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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Ich bin gem. 35 btmg aus der Haft entlassen worden und habe

Kundenfrage

Ich bin gem. §35 btmg aus der Haft entlassen worden und habe die terapie nicht angetreten womit muss ich jetzt rechnen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Strafrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Gem. § 35 Abs. 5 BtMG wird die Vollstreckungsbehörde, als die Staatsanwaltschaft, die Zurückstellung der Strafvollsteckung widerrufen, wenn nicht zu erwarten ist, dass Sie eine entsprechende Behandlung alsbald beginnen. Das bedeutet, Sie müssten die Freiheitsstrafe wieder antreten.

Von einem Widerruf kann die Staatsanwaltschaft jedoch absehen, wenn Sie den Nachweis einer entsprechenden Behandlung erbringen.

Wenn Sie den Antritt einer Freiheitsstrafe vermeiden wollen, sollten Sie daher darum bemühen, Ihre Therapie noch anzutreten (soweit der Platz noch frei ist - daher sollten Sie sich beeilen!). Auch können Sie sich um eine Alternative bemühen, wenn in Ihrer Region entsprechende Therapieplätze kurzfristig verfügbar sein sollten.

Den Maßgeblichen Gesetzestext habe ich Ihnen hier einal zitiert:

"(5) Die Vollstreckungsbehörde widerruft die Zurückstellung der Vollstreckung, wenn die Behandlung nicht begonnen oder nicht fortgeführt wird und nicht zu erwarten ist, daß der Verurteilte eine Behandlung derselben Art alsbald beginnt oder wieder aufnimmt, oder wenn der Verurteilte den nach Absatz 4 geforderten Nachweis nicht erbringt. Von dem Widerruf kann abgesehen werden, wenn der Verurteilte nachträglich nachweist, daß er sich in Behandlung befindet. Ein Widerruf nach Satz 1 steht einer erneuten Zurückstellung der Vollstreckung nicht entgegen."

Ich möchte Sie zudem darauf hinweisen, dass die Staatsawaltschaft zudem für die Zeit bis zum Antritt der Freiheitsstrafe bzw. Unterbringung in einer Entziehungsanstalt gem. § 35 Abs. 7 BtMG einen Haftbefehl erlassen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte ein Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)