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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
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Hallo, meine Frage wäre Am 20.08.2010 bin ich zum Bahnhof

Kundenfrage

Hallo,

meine Frage wäre
Am 20.08.2010 bin ich zum Bahnhof gefahren mit meiner Mutter um mir Zugauskünfte zu holen, nachdem ich aus der Ausgang raus bin, hat mich ein Jugendlicher beleidigt als Hurensohn und er hatte 3 freunde nebensich, danach kam es zu einem kurzem disskusion und ich habe ihn eine aufs rechte ohr gehauen, danach stand er wieder auf und hat sich Entschuldigt, danach bin ich wieder weggefahren.
Am 01.2012 bekam ich eine vorladung, ich habe genau dasselbe Aussgesagt was mir passiert ist, doch er also der Anzeigenerstatter hat es nicht zugegeben das er mich beleidigt hat und die Zeugen haben folgendes ausgesagt:
1.Zeuge: Er wisse nicht genau ob er mich beleidigt hätte aber es könne durchaus möglich sein.
2.Zeuge: Ist sich sehr sicher das er mich nicht beleidigt hat
3.Zeuge: Er meint, er hätte mich nach der Faustschlag beleidigt

Ich bin nicht vorbestraft oder Ähnliches, er auch.
Die Staatsanwaltschaft sagt:
Die Staatsanwaltschaft hält aufgrund der besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgun ein Einschreiten von Amts für geboten.

Nun meine fragen:
-Ich bin 18, kann es sein das ich in die Arrest muss?
-Muss ich mit einer Geldstrafe oder Sozialstunden rechnen

LG
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Wenn man sie beleidigt hätte, würde dieses eine Straftat gem. § 185 StGB darstellen.

 

Die Beleidigung war aber bereits beendet, so dass sie sich nach ihrer Schilderung auch leider unter keinen Umständen auf Notwehr oder eine ähnliche Rechtfertigung berufen können.

 

Offenbar liegt hier eine Körperverletzung vor. Diese ist zwar strafbar gemäß § 223 StGB,jedoch hat das Opfer nach ihrer Schilderung keine Folgeschäden.

 

Es handelt sich also um einen sehr leichten Fall einer (wenn auch strafbaren) Körperverletzung.

 

Ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung kann ich nicht erkennen, so dass die Körperverletzung eigentlich nur dann verfolgt werden dürfte strafrechtlich, wenn ein Strafantrag vorliegt.

 

Ein besonderes öffentliches Interesse liegt nämlich grundsätzlich nur dann vor, wenn der Rechtsfrieden über den Kreis des Opfers hinaus gestört ist oder wenn ein besonders schwerer Schaden vorliegt.

 

Dieses ist nicht der Fall.

 

Nach ihrer Schilderung hat das Opfer aber Strafanzeige erstattet, was normalerweise den erforderlichen Strafantrag für eine Körperverletzung mit beinhaltet. Auf das öffentliche Interesse kommt es somit grundsätzlich also gar nicht an.

 

Selbst wenn sie eine Beleidigung zur Überzeugung des Gerichts anhand der Zeugenaussagen nachweisen könnten, würde dieses im Ergebnis leider einer Strafverfolgung nicht entgegenstehen, sondern sich unter Umständen lediglich strafmildernd auswirken.

 

Sie hatten auch noch nach der konkreten Strafe gefragt.

 

Einen Arrest haben sie definitiv nicht zu erwarten auch keine Geldstrafe.

 

Nach ihrer Schilderung wird nämlich voraussichtlich Jugendstrafrecht anwendbar sein.

 

Da sie nicht vorbestraft sind ist die Chancen sehr hoch, dass das Verfahren (gegebenenfalls gegen Auflage) gem. § 45 JGG eingestellt wird.

 

Im schlimmsten Fall hätten sie mit einer erzieherischen Weisung und gegebenenfalls einigen Arbeitsstunden zu rechnen.

 

Sofern das Verfahren aber nicht eingestellt wird und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, sollte spätestens dann eine Verfahrenseinstellung beantragt werden.

 

Spätestens inn diesem Fall sollten Sie einen Strafverteidiger vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

 

Zusammengefasst kann ich Sie aber insoweit beruhigen, dass sie keinen Anlass zu erwarten haben und auch keine Geldstrafe und auch die Verfahrenseinstellung ziemlich wahrscheinlich ist.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt








Advopro und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bedanke XXXXX XXXXX denen aber ganz hinten auf der Seite 5 steht:
Beweismittel/Urkunden:
Auszug aus dem Bundeszentralregister
ärzt. Bericht
Lichtbildtafel

Also damit wäre doch eine Strafanzeige möglich?

LG
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank.

Eine Beleidigung können Sie hiermit nicht beweisen.

Es kommt massgeblich darauf an, ob die Zeugen aussagen, dass Sie die Person geschlagen haben.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt