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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 15712
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Strafverteidigung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Strafrecht hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Wir haben 2006 ein Grundstück erworben in der Annahme das es

Kundenfrage

Wir haben 2006 ein Grundstück erworben in der Annahme das es sich um Grünland handelt. Dem entsprechend günstig war der Kaufpreis. 2008 wies mich ein Architekt darauf hin das es eventuell um ein bebaubares Grundstück handelt. Weder der Bauamtsleiter der Gemeinde noch die zuständige Genehmigungsbehörde im Landkreis konnten uns konkrete Aussagen erteilen ob es ein Bauland ist. Vielmehr wurde uns geraten eine Bauvoranfrage zu leisten. Die Bauvoranfrage wurde positiv entschieden und es wurde uns mitgeteilt das dass Grundstück nach § 34 bebaubar ist. Daraufhin errichteten wir ein Einfamilienhaus. Nach Beendigung unseres Bauvorhabens reichte der damalige Verkäufer Klage ein mit der Begründung das es ein krasses Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung besteht und fordert die Rückabwicklung des Notarvertrages. Die Frage lautet : Was können Wir dagegen unternehmen und welche § kann das krasse Missverhältnis aufheben da zum Zeitpunkt des Erwerbs beide Parteien nicht wussten welchen Tatsächlichen Wert das Grundstück aufweist.Meiner Meinung nach erhielt das Grundstück den höheren Wert ab dem Zeitpunkt wo sich die zuständige Genehmigungsbehörde für den § 34 ausgesprochen hat. Im Grundbuch sind nur Einträge von Grünland verzeichnet. Was können wir tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

der damalige Verkäufer hat Grünland verkauft, es bestanden keine Anzeichen dafür, dass das Land einmal Bauland werden würde.

Nach ihren Angaben konnten weder der Bauamtsleiter noch die zuständige Genehmigungsbehörde konkrete Auskunft darüber geben ob Bauland vorliegt

Sie haben eine Bauvoranfrage gemacht, die positiv beschieden wurde.

wenn kein entsprechender Flächennutzungsplan bestand, was in der Tat nicht vorhersehbar dass das Land Bauland werden würde.



eine Rückabwicklung kommt meines Erachtens nicht in Betracht.

Jedes Grundstück, das noch kein Bauland ist kann Bauland werden.

Diese Möglichkeit muss der Verkäufer eines solchen Grundstücks bedenken und einkalkulieren.

Könnte man den Verkauf dann jedes Mal rückabwickeln könnte niemand mehr normales Grünland kaufen, ohne dabei zu riskieren, bei späteren Entwicklungen zum Bauland das Grundstück wieder zu verlieren.

Was allerdings passieren kann ist eine Anpassung des Vertrags.

Die Tatsache, dass das das Grünland zum Bauland wurde, könnte einen Wegfall der Geschäftsgrundlage bedingen.

Geschäftsgrundlage ist ein Umstand von dem beide Parteien bei Vertragsschluss stillschweigend ausgehen und auf denen sich die andere Partei redlicherweise einlassen muss.

Dieser Grundsatz wird aus Paragraph 242 BGB, dem Grundsatz von Treu und Glauben hergeleitet.

Geschäftsgrundlage könnte in Ihrem Fall sein dass das Land eben Grünland und nicht Bauland war.

Weiterhin könnte man gemäß Paragraph 138 Abs. 2 BGB an Wucher denken.

Wucher liegt dann vor, wenn ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht.

Dies hätte zur Folge, dass das Rechtsgeschäft nach dieser Vorschrift nichtig wäre.

Dazu müssten sie aber die Unerfahrenheit des Verkäufers ausgenutzt haben, wofür keine Anhaltspunkte bestehen.


es bleibt also beim Wegfall der Geschäftsgrundlage.

Dagegen wäre einzuwenden,dass es beim Verkauf von Grünland allgemeines Lebensrisiko ist, dass dieses Grünland einmal Bauland wird.

Es kann daher nicht angenommen werden, dass die Parteien stillschweigend vereinbaren dass die Tatsache dass das Land Grünland ist Geschäftsgrundlage ist und das mit deren Wegfall der Vertrag rückabgewickelt wird.

Ein Gericht kann aber anderer Auffassung sein.

Ich hoffe Ihnen einen kurzen Überblick verschafft zu haben.


sollten noch Unklarheiten bestehen können Sie sehr gerne nachfragen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank



Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Ratsuchender,,

haben Sie noch Fragen, bestehe noch Unklarheiten ?

Sehr gerne können Sie nachfragen.

Wenn Sie keine Fragen mehr haben bitte ich Sie höflich um Akzeptierung
vielen Dank

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