So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RAScholz.
RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuerrecht - Anwälte hier ein
RAScholz ist jetzt online.

Ich habe vor kurzem einen Brief vom Gerichtsvollzieher erhalten,

Kundenfrage

Ich habe vor kurzem einen Brief vom Gerichtsvollzieher erhalten, der im Auftrag eines Inkassobüros eine Forderung der Fa. ''Viag Interkom' (jetzt O2 ) von Jan. 2001 von Mir fordert. Meine Frage: Sind solche Forderungen nicht verjärht??? Und was kann ich tun um entgegen zu wirken??? Danke!!!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Einreder der Verjährung müssen Sie erheben, damit die Verjährung wirksam wird.

Sie sollten daher schriftlich mit den Anspruchssteller Kontakt aufnehmen und mitteilen, dass Sie die Einrede der Verjährung erheben.

Es gibt Verjährungshemmende Maßnahmen. Eine davon ist, dass das gerichtliche Mahnverfahren betrieben wird oder aber über den Anspruch zwischen Ihnen und dem Anspruchssteller verhandelt worden ist. War es so, dass Sie bislang nichts vom Anspruchssteller gehört haben nun erstmalig einen Mahnbescheid zugestellt bekommen haben - also vorher weder Mahn- noch Klagverfahren gegen Sie betrieben worden ist - , ist die Forderung verjährt. Damit Sie nun nicht mehr wegen der Forderung in Anspruch genommen werden können, müssen Sie aber dem Gläubiger wie gesagt die Einrede der Verjährung mitteilen. Es reicht aus, wenn Sie schreiben: "Hiermit erhebe ich gegen Ihre Forderung des Datums vom (.....) die Einrede der Verjährung." Sodann kann die Forderung nicht mehr bei Ihnen beigetrieben werden, wenn tatsächlich keine Hemmenden Umstände vorliegen bzw. vorgelegen haben.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt

RAScholz und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gegen den Mahnbescheid, den Sie wohl bekommen haben, müssen Sie dann noch den Widerspruch einlegen, damit Sie nicht einen unberechtigten Titel gegen sich riskieren. Der Vordruck über den Widerspruch liegt dem Mahnbescheid bei.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das lustige an der Sache ist, dass ich nur einen Brief vom Gerichtsvollzieher bekommen habe, und zwar über eine Teilforderung.....es war kein Ger.Mahnbescheid dabei...!!
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dann ist das Mahnverfahren gegen Sie schon betrieben worden? Oder sind Sie in der Sache schon verklagt und verurteilt worden?

Gibt es einen Vollstreckungsbescheid oder Urteil in der Sache gegen Sie?

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, es gibt einen Vollstreckungsbescheid vom 5.11.2001 erlassen..und dann eine Brief vom Amtsgericht
der wie folgt lautet - Antrag auf Zwangsvollstreckung/Terminbstimmung zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung- vom 29.122011. Zu der Zeit als diese Forderung entstand, musste ich schon EV abgeben..das ist jetzt 11 Jahre her....Danke
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dann sieht die Sache anders aus: Nachdem es schon einen Titel über die Forderung gibt, ist Verjährung noch nicht eingetreten. Titulierte Forderungen wie die Ihre Verjähren erst nach 30 Jahren.

Der Brief, den Sie bekommen haben, setzte Ihnen Termin für die Vollstreckung. Wenn der GV dann kommt, wird er versuchen, die Vollstreckung durch zu führen. Gibt es bei Ihnen keine pfändbaren Gegenstände, wurde wohl auch gleich vom Gläubiger beantragt, Ihnen die EV abzunehmen. Hier müssen Sie angeben, mittellos zu sein, was dann auch stimmen muss, ansonsten Sie sich strafbar machen. Mit dem GV kann - wenn der Gläubiger zugestimmt hat, was schon im Antrag möglich ist - auch eine Teilzahlung für die Dauer von sechs Monaten vereinbart werden.

Wie gesagt, Verjährung ist in Ihrem Falle dann noch nicht eingetreten.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt