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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
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Kann mein Arbeitgeber einen Drogentest machen?

Kundenfrage

Kann mein Arbeitgeber einen Drogentest machen? Muss ich dem zustimmen?

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Unter bestimmten Voraussetzungen darf der Arbeitgeber tatsächlich einen Drogentest machen.

Dieses beispielsweise bei einer Einstellung möglich.

Hierbei ist aber immer Voraussetzung, dass der Arbeitnehmer auch vorher zustimmt.

Eine Pflicht zur Zustimmung gibt es grundsätzlich nicht, sollte die Zustimmung aber verweigert werden, könnte meiner Erfahrung nach leider mit anderweitigen arbeitsrechtlichen Konsequenzen ( zum Beispiel einer ordentlichen Kündigung, falls zulässig) gerechnet werden.

In absoluten Ausnahmefällen darf der Arbeitgeber aber tatsächlich einen Drogentest fordern.

Dieses hat beispielsweise das Arbeitsgericht Hamburg entschieden.

Nach der Auffassung des Arbeitsgerichts Hamburg darf der Arbeitgeber dann einen Drogentest verlangen, wenn die Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers nicht anders festgestellt werden kann.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen interessanten Link zu einer Besprechung dieses Urteils beigefügt:

http://www.experto.de/b2b/recht/arbeitsrecht/aktuelles-urteil-drogentests-bei-mitarbeitern-sind-erlaubt.html

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Advopro und 4 weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es läuft wohl so das der HSE Mitarbeiter unserer Firma mit einer Ärztin am Flughafen sitzt und Blutproben entnommen werden. Muss ich das zulassen oder darf ich es ablehnen und meinen Hausarzt aufsuchen und von Ihm meine Arbeitsfähigkeit bescheinigen zu lassen?
Welche Informationen darf die vom Arbeitgeber georderte Ärztin geben?
Darf sie mitteilen das ich Konsument bin wenn ich arbeitsfähig bin,oder darf sie nur die Information geben das ich Fähig oder nicht?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Wie bereits mitgeteilt gibt es lediglich diese Einzelfallrechtssprechung, wonach der Arbeitgeber einen Drogentest anordnen kann, wenn sich die Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers nicht anderweitig feststellen lassen kann.

Voraussetzung ist also zunächst, dass es zumindest einen Anhaltspunkt für einen Drogenkonsum gibt.

Meines Erachtens muss man es dann aber auch zulassen, dass sie selber durch einen anerkannten Arzt einen entsprechenden Test durchführen lassen und sich die Arbeitsfähigkeit bescheinigen lassen.

Letztendlich darf sie nur mitteilen, ob sie Arbeitsfähigkeit sind oder nicht. Sollte ein Drogenkonsum allerdings dazu führen, dass sie nicht arbeitsfähig sind, müsste leider dementsprechend auch in der Konsequenz die Arbeitsunfähigkeit mitgeteilt werden.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt