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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 16447
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Strafverteidigung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Strafrecht hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, es geht um folgendes. Ich bin im Jahr 2009 wegen 14fachen

Kundenfrage

Hallo,
es geht um folgendes.
Ich bin im Jahr 2009 wegen 14fachen Gewerbsmäßigen Betruges zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten auf Bewährungzeit 3 Jahre verurteilt worden.
Weil Geldnot bestand Hartz4 mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern, und meine Kinder darunter litten,(gehänselt,verachtet,andauernd von zu Hause weggelaufen) habe ich auf den Namen von meiner Frau Ware bestellt die wir nicht zahlen konnten schaden ca.2500,00€, die auch geliefert worden sind.Ich habe die dann über ebay verkauft damit geld reinkommt. Für Lebensmittel und Bekleidung für die Kinder und für Raten wegen der Bewährungsauflage.Danach habe ich bei dem Versandhandel alles auf mein Namen genommen und eine Ratenzahlung vereinbart die ich auch einhalte. Jetzt bin ich wegen der Geschichte angezeigt worden anfang 2011 wegen 9fachen betruges.
Am 01.02.2012 ist die Gerichtsverhandlung beim Amtsgericht-Strafrichter-.
Ich habe seitdem 1900,00€ zurück gezahlt.
Mit was für einen Urteil kann ich rechnen?
Werde ich gleich nach dem Urteil verhaftet, da ja wenn ein Bewährungswiderruf bestehe?
Ich habe 3 Monate vor dem Gerichtstermin ein Bewährungshelfer zugeteilt bekommen.
Der hat sehr gute Prognosen von mir, was er auch vorm Gericht sagt, da ich immer meine Bewährungsauflagen einhalte.
Ich habe am 01.04.2012 ein festen Arbeitsvertrag auf 1300,00€ Brutto.
Was ist wenn weitere Betrugstaten bestehen bei der Staatsanwaltschaft von dennen ich nichts weiß, habe noch kein Anhörungstermin gehabt oder Nachricht von Polizei bekommen seit der letzten Anzeige darf er es in der Gerichtsverhandlung mit einbeziehen?
Ich habe große Angst das ich gleich nach der Verhandlung festgenommen werden z.b. wegen (Wiederholungsgefahr)?
Oder wenn meine Frau mit Angeklagt werden würde im neuen "wenn"Verfahren.
Muss doch gleich nach der Verhandlung arbeiten, weil der Koch im Urlaub ist.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Aus den beiden Verurteilungen wird eine Gesamtstrafe gebildet werden.

Diese bildet man dadurch, dass man beide Strafen zusammenzählt und dann nach unten geht.

Da Sie bereits verurteilt sind, kommt nur eine Bewährungsstrafe in Betracht.

Es muss die Gesamtstrafe dazu so gebildet werden, dass sie 2 Jahre nicht übersteigt.


Es ist schon mal beim Strafrichter das Verfahren eröffnet, was ein gutes Zeichen ist, denn dieser hat nur die Befugnis, Strafen von bis zu einem Jahr auszusprechen.


Man kann also durchaus bei Ihnen noch eine Gesamtstrafe bilden und diese zur Bewährung aussetzen.

Die Voraussetzungen dafür sind recht günstig:


Schadenswiedergutmachung
Geständnis
Gute Prognose
Arbeit
Familie

also ganz hervorragend.

Ziehen Sie in die Verhandlung Ihren Sonntagsanzug an, und zeigen Sie sich reuig.

Üben Sie vorher einen reuigen Gesichtsausdruck, aber so dass es natürlich wirkt ( das ist kein Witz)



Ihre Chancen für eine Bewährung sind gut.

Neue Anklagen können nciht einfach einbezogen werden sondern müssen Ihnen zur Kenntnsi gebracht werden.

Ebenso eine Anklage gegen Ihre Frau.


Wenn es Kleinigkeiten sind erfolgt oft eine Einstellung im Hinblick auf die größere Strafe, die Sie erwartet.



Bei Ihren familiären Bindungen ist es unwahrscheinlich, dass nach der Verhandlung Haftbefehl ergeht.


Wenn Sie keine Bewährung bekommen, müssen Sie in Berufung gehen, die Berufung auf das Strafmass beschränken und angeben, dass Bewährungsziel die Bewährung ist.




Nehmen Sie die Kontoauszüge über die Ratenzahlung mit in die Verhandlung.

Sagen Sie dem Geschädigten zu, dass wenn Sie Arbeit haben, sich die Raten noch erhöhen.



Es muss Ihnen aber klar sein , dass das die allerletzte Chance ist.


Sie solten sich künftig straffrei führen denn sonst kann es wirklich sein, dass Sie jahrelang ins Gefängnis kommen.




Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte.


Sehr gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Also besteht die Möglichkeit das ich verhaftet werden könnte nach dem Urteil?
Darf der Staatsanwalt mir etwas in der Verhandlung vorhalten, ohne das ich eine Aussage dazu gemacht habe, oder der Anwalt Akteneinsicht gehabt hat?
Soviel ich weiß darf ein Strafrichter bis 2 Jahre urteilen.Mit der Bewährungsstrafe war es auch ein strafrichter.
Darf ich nach der Gerichtsverhandlung weiter arbeiten?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

es besteht die Möglichkeit, wobei das sehr unwahrscheinlich ist.

Wenn man Wiederholungsgefahr ernsthaft befürchten würde säßen Sie bereits hiter Gittern.

Zum Strafrichter wird angeklagt wenn man erwartet, dass die Strafe ein Jahr nciht übersteigt.

Sollte sich herausstellen, dass die Strafe höher wird wird nicht verwiesen, sondern der Strafrichter darf diese Strafe verhängen.


Man geht aber davon aus, dass bei Ihnen die Strafe nicht ein Jahr übersteigt.



Nein, ohne Akteneinsicht dürfen Sie nicht mit neuen Sachverhalten konfrontiert werden.


Selbstverständlich dürfen Sie arbeiten , Sie sooten das sogar, damit Sie vollendete Tatsachen schaffen und in der Berufungsinstanz sich auf die feste Arbeit berufen können.




Alles Gute




Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke
Claudia Schiessl und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne




wenn nicht biite ich höflich um Akzeptierung

danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie schon mal erlebt, das jemand wegen abgeführt worden ist nach der Verhandlung, wegen des ähnlichen Falles wie bei mir in der Bewährung, beim Amtsgericht?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


nein.

Ich habe zwar mehrfach erlebt, dass es ein Staatsanwalt beantragt hat.

Das Gericht ist dem aber nicht gefolgt, da ja ein neuer Haftgrund hinzutreten muss.


Also: Nur Mut!!!!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Habe nochmal eine Frage.Gibt es den Haftgrund Verdunklungsgefahr bei Ehepartnern?
Wenn gegen beiden ein Verfahren läuft? Man hat doch Schweigerecht, und Aussageverweigerungsrecht gegenüber dem Ehepartner oder?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender.

Ehegatten können sich auf ein gesetzliches Zeugnisverweigerungsrecht berufen und müssen nicht aussagen.

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