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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 17009
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

kann mich ausen knast raus hollen

Kundenfrage

kann mich ausen knast raus hollen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Was ist Ihr Problem, wie lautet die rechtliche Frage?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich muss morgen in knast und ich möchte nicht weil ich mich um meine tochter kümmern möchte und arbeiten will
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Warum müssen Sie die Freiheitsstrafe antreten und wie lange?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
sach beschätiung und das muss ich für zwei jahre und 6 monate
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was haben Sie denn gemacht, dass wegen einer Sachbeschädigung eine solche Strafe droht? Gab es Vorstrafen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ja vorstrafen giept es und auto auf brüche

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke.

Haben Sie im Vorfeld Strafaufschub beantragt?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
nein
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das hätte man aber machen sollen.

Dann müssen Sie Morgen Früh noch schnell zur Staatsanwaltschaft gehen und Haftaufschub beantragen.

Die Gründe für einen Strafaufschub ergeben sich nämlich aus den §§ 455 - 456 StPO .

Hier könnte mit § 456 Abs. 1 StPO argumentiert werden, der einen Aufschub von bis zu 4 Monaten möglich macht.

Nach dieser Vorschrift kann auf Antrag des Verurteilten die Vollstreckung aufgeschoben werden, sofern durch die sofortige Vollstreckung dem Verurteilten oder seiner Familie erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile erwachsen.

Hier müsste argumentiert werden, dass Ihnen und insbesondere Ihrer Familie erhebliche Nachteile erwachsen. Dieses ließe sich nach Ihrer Schilderung durchaus gut argumentieren.

Dieses müsste bei der entsprechenden Behörde, die den Haftantritt angeordnet hat, schriftlich eingereicht werden. Zusätzlich muss auch eine Begründung erfolgen. Hierbei sollten sie dann die von Ihnen genannten Punkte aufführen. Hiermit lässt sich durchaus wie bereits gesagt argumentieren. Eine gewisse Erfolgchance ist hier durchaus gegeben. Hier kommt es auch insbesondere darauf an, wie gut argumentiert wird.

Erfahrungsgemäß wäre es ratsam zur besseren Aufarbeitung der Argumentation, dass Sie hiermit (also mit der Antragstellung auf eine Haftaufschiebung) letztendlich einen Fachanwalt für Strafrecht vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

§ 455 StPO
(1) Die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe ist aufzuschieben, wenn der Verurteilte in Geisteskrankheit verfällt.
(2) Dasselbe gilt bei anderen Krankheiten, wenn von der Vollstreckung eine nahe Lebensgefahr für den Verurteilten zu besorgen ist.
(3) Die Strafvollstreckung kann auch dann aufgeschoben werden, wenn sich der Verurteilte in einem körperlichen Zustand befindet, bei dem eine sofortige Vollstreckung mit der Einrichtung der Strafanstalt unverträglich ist.
(4) Die Vollstreckungsbehörde kann die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe unterbrechen, wenn

1.
der Verurteilte in Geisteskrankheit verfällt,

2.
wegen einer Krankheit von der Vollstreckung eine nahe Lebensgefahr für den Verurteilten zu besorgen ist oder

3.
der Verurteilte sonst schwer erkrankt und die Krankheit in einer Vollzugsanstalt oder einem Anstaltskrankenhaus nicht erkannt oder behandelt werden kann
und zu erwarten ist, daß die Krankheit voraussichtlich für eine erhebliche Zeit fortbestehen wird. Die Vollstreckung darf nicht unterbrochen werden, wenn überwiegende Gründe, namentlich der öffentlichen Sicherheit, entgegenstehen.


§ 455a StPO
(1) Die Vollstreckungsbehörde kann die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe oder einer freiheitsentziehenden Maßregel der Besserung und Sicherung aufschieben oder ohne Einwilligung des Gefangenen unterbrechen, wenn dies aus Gründen der Vollzugsorganisation erforderlich ist und überwiegende Gründe der öffentlichen Sicherheit nicht entgegenstehen.
(2) Kann die Entscheidung der Vollstreckungsbehörde nicht rechtzeitig eingeholt werden, so kann der Anstaltsleiter die Vollstreckung unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 ohne Einwilligung des Gefangenen vorläufig unterbrechen.
§ 456 StPO
(1) Auf Antrag des Verurteilten kann die Vollstreckung aufgeschoben werden, sofern durch die sofortige Vollstreckung dem Verurteilten oder seiner Familie erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile erwachsen.
(2) Der Strafaufschub darf den Zeitraum von vier Monaten nicht übersteigen.
(3) Die Bewilligung kann an eine Sicherheitsleistung oder andere Bedingungen geknüpft werden.

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