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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 26341
Erfahrung:  jahrelange Tätigigkeit als Strafverteidiger
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich hab am Freitag einen Vorladung der Polizei wegen

Kundenfrage

Hallo,

ich hab am Freitag einen Vorladung der Polizei wegen Unterschlagung des Wohnungsschlüssels meiner Oma erhalten.
Ich war bis 23. Mai letzten Jahres in Besitz dieses Schlüssels. An diesem Tag ist dann meine Tochter geboren und ich habe den Schlüssel meiner Schwester gegeben, damit sie die Wohnung putzen konnte. Im Dezember letzten Jahres wurde ich anwaltlich aufgefordert, den Schlüssel meiner Oma zurückzugeben. Meine Schwester hat daraufhin den Schlüssel in der Kanzlei hinterlegt, wo ihn unsere Vater abgeholt hat. Anfang des Jahres stand der Brief auch noch in ihrem Schrank, bis er verschwunden war. Nun hat mich mein Onkel deswegen angezeigt, weil mein Vater, der diesen Schlüssel abgeholt und und selbst in Besitz eines Schlüssels war behauptet, dass ich den Schlüssel hätte.
Was soll ich nun tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Eine Unterschlagung nach § 246 StGB setzt voraus, dass Sie sich den Schlüssel der Oma rechtswidrig zugeeignet haben. Dies setzt einmal voraus, dass Sie den Schlüssel haben und Ihnen die Schlüssel von der Oma übereignet wurden.

Nach Ihrer Schilderung fehlt es an beiden Merkmalen.

Was sollten Sie nun unternehmen:

Als Beschuldigter müssen Sie nicht zur Sache aussagen. Gewöhnlich sollte eine Aussage erst dann erfolgen, wenn Sie Einsicht in die Strafakte erhalten haben. Diese Akteneinsicht kann nur ein Rechtsanwalt beantragen. Sie sollten sich dabei vor allem die Aussage Ihrers Vaters ansehen, vor allem dahingehend, wann Sie die Schlüssel erhalten haben wollen. Erst wenn Sie diese Aussage kennen, können Sie eine ordnungsgemäße Aussage treffen. Möglicherweise haben Sie zum Zeitpunkt der angeblichen Schlüsselübergabe durch Ihren Vater ein Alibi.

Sie sollten sich nach Akteneinsicht nur schriftlich zur Sache einlassen und dabei auch möglichst genau schildern, was Sie am Tag der angeblichen Schlüsselübergabe getan haben (Glaubwürdigkeitsfrage).



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
So wie ich das verstanden habe, hat mein Vater i einem Gespräch mit meinem Onkel behauptet, dass ich den Schlüssel hätte.. Mein Vater ist offiziell nicht mehr in Besitz der Wohnungsschlüssel. Aber dem traue ich zu, dass er diesen Schlüssel hat. (Der Schlüssel für die Feuerwehr wurde ihm entzogen, denoch hat er sich irgendwie einen Schlüssen nachmachen lassen, obwohl dies ein Schließsystem ist.) in der Vorladung stand auch ein Zeitraum vom 01.04.2012-26.04.2012. A ersten April kann schonmal gar nicht hinhauen, da ich an diesem Tag mit meiner Tochter im Krankenhaus gelegen habe.
Der termin für die Vorladung wurde für Mittwoch anberaumt. Meine Schwester kommt da mit, da sie bezeugen kann, dass ich ihr den Schlüssel ausgehändigt habe.
Kann ich irgendwie gegen unseren Vater vorgehen, der ja diese vollkommen unsinnige Behauptung aufgestellt hat.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Natürlich können Sie gegen den Vater vorgehen:

1. Zivilrechtlich: nach § 1004 BGB analog haben Sie einen Anspruch gegen den Vater auf Unterlassung derartige Behauptungen aufzustellen. Diesen Anspruch könenn Sie mit Hilfe des Zivilgerichts durchsetzen. Es kann dann, sollte der Vater erneut derartiges behaupten Zwangsgeld beziehungsweise Zwangshaft verhängt werden.

2. Strafrechtlich: Wenn Ihr Vater gegenüber Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht behauptet, dass Sie im Besitz der Schlüssel sind, obwohl er die Unwahrheit dieser Aussage kennt, so macht er sich selbst wegen einer Falschaussage unter Umständen sogar wegen des Vortäuschens einer Straftat strafbar. Insoweit können Sie selbst Strafanzeige gegen den Vater erstatten.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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