Hufwand und Hufsohle müssen getrennt untersucht werden.

 

b) lassen sie unbedingt eine Röntgenaufnahme der Hufe seitlich machen. Blöd ist jetzt, dass das Pferd aktuell beschlagen ist. Lassen sie sich diesbezüglich vom Tierarzt beraten. Event. müssen sie halt mal wohin fahren ....

Man kann erkennen ob das Hufbein sich dreht udn wie dick die Sohle ist.

Ich würde die Eisen belassen und auf alle Fälle eine Aufnahme machen lassen. Falls was vom Eisen überlagert wird, kann man die Aufnahme später wiederholen und eine Drehung des Hufbeines wird wohl sichtbar sein..

 

c) Im winter wird extrem wenig Horn gebildet. Meiner hat sich die Hufsohle Ende Januar abgelaufen und bis heute so gut wie kein Horn gebildet, trotz allen möglichen Zusätzen. Sie müssen also wohl noch erheblich mehr Geduld an den Tag legen. Auch mein Pferd hat auf vermehrte Belastung (geringfügigst) mit Schwellung und Pulsation reagiert.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass dies bei Ihenn das selbe ist.

 

Hilfreich sind Zusatze mit Biotin.

Falls das Horn insgesamt weich ist, wäre Keralit zumEinpinseln günstig.

Weiche Einstreu ! GEgebenenfalls muss das Pferd halt mal für 6 Wochen in eine sehr weich eingestreute Box. So lange bis das Schlimmste vorbei ist. Aber um das zu beantworten brauchen sie halt mal eine exakte Diagnose.

 

 

 

Ich hoffe ich konnte helfen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Antwort akzeptieren würden.

Liebe Grüsse und Gute Besserung

Dr. G. Bauer

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

Hufe wurden bereits mit Hufzange untersucht. Hufsohle ist in Ordnung. Die Stute hat sehr feste und schnellwachsende Hufe. Geröngt wurde die Stute vor ca. 4 Jahren. Ergebnis Hufbeinabsenkung.

Leider konnten Sie mir nicht weiterhelfen, aber vielen Dank für die schnelle Antwort.

mfg weber

Experte:  know-it-vet hat geantwortet vor 6 Jahren.

Antwort ist ja auch noch nicht fertig.

 

Wenn es schon eine Hufbeinabsenkung gibt, hätte der orthopädische Beschlag längst gemacht werden müssen.

Ich würde es dennoch für relevant halten, wenn sie eine Röntgenkontrolle machen lassen würden. Immerhin gab es mittlerweile 4 weitere Schübe.

 

Vielleicht sollten sie das mit der Hufzange doch auch nochmal selber mache. Ich kam zu ganz anderen Ergebnissen als eine Kolleign, die vor mir an meinem Pferd war. Ich konnte bei Eigenuntersuchung definitiv schmerzhafte Felder genau begrenzen, wo die Kollegin sagte, alles wäre normal.

 

Ich werde nochmal eine Kollegin bitten. Vielleicht hat sie noch eine Lösung zur Linderung des Problems. Sie wird sich sicher bis morgen bei Ihnen melden.

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 6 Jahren.

´Hallo,

 

mir sind solche Schübe durchaus bekannt. ich bin ebenfalld der

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo,

 

ich kenne solche heftigen reheschübe durchaus,zu dem bin ich ebenfalls der Meinung,daß es bei ihrer Stute vom Nichtreiten kommt und würde ihnen daher raten,die Stute den Winter durchzureiten,auch wenn sie sie dafür in einen Reitstall mi Halle etc stellen müßen.Im Moment würde ich ihnen raten ihr hochdosiert entzündungshemmende Medikamente,am Besten Finadyne über ca 10 Tage zu geben.Ferner kühlende Hufverbände zu machen,welche 3-4 xtgl angegoßen werden.Ihr Pferd dick einzustreuen,Futter auf nur altes Heu(Schnitt vom letzten Jahr)reduziert in kleinen Potionen 3-4 xtgl zu geben,kein Stroh und kein Kraftfutter.Die Zusätze wie Ingwer, Teufelskralle etc können sie ihr gerne weiterfüttern,werden aber leider bei einem akuten Reheschub nichts bewirken.Es wäre eventuell sinnvoll auch einen Aderlaß machen zu lassen,auch wenn es hierzu geteilte Meinungen darüber ob ein solcher sinnvol ist oder nicht gibt,habe ich damit recht guter Erfahrungen gemacht.Zudem wäre eventuell die Gabe von Heparin sinnvoll,wobei man mit veiner hohen Dosis beginnt und diese dann langsam reduziert.

Wichtig ist vor allem die Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten und das kühlen,eventuell kann man ihr zur Entlastung des Hufbeines auch wenn sie die Hufe wieder geben kannKeile darunter machen,.Ich würde auf alle Fälle zu einer Röntgenuntersuchung raten,da man damit die Hufbeinsenkung-und Rotation genau beurtelen kann .Sollte der akute Schub dann vorbei sein,würde ich ihnen zu einem Rehebeschlag raten und diesen auch immer darauf lassen.IHr Pferd csollte im Moment auch nur in der Box verbleiben,da sonst die Gefahr eines Hufbeindurchbruches besteht,je nach Grad der Hufbeinsenkung.

 

BESte grüße und alles Gute

 

Corina Morasch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen. Wenn noch Fragen sind, können Sie sich gerne noch mal melden. Über ein Akzeptieren der Antwort würde ich mich sehr freuen. Prinzip von justAnswer ist, die Bemühungen der Experten durch anklicken von „Akzeptieren“ zu honorieren, wenn die Antwort zufriedenstellend war. Vielen Dank XXXXX XXXXX

 

Beste Grüße,

Corina Morasch

Tierärztin

Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Großtiere
Zufriedene Kunden: 16580
Erfahrung: Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
Corina Morasch und weitere Experten für Großtiere sind bereit, Ihnen zu helfen.