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ra-schulte, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 344
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Ich habe eine Ladung zum Strafanrtit bekommen. Und wollte

Kundenfrage

Ich habe eine Ladung zum Strafanrtit bekommen. Und wollte strafaufschub bei der Staatsanwaltschaft beantragen. Das habe ich getan und diese wurde abgelehnt. Kann ich jetzt dagegen vor gehen? Bringt mir das Zeit ?
Ich habe eine Tochter aber nicht bei mir. Ein Hund und meine Wohnung ist auch nichtgekündigt weil ich eine Frist von 3 Monate habe. Bitte helfen Sie mir
Gepostet: vor 22 Tagen.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 22 Tagen.

Einen schönen guten Tag,

mein Name ist Rechtsanwalt Schulte. Bitte geben Sie mir einen Moment, damit ich Ihre Frage beantworten kann. Ich komme gleich auf die Angelegenheit zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

Experte:  ra-schulte hat geantwortet vor 22 Tagen.

Einen Strafauschub können Sie für maximal 4 Monate nach dem § 456 StPO bei der zuständigen Staatsanwaltschaft (StA) beantragen. Voraussetzung ist, dass durch die sofortige Vollstreckung dem Verurteilten oder seiner Familie erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile entstehen. Hierzu gehören z.B. Folgen persönlicher, wirtschaftlicher oder ideeller Art, die über das gewöhnliche Strafübel hinausgehen und durch den Aufschub vermeidbar wären, also insbesondere schwere Erkrankung des Ehepartners bei unversorgten Kindern, bevorstehender Ausbildungsabschluss oder zwingende Anwesenheit eines Selbständigen in seinem Betrieb.

Der Antrag nach § 456 StPO sollte möglichst schnell gestellt werden, da er keine aufschiebende Wirkung besitzt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass trotz des Antrages die Vollstreckbarkeit der Freiheitsstrafe gegeben ist. Solange also über den Antrag nicht entschieden ist, muss die verurteilte Haftstrafe wie in der Ladung zum Strafantritt angegeben, angetreten werden. Sollten Sie dem nicht nachkommen, wird der Strafantritt zwangsweise durchgesetzt.

In Ihrem Fall hat die StA bereits Ihren Antrag auf Strafaufschub abgelehnt. Gegen diese ablehnende Entscheidung der Strafvollstreckungsbehörde über Ihren Antrag können Sie das zuständige Gericht anrufen, d.h. dort Einwendungen nach § 458 Abs. 2 und 3 StPO geltend machen, so dass das Gericht Ihnen durch eine Entscheidung doch noch einen Strafaufschub gewährt. Sollte auch das Gericht Ihren Antrag ablehnen, steht Ihnen gegen diese gerichtliche Entscheidung dann das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde zu.

Ihre Einwendungen und eine sofortige Beschwerde (jeweils mit entsprechenden Begründungen) sollten Sie gegenüber möglichst schnell und schriftlich beim zuständigen Gericht einreichen.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine Bewertung von 3-5 Sternen würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte

Rechtsanwalt

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