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rakrueger
rakrueger, Sonstiges
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 3805
Erfahrung:  Rechtsanwalt
36252690
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rakrueger ist jetzt online.

Guten Tag, - ich war bis 31.12.16 als Einzelunternehmer

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
- ich war bis 31.12.16 als Einzelunternehmer selbständig
- meine Frau ist bis heute und weiter berufstätig und zahlt über die Gehaltsabrechnung Steuern
- entsprechend gibt es eine Steuer-Nr. und zwei Ident-Nummern
- wir geben jährlich - obwohl wir gesetzliche Gütertrennung haben - eine gemeinsame Steuererklärung ab
- aus der Steuererklärung 2014 und 2015 bestehen Steuerrückstände, die sich aus meiner Selbständigkeit ergeben haben
- nun erhielt meine Frau eine Zahlungsaufforderung mit VollstreckungsankündigungIst das zulässig, dass meine Frau diese erhalten hat, kann sie sich dagegen wehren ?
Nach unserer Meinung hat sie keine Steuerschuld.
Oder ergibt sich Ihr gegenüber eine Steuerschuld aus der gemeinsamen Steuererklärung heraus ?MFG H. Rau
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Es ist zulässig, dass das Finanzamt bei Ihrer Frau die Steuern vollstreckt. Nach § 44 AO sind bei gemeinsamer Steuerveranlagung, wie in Ihrem Fall, beide Eheleute Gesamtschuldner, sodass das Finanzamt von jedem Ehegatten die gesamte Steuerschuld verlangen kann.

Nach § 268 AO aber kann Ihre Frau beantragen, dass die Vollstreckung wegen der Steuern jeweils auf den Betrag beschränkt wird, der sich nach Maßgabe der §§ 269 bis 278 AO bei einer Aufteilung der Steuern ergibt und in Ihrem Fall somit die Ehefrau nur mit dem Steuerbetrag in Anspruch genommen wird, der ihrem Anteil an dem gesamten Einkommen entspricht.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Krüger,
haben Sie vielen Dank, ***** ***** schon einmal ein wichtiger Hinweis.
wenn ich es richtig verstanden habe, muss meine Frau entsprechend den Widerspruch schreiben.
Muss meine Frau dann auch gleichzeitig oder später auf Anforderung ihren Steueranteil nachweisen, oder kann/muss das Finanzamt das aus der Steuererklärung selbst ermitteln ?
Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 3 Monaten.

Ihre Frau muss widersprechen und den Antrag stellen. Es kann sein, dass Ihre Frau dann nachweisen muss, wie sich die Steuerschuld verteilt. Ein Nachweis wäre dann nicht notwendig, wenn sich die Steuerschuldverteilung aus der Steuererklärung ergibt. Das kann ich aber nicht beurteilen. Da sollten Sie Ihren Steuerberater um Hilfe bitten.

rakrueger und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.