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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 15717
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Strafverteidigung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Strafrecht hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, gerade eben waren bei meinen

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerade eben waren bei meinen Verlobten und mir die Polizei im Haus. Gegen uns liegt eine Anzeige Wegen Mehrfachen Betrugs vor. Allerdings muss ich da jetzt die ganze Geschichte erklären.
Bei uns hatte mal ein Freund gewohnt, kostenlos. Aus diesem Grund hatten wir mit ihm Abgesprochen, das wir uns auf seinem Namen in Online Shops Bestellen dürfen. Er gab sein Mündliches ok.
Wir bestellten natürlich nur nach vorheriger Absprache mit ihm.
Dann haben wir gestritten und ihn Rausgeschmissen. Natürlich nichts mehr Bestellt.
Jetzt kommt er mit der Anzeige wegen Betrugs um die ecke.
Was kann ich da jetzt machen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben sich nicht nach § 263 STGB ( Betrug) strafbar gemacht.

Betrug setzt voraus:

Eine Täuschung ( über Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit
Einen Irrtum ( jemand glaubt, der andere könne oder wolle bezahlen)
Eine Verfügung ( der Getäuschte gibt etwas her Geld oder Waren)
Schaden ( er erleidet dadurch einen Schaden)

Das ganze muss geschehen, um sich oder einen anderen zu bereichern.


So wie Sie mir die Sache schildern, haben Sie zum einen mit seinem Einverständnis bestellt, so dass Täuschung und Irrtum schon nicht vorlagen.

Auch ein Schaden ist nicht gegeben, da die Bestellungen ja die Gegenleistung für das kostenlose Wohnen darstellten.


Es ist allerdings möglich, dass der Freund selbst nicht zahlungsfähig war und die Betreiber der Online Shops ihr Geld nicht bekommen haben.

Danit haben Sie jedoch nichts zu tun, da Sie ja davon ausgegangen sind, der Freund werde für die Bestellungen bezahlen.

Es fehlt Ihnen daher am erforderlichen Vorsatz, so dass Sie sich auch dann nicht strafbar machen.

Ich würde Ihnen empfehlen, sich einen Rechtsanwalt vor Ort zu nehmen und die Akte einzusehen, oder aber sich die Abschriften der Zeugenaussagen zu besorgen, damit Sie genau wissen, auf welcher Aussage der Tatverdacht gegen Sie beruht.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte folgendes zu beachten:




Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

Wenn Sie noch Fragen haben , jederzeit sehr gerne



Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen Gerne beantworte ich Ihnen diese.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das problem ist das wir keine Schrifftliche vereinbahrung haben, und er nicht bei uns gemeldet war.
Und was machen wir wenn er bei seiner aussage bleibt.
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

es steht Aussage gegen Aussage. Sie beide werden aussagen, dass er bei Ihnen keine Miete bezahlt hat und dass Sie dafür auf seinen Namen bestellen durften.

Sie haben doch bestimmt Zeugen, oder sonstige Beweise dafür, dass er bei Ihnen gewohnt hat.

Er muss nicht bei Ihnen gemeldet sein, sondern es ist wichtig, dass er bei Ihnen tatsächlich sich aufgehalten hat.

Viellicht haben Sie auch jemandem von den Bestellungen und dem mietfreien Wohnen erzählt.
Villeicht haben Sie Ihren Vermieter um Zustimmung ersucht.

Es ist zudem nicht immer so, dass die Zeugen dann in einer Strafverhandlung bei dem bleiben, was sie ausgesagt haben.

Die Strafandrohung für Aussagedelikte ist sehr hoch und diese Delikte werden wirklich streng verfolgt.



Mit freundlichen Grüßen aus Regensburg


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

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