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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 22552
Erfahrung:  Strafrecht war ein Schwerpunkt während meines Referendariats
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Abend, Ich habe eine Frage undzwar habe ich in meiner

Kundenfrage

Guten Abend,
Ich habe eine Frage undzwar habe ich in meiner bewährungszeit eine straftat begangen.Ich bin ohne Führerschein und betrunken Auto gefahren. Habe dadurch einen Unfall verursacht ohne Personenschade.Weiterhin habe ich Fahrerflucht aus Panik und Angst begangen. Ich habe mich aber einige Stunden später der Polizei gestellt.Nun soll meine bewährung widerrufen werden. Ich habe einen festen Arbeitsvertrag und eine Frau und ein Kind von einem Jahr. Nun meine Frage: Kann ich ein Gnadengesuch stellen und hätte ich Chancen damit durchzukommen,und was muss ich tun für ein Gnadenbesuch? Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Sie sollten umgehend einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen und diesen mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen betrauen.

Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit eines Gnadengesuches. Allerdings ist es äußerst ungewiss, ob dieser Weg auch zum erstrebten Erfolg führt. Denn in der Praxis wird einem Gnadengesuch nur selten entsprochen, und die Anforderungen sind sehr hoch. Ein Gnadengesuch sollte vor diesem Hintergrund nur als letztes Mittel in Erwägung gezogen werden, nämlich dann, wenn keinerlei Möglichkeiten mehr für Sie bestehen sollten.

Da Ihnen der Widerruf der Bewährung aufgrund der Ihnen nun zur Last gelegten Straftat droht (§ 56f Absatz 1 Nr.1 StGB), wäre zunächst an ein Absehen von diesem Widerruf gemäß § 56f Absatz 2 StGB zu denken.

Diese Bestimmung lautet wie folgt:

Das Gericht sieht jedoch von dem Widerruf ab, wenn es ausreicht,
1.
weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, insbesondere die verurteilte Person einer Bewährungshelferin oder einem Bewährungshelfer zu unterstellen, oder
2.
die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern.
In den Fällen der Nummer 2 darf die Bewährungszeit nicht um mehr als die Hälfte der zunächst bestimmten Bewährungszeit verlängert werden.

§ 56f Absatz 2 StGB eröffnet damit die Möglichkeit, auch in Ihrem Fall von einem Widerruf abzusehen, wenn das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass dies nicht erforderlich ist und es ausreicht, wenn beispielsweise Ihre Bewährungszeit nun noch einmal verlängert wird.

Da das Absehen von dem Widerruf im Ermessen des Gerichts steht, ist es überaus wichtig, dass Sie sämtliche Gesichtspunkte geltend machen, die dafür sprechen, dass in Ihrem Fall ein Bewährungswiderruf nicht notwendig ist.

In diesem Zusammenhang spielt Ihr Nachtatverhalten eine große Rolle. Sie haben sich nicht nur freiwillig der Polizei gestellt, sondern auch Kontakt zur Suchtberatung aufgenommen. Bei dem Unfall ist zudem kein Personenschaden entstanden. Auch Ihre soziale Prognose fällt günstig aus, da Sie einen festen Arbeitsplatz vorweisen können und in einem intakten Familienverband leben.

Das sind im Ergebnis sämtlich Umstände, die zu Ihren Gunsten sprechen und die im Rahmen einer Entscheidung über ein Absehen von dem Bewährungswiderruf eine maßgebliche Rolle spielen dürften. Ihre Aussichten dürften diesbezüglich nicht schlecht stehen.

Um Ihre Rechte geltend zu machen, sollten Sie allerdings so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt hinzuziehen, der bei Gericht ein Vorgehen gemäß § 56f Absatz 2 StGB anregt und für Sie damit ein Absehen vom Bewährungswiderruf erreicht.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)