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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
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Ich habe am 24.9.2009 Strafanzeige gegen eine Inhaberin eines

Kundenfrage

Ich habe am 24.9.2009 Strafanzeige gegen eine Inhaberin eines Geschäftes mit Leuchtmitteln erstattet. Im Internet hatte ich am 31.8. 2009 Glühbirnen bestellt, für die ich eine Vorauszahlung zu leisten hatte, diese leistete ich am 1.9.2009. Die Glühbirnen waren nicht mehr lieferbar und so bat ich um die Rücküberweisung des geringen Betrages von € 24.-- Diese erfolgte nicht, obwohl ich dort ständig angerufen habe, emails versandt habe, wurde ich immer wieder vertröstet. Nach Rücksprache mit der Polizei erfolgte dann die Anzeige, da wir den Verdacht auf Internetbetrug hatten. Am 19.10.2009 erfolgte dann die Rückerstattung des von mir überwiesenen Betrages. Die Beschuldigte erhielt erst im Februar 2010 eine Vorladung mit Anhörung und stellte die Anschuldigungen inkorrekt dar, indem sie angab , ich hätte die Anzeige erst nach ihrer Rücküberweisung im Oktober 2009 erstattet. Daraufhin wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Ende Februar 2009 eingestellt. Nun fordert sie seit diesem Zeitpunkt eine Aufwandsentschädigung in Höhe von € 78.-- von mir, die willkürlich zusammen gestellt worden ist. ( Kopien, Schließung des Geschäftes und Ausfall) Eine Rechnung erhielt ich nie, dafür gestern den Brief ihres Anwaltes, nach einem Jahr! mit der Aufforderung, den Betrag bis zum 12.3. zu zahlen, ansonsten würde er das Gericht bemühen, da ich seine Mandantin durch ihrer Meinung nach unberechtigte Anzeige verunglimpft hätte. ( Originalzitat) Zugleich werde ich in diesem Schreiben beleidigt, ich hätte meine Geldeingänge auf meinem Konto unzureichend kontrolliert.
Wie sollte ich jetzt reagieren? Leider habe ich gegen den Bescheid des Staatsanwaltes keine Beschwerde eingelegt, da mir die Sache als zu geringfügig erschien.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für einen Hinweis, ob ich verpflichtet bin, ihren Forderungen nachzukommen.
Mit freundlichen Grüßen
Renate Schmidt
Kleinfeldchen 8
47574 Goch
Tel. 02823/87590 [email protected]
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Hach ihrer Schilderung haben Sie in dem besagten Onlinegeschäft etwas bestellt und die Ware zunächst nicht erhalten. Dieses ist für sich zunächst nicht Besorgnis erregend.

 

Besorgnis erregend wurde es aus ihrer Sicht aber dann,als Sie trotz mehrfacher telefonischer und auch schriftlicher Aufforderung weder die Ware noch ihr Geld zurückerhalten haben.

 

Meines Erachtens liegt in diesem Fall zumindest der Anfangsverdacht für einen Betrug vor, so dass die Strafanzeige nicht zu Unrecht von ihnen erstattet worden ist.

 

Es ist zwar richtig, dass sie die Möglichkeit gehabt hätten gegen die Anzeige Beschwerde einzulegen, der Umstand, dass sie keine Beschwerde eingelegt haben bedeutet aber nicht, dass sie automatisch der falschen Darstellung der Gegenseite zustimmen.

 

Die geltend gemachten Forderungen könnte die Gegenseite nur erfolgreich durchsetzen, sofern diese nachweisen könnte, dass ihre Behauptungen falsch und die Strafanzeige von ihnen zu Unrecht gestellt worden ist, so dass Schadensersatzansprüche gegebenenfalls wegen entgangenen Gewinn und ähnlichem infrage kämen.

 

Es ist aber so, dass die Gegenseite hier die Beweislast hat, da auch die Gegenseiteansprüche ihnen gegenüber geltend macht. Mit anderen Worten müsste die Gegenseite also beweisen können, dass sie zu Unrecht Strafanzeige erstattet haben.

 

Nach ihrer Schilderung haben sie ja auch per E-Mail, also schriftlich, die Gegenseite zur Lieferung beziehungsweise Rückzahlung aufgefordert.

 

Sofern sie diese E-Mails noch haben sie die Beweislage gut für sie aus.

 

Die zeitliche Reihenfolge,also insbesondere die Rückerstattung lässt sich ganz einfach über einen Bankbeleg/ Kontoauszug von ihrem Konto nachvollziehen.

 

Sie sollten der Gegenseite beziehungsweise dem Rechtsanwalt also mitteilen, dass die Anzeige aus ihrer Sicht nicht zu Unrecht erfolgt ist und insbesondere die Rückzahlung erst nach der Anzeige und nach mehreren Aufforderungen erfolgt ist.

 

Gegebenenfalls können sie zum Nachweis einen Kontoauszug beifügen beziehungsweise Ausdrucke des E-Mail-Verkehrs.

 

Sollte die Gegenseite auch dann nicht von ihren unberechtigten Forderungen ablassen, sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Abwehr der Forderungen beauftragen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244




Advopro und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort. Heute morgen habe ich dem Anwalt verschiedene Kopien zugesandt, Datum der Anzeige und Erhalt der Rückzahlung ca. 3 Wochen später und zwei emails mit der Aufforderung mir den Betrag zu erstatten.

Schönen Donnerstag!

Mit den besten Grüßen vom Niederrhein

Ihre

Renate Schmidt

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schmidt,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Dann haben Sie ja schon vollkommen vorbildlich gehandelt.

Ich wünsche Ihnen dann noch alles Gute und viel Erfolg für die Angelegenheit!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244