So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Mustermann.
Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
50154571
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Strafrecht hier ein
Mustermann ist jetzt online.

mein sohn hat mir 10.000euro aus tresor geklaut

Kundenfrage

mein sohn hat mir 10.000euro aus tresor geklaut
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

hier kommen zivilrechtliches (Schadensersatz) und strafrechtliches Vorgehen in Betracht. In welcher hinsicht möchten Sie eine Frage stellen bzw. beraten werden?

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
er ist arbeitslos und hat das ganze geld schon verjubelt bringt es was in anzuzeigen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
in strafrechtliches Vorgehen
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn es Ihnen hauptsächlich darum geht, Ihr Geld zurückzubekommen, so wird Ihnen eine Strafanzeige leider wenig bringen.Denn hier geht es vornehnlich darum, Ihren Sohn einer strafrechtlichen Verurteilung zuzuführen - sprich eine Geld oder Freiheitsstrafe zu erreichen.

Der praktische Nutzen kann aber darin bestehen, dass die Ermittlungsbehörde bessere Möglichkeiten haben, Beweise für die Täteschaft Ihres Sohnes aufzufinden, als Sie persönlich. Diese könnten Sie sich dann in einem Schadensersatzprozess nutzbar machen. Auch besteht die Möglichkeit, Schadensersatz im wege des sog. "Adhäsionserfahrens" im Strafverfahren geltend zu machen. Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Strafgerichte diese Möglichleit nicht gerade schätzen und fördern.

Sollte es zu einer Verurteilung Ihres Sohnes kommen, würde dies wohl auf eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird, hinaus laufen (dabei gehe ich von einer Ersttat aus und davon, dass Ihr Sohn den Tresor nicht "geknackt" hat).

Zudem wäre folgendes zu bedenken: Selbst wenn Ihr Sohn zur Rückzahlung verurteilt würde, dürfte es angesichts der Vermögenslage schwierig sein, das Geld bei Ihm zu vollstrecken.

Geht es Ihnen dagegen darum, dass Ihr Sohn bestraft werden soll, ist die Strafazeige der richtige Weg. Im Strafverfahren wären Sie - anders als im Zivilverfahren - auch nicht Partei, sondern ggf. vollwertiger Zeuge.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte ein Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Mustermann und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

unsere Beiträge haben sich leider überschnitten, daher Schreibe ich Ihnen nun etwas mehr zur strafrechtlichen Seite:

Durch die Strafanzeige erreichen Sie die Einleitung eines Strafverfahrens. Dieses führt die Staatsanwaltschafts, diese betreibt es dann in eigener Zuständigkeit. Die Staatsanwaltschaft, unterstützt durch die Polizei, untersucht den Sachverhalt und sammelt Beweise. Dabei würden Sie, soweit Sie Angaben machen können, als Zeuge vernommen werden. Entsprechend käme Ihren glaubhaften Aussagen voller Beweiswert zu und könnten ggf. der Überführung Ihres Sohnes dienen.

Kommt die Staatsanwaltschaft nacht Abschluss der Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass eine Verurteilung Ihre Sohnes wahrscheindlich ist als ein Freisspruch, so erhebt sie Anklage. Es wird dann zu einer Verhandlung vor einem Strafgericht kommen - der sog. Hauptverhandlung. In dieser werden alle Beweise "erörtert", insbesondere alle Zeugen nochmals vernommen. Alles was dann Gegenstand dieser Hauptverhandlung war dient dem Gericht dann als Grundlage der Entscheidung über Verurteilung oder Freispruch.

Entsprechend können Sie durch eine Strafanzeige die strafrechtliche Verurteilung Ihres Sohnes herbeiführen, wenn die Beweissituation dies hergibt. Da es sich in Ihrem Fall um einen sog. "Familiendiebstahl", § 247 StGB. Danach wird die Tat nur auf Strafantrag hin verfolgt.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

Ähnliche Fragen in der Kategorie Strafrecht