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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
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Guten Tag, vor knapp 2 Monaten bin ich vor einem Lokal von

Kundenfrage

Guten Tag,

vor knapp 2 Monaten bin ich vor einem Lokal von einem oder mehreren Personen auf den Boden geworfen worden und von einer Person so verprügelt worden, dass ich mir ein blaues Auge und eine gebrochene Nase zugezogen habe. Ich habe daraufhin eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt, da ich die Personen nicht kannte. Die Polizei hat die Personen auch ausfindig gemacht. Jetzt bekomme ich von einem der Personen eine Anzeige wegen vorsätzlich leichter Körperverletzung, da ich ihn in dem Lokal angeblich angerempelt habe nachdem er mich angerempelt hat und ich seinen Kumpel zweimal geschlagen hätte, weil er sich eingemischt hat. Wahr ist aber, dass er mich angerempelt hat, es danach zu einem Wortgefecht kam und sein Kumpel mich auf den Boden gerissen hat. Als mein Kumpel und ich danach das Lokal verlassen haben, weil wir keine Lust auf Ärger hatten, sind diese hinter uns her und vollzogen an mir das, was ich oben bereits beschrieben habe.
Die waren zu 3. und wir zu 2.

Was soll ich jetzt am besten tun?

Mit freundlichem Gruß
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Ein normales Anrempeln (ohne blaue Flecken oder Ähnliches) kann schon gar keine Körperverletzung rein begrifflich begründen,sofern es nicht so stark gewesen ist, dass sie die Person beispielsweise umgeworfen haben. Hier kommt es immer auf den Einzelfall an.

 

Nach ihrer Schilderung wurden sie provoziert, beleidigt (das stellt für sich gesehen schon eine Straftat dar) und danach angegriffen sowie zu Boden geworfen.

 

Sie sind hier Opfer einer Straftat und nicht umgekehrt. Sie könnten zusätzlich Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung erstatten.

 

Meiner Einschätzung nach brauchen Sie sich aber nicht allzu viel Sorgen machen.

 

Selbst wenn sie die Person angerempelt hätten (was nur im Ausnahmefall eine Körperverletzung darstellen könnte, siehe oben) rechtfertigt dieses noch lange nicht Ihnen die Nase zu brechen und sie zusammenzuschlagen.

 

Das Strafverfahren gegen sie dürfte aller Voraussicht nach gemäß § 170 Abs. 2 StPO wegen Mangel an hinreichenden Tatverdacht eingestellt werden.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

erst einmal schönen Dank für Ihre Antwort!

Für mich ist diese Anzeige gegen mich eine reine Retourkutsche. Ich mache mir nur deshalb Sorgen, weil seine 2 Kumpels ja für ihn Aussagen können und bei mir nur ein Zeuge dabei war. Ich bin Soldat im Dienstgrad eines Oberfeldwebel und habe nach der Bundeswehr vor, in den Justizvollzug zu wechseln. Jetzt mach ich mir natürlich über meine Karriere sorgen.

Soll ich denn auf dem Anhörungsbogen der Polizei einfach die Tat aus meiner Sicht schildern? Es gibt dort mehrere Felder zum ankreuzen:

1. Ich mache von meinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch
2. Ich werde einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragen
3. Ich gebe die Tat zu
4. Ich gebe die Tat nicht zu
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Auch ich würde es als reine Retourkutsche betrachten.

Die Anzahl der Zeugen hat zunächst nichts zu sagen.

Man kann nicht sagen, derjenige bekommt Recht, der mehr Zeugen hat.

Die Gegenseite hatte lediglich angegeben, dass Sie gerempelt haben. Wie bereits gesagt genügt dieses noch grundsätzlich nicht für eine Körperverletzung selbst wenn es nachweisbar sein sollte.

Um ihre Karriere brauchen Sie sich bei dieser Sachlage keine Sorgen machen.

Dass man ihnen die Nase gebrochen hat spricht schon Bände. Meiner Einschätzung nach wird hier kein Richter sie als Täter und die anderen als Opfer sehen können.


Sie brauchen sich grundsätzlich gar nicht selber belasten und brauchen noch überhaupt keine Angaben zur Sache machen. Sie können also von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Dieses darf ihnen auch nicht negativ angelastet werden.

Sicherlich wäre es auch sinnvoll einen Rechtsanwalt zu beauftragen (insoweit könnte ich Ihnen auch gerne behilflich sein), um zunächst eine Akteneinsicht zu beantragen.

Eine solche Akteneinsicht ist im Strafverfahren nur über einen Rechtsanwalt möglich.Über eine Akteneinsicht könnte dann letztendlich ein volles Bild darüber gemacht werden, wie sich der Sachverhalt der Behörde tatsächlich gegenüber darstellt und was konkret ausgesagt wurde.

Die Tat zugeben sollten sie natürlich nicht, weil sich ihr nach ihrer Schilderung keine Straftat begangen haben.

Meines Erachtens gibt es hier nur zwei Möglichkeiten: Sie beauftragen einen Rechtsanwalt und beantragen Akteneinsicht und teilen der Behörde mit, dass sie keine Aussage machen werden, bevor die Akteneinsicht durchgeführt worden ist (das halte ich für sinnvoll meiner Erfahrung nach) oder sie schildern den Sachverhalt, dass sie sowohl körperlich als auch verbal provoziert worden sind und anschließend zusammengeschlagen worden sind (so habe ich es verstanden).


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

"Sicherlich wäre es auch sinnvoll einen Rechtsanwalt zu beauftragen (insoweit könnte ich Ihnen auch gerne behilflich sein), um zunächst eine Akteneinsicht zu beantragen."

Wie können Sie mir behilflich sein? Ich wohne in Wilhelmshaven, können Sie mir Kolegen empfehlen?
Wäre es sinnvoll eine Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung zu erstatten?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Hier geht es bislang lediglich um den außergerichtlichen Bereich und eine Akteneinsicht. Hierbei könnte ich Ihnen durchaus behilflich sein.
Ich habe schon mehrere Mandate in diesem Bereich deutschlandweit betreut.

Sofern sie aber einen Kollegen aus Wilhelmshaven wünschen kann ich Ihnen folgende im Strafrecht spezialisierte Kollegen empfehlen:


Bruns, Gernot
Preußenstr. 44, 26388 Wilhelmshaven, (04421) 779790

Hartwig, Marcus
26382 Wilhelmshaven, (04421) 9417-0

Kunert, Merle
Bahnhofstraße 43, 26382 Wilhelmshaven, (04421) 26411

Zielke, Jan
Marktstraße 48, 26382 Wilhelmshaven, (04421) 754-453, Fax:-512


Eine Gegendsanzeige wegen falscher Verdächtigung würde ich Ihnen durchaus empfehlen, weil dieses zum Ausdruck bringt, dass sie sich diese unwahren Behauptungen nicht gefallen lassen möchten.




Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
Advopro und 2 weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank!

Vorerst meine letzte Frage: Soll ich direkt zum Rchtsanwalt gehen oder muß ich das erst meiner Rechtsschutzversicherung melden?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag. Sie könnten vorher bei ihrer Rechtsschutzversicherung nachfragen.

Voraussichtlich wird ihre Rechtsschutzversicherung meiner Erfahrung nach aber nicht zahlen.Auf eine Anfrage sollten sie es aber ankommen lassen.

Anschließend sollten sie einen Kollegen beauftragen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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