So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 16564
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Strafverteidigung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Strafrecht hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Guten Tag - ich habe ein problem der folgenden Art ich werde

Kundenfrage

Guten Tag - ich habe ein problem der folgenden Art: ich werde beschuldigt, bisher nur in kleinen fiesen emails, von einem Minderjährigen, ihn sexuell genötigt/belästigt zu haben und dies will er nun seinen eltern sagen und zur Anzeige bringen... wir haben uns zwar getroffen, aber es ist zu keinen handlungen gekommen. Allerdings kam es zu mir heute unverständlichen Drohungen meinerseits, ihn bei seinen Eltern zu "outen", wenn er nicht sein versprochenes Treffen einhält. In einem ersten Treffen allerdings, welches ich absagen wollte, haben wir uns getroffen d.h. ich habe ihn am Bahnhof angeholt und nach hause gefahren. Meine Absage des Treffens kam zu spät und ich habe seinem Bitten, ihn nicht dort stehen zu lassen entsprochen - er käme dort nicht weg und bittet mich zu ihm zu kommen. Ich sagte es ihm zu, ihn nach hause zu fahren. Dort angekommen: er bat mich auf ein getränk in das elterliche haus. Dort: Seine dann doch kommenden Versuche sexuelle Handlungen zu erhalten habe ich damals abgelehnt und sein Elternhaus verlassen, damals schon mit Drohungen. In den darauf folgenden 6 Monaten kam es dann zu den "Treffs" im Internet und den Kontakten per Mail, in welchen ich leider diese dummen Drohungen aussprach, ihn bei seinen Eltern zu verpetzen. Seitdem droht er mir. Ich habe aber auch erst (lt. seinen eigenen Mails) erst an diesem 02.07. von seiner Minderjährigkeit erfahren. Er sagte, er sei am Treffen (das nach hause fahren am 31.12.2010) nicht 18 Jahre gewesen, auch nicht in 2011 und auch noch nicht in 2012... nach drei Monaten Ruhe (seit dem 02.07.), wo er seine Drohungen als Antwort auf meine vorangegangenen Drohungen (leider) mit dem Kommentar "ich lass dich erstmal" hat er mir nun am 05.10. erneut gedroht, "alles nun seinen Eltern zu erzählen" und "das täte ihm leid", "tja, sei bereit", schrieb er... ich lebe bei meinen eltern, bin vollkommen hetero, habe frau (unverheiratet) und eine 20 monate alte, herzkranke tochter (die noch in 2011 eine op bekommen wird), ich werde bei dem gedanken ein anzeige zu erhalten wahnsinnig, den erklärungen und behautpungen eines minderjährigen, schwarzen jungen völlig ausgeliefert zu sein kann ich kaum aushalten... ich sehe ständig schon die polizei vor der tür stehen... bitte sagen sie mir wie ich mich verhalten soll, ob ich beispeilsweise eine anzeige bei der polizei machen soll doch eine anzeige wovon? ich habe mit ihm nix gehabt... leider habe ich den hang, ab und an die phantasie nach männlicher gesellschaft zu haben, die aber sehr schnell vor der realität endet, d.h. ich vereinbare dates, nehme diese aber nicht wahr... aus angst vor krankheit, entdeckung etc... mir reicht die möglichkeit, zu diesem date zu gehen und die vorstellung in der phantasie... vielen dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

zunächst einmal darf ich Sie beruhigen.


Bevor den Aussagen eines Minderjährigen Glauben geschenkt wird, wird meist von Psychologen ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellt.


Diese geht auf die Fragestellung ein, ob die von dem Minderjährigen aufgestellten Behauptungen von ihm tatsächlich so erlebt worden sind.

Die Psychologen sehen hier darauf, wie detailreich diese Aussage ist und treffen dann eine Aussage über die Glaubwürdigkeit.

Diesen " Test " bestehen nicht alle Minderjährigen.

Es ist also nicht so einfach, jemanden zu unrecht zu beschuldigen.


Ich rate Ihnen , den Kantakt vollkommen abbrechen zu lassen .

Von einer Anzeige würde ich Ihnen abraten, solange noch keine Anzeige von ihm erfolgte.

Dann besteht die Chance, dass das ganze einschläft.

Wenn er Sie allerdings zu Unrecht bezichtigen sollte , rate ich Ihnen dringend dzu, sich einen Kollegen vor Ort zu nehmen, der dann mit Ihnen die erforderlichen Schritte bespricht und sich die Akte ansieht.







Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen




C. Schiessl
Rechtsanwältin



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

 

Ihre Antwort beruhigt mich leider gar nicht. Ich erlebe diesen jungen Mann als einen erheblichen Tragiker, der vor allem auch eine unglaubliche Energie mit Wut, Heulen und erpresserischem Verhalten an den Tag legt. Das für mich wesentliche Problem liegt in der "Veröffentlichung", d.h. wenn das rauskommt, auch, wenn es nicht wahr ist. Ich habe Angst, dass er sich immer wüstere Geschichten ausdenkt, sich seine Eltern auf seine Seite zieht und dann stehen sich gegenüber der böse, doppelt so alte verführer und droher und der arme, benachteiligte, farbige minderjährige, der hier missbraucht werden sollte oder wurde, gezwungen zu einem date bzw. mit verpetzen bei den eltern bedroht wurde, und die vielleicht noch weinenden eltern... kann ich wirklich nichts tun? kollegen raten mir bei der polizei anzufragen bzw. anzugeben das ich drohungen erhalte... aber liegt dann aus sicht der polizei nicht ein zu klärender verdacht vor, bringe ich damit nicht erst was ins rollen? oder einen anwalt zu der familie zu schicken, selbst nicht in erscheinung zu treten und den beschuldiger über die möglichen konsequenzen seiner behauptungen aufzuklären... aber auch dann kann ich mir denken kann das nach hinten losgehen, wenn die familie sich dann auch juristisch rüstet - oder eben nicht, wenn die eltern vielleicht feststellen dass es nicht zu beweisen ist... ausser den drohungen von mir, was ja wohl nötigung ist... bitte geben Sie mir nochmals eine kurze einschätzung... danke

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wie ich Ihnen geschrieben habe gehe ich davon aus, dass Sie durch eine Anzeige die Angelegenheit ins Rollen bringen.

Gerade wenn der junge Mann so zur Übertreibung neigt wird man ihm keinen Glauben schenken.

Wenn er etwas veröffentlichen sollten, haben Sie gegen ihn zivilrechtliche Ansprüche auf Unterlassung und können ihn zudem wegen Verleumdung anzeigen.


Ziehen Sie sich zurück und beenden Sie jeden Kontakt.

Jedes Anwaltsschreiben bedingt eine Reaktion, die nicht unbedingt in Ihrem Sinne zu sein braucht.

Da bin ich ganz Ihrer Meinung.


Was sie ihm gegenüber geäußert haben, ist in der Tat Nötigung.

Das ist aber nicht so schlimm wie falsche Verdächtigung


Fragen Sie auch nicht bei der Polizei an.

Wenn eine Anzeige des jungen Mannes kommt , wird man sich ggf. an Ihre Anfrage erinner und diese in Zusammenhang bringen.

Verbannen Sie das Geschehen aus Ihrem Gedächtnis und handeln Sie erst wenn Handeln veranlasst ist, d.h. wenn er Sie konkret anzeigt.






Ihnen alles Gute




Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

Danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX mir ein wenig... letzte kurze frage: wenn es zu einer anzeige kommt was passiert dann? werde ich dann von der polizei angerufen/kontaktiert/ gar gesucht oder agbeholt? oder schreibt man mich an mit dem hinweis, eine anzeige liegt vor und ich habe mich zu äussern? bitte schreiben sie mir dazu noch etwas, wie das abläuft und wie ich dann sofort zu reagieren habe (gang zum rechtsanwalt, straftrecht stimmt?) Danke, XXXXX XXXXX dann sofort...
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn es zu einer Anzeige kommt, werden Sie angeschrieben und aufgefordr, zur Polizeidienststelle zu kommen und Ihre Aussage zu machen.


Das brauchen Sie aber nicht, da Sie das recht haben, zu schweigen.

Nur Ihre Personalien müssen Sie angeben.


Sie sollten sich dann nicht zur Sache äußern, sondern sich so schnell als möglich zu einem Fachanwalt für Strafrcht begeben.


Dieser kann dann mit Ihnen die Akt durchgehen und beraten , was zu tun ist.





Ich wünsche Ihnen alles Gute.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung


Danke
Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo nochmals, vielen Dank, XXXXX XXXXX Rat befolgen. Ich vermute meine letzte Frage haben Sie nicht bekommen, (sieht hier rein technisch nicht so aus). Ich möchte von Ihnen nur noch gern wissen, was nach einer Anzeige passiert. Kommt die Polizei ins Haus oder ruft an oder werde ich angeschrieben das eine Anzeige vorliegt und ich mich zu melden habe? Oder gleich U-Haft? Danke, XXXXX XXXXX dann sofort...
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Doch doch, Sie lesen oben meine Antwort. Man schreibt Sie in der Regel an .
Wenn Sie Arbeit, Familie eine Wohnung haben kommen Sie nicht in U- Haft.

Deswegen sollen Sie ja auch jeden Konatkt mit dem Minderjährigen unterlassen, um sich nicht dem Verdacht der Zeugenbeeinflussung ( Haftgrund Verdunkelungsgefahr) auszusetzen.



Alles Gute

Ähnliche Fragen in der Kategorie Strafrecht