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Ernesto Grueneberg
Ernesto Grueneberg, Abogado
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1310
Erfahrung:  Master of Laws
47081509
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Ernesto Grueneberg ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,meine Schwester und ich haben

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Schwester und ich haben vor 2 Jahren zu gleichen Anteilen mehrere mit Rest-Hypotheken belastete Mehrfamilienhäuser von unseren Eltern überschrieben bekommen und daür auch entsprechende Schenkungssteuer bezahlt. Sämtliche Immobilien sind mehr als 10 Jahre im Besitz meiner Eltern. Wir beabsichtigen nun einen Teil dieser Häuser zu verkaufen und eine rechtsverbindliche Auskunft über die sogenannte eventuell anfallende "Spekulationssteuer" konnte uns bisher leider nicht erteilt werden. Ich wäre daher dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. In den letzten 10 Jahren haben wir bereits 1 Veräußerungsgeschäft getätigt. Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

danke XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

eine abschließende Antwort hier ist nicht möglich. Es müssen die Unterlagen durchsichtet werden.

Im Allgemeinen gilt: Bei einer unentgeltlichen Übertragung fällt Einkommensteuer wegen privaten Veräußerungsgeschäfts, wenn zwischen Erwerb und Verkauf nicht mehr als 10 Jahre vergangen sind. Maßgeblich ist das Datum der notariellen Beurkundung des Kaufvertrages.

Nach § 23 Abs. 1 S. 3 EstG gilt allerdings bei unentgeltlichem Erwerb, dass die 10- Jahresfrist ab vorherigem entgeltlichen Erwerb zu laufen begann.

Haben Ihre Eltern die Immobilien vor mehr als 10 Jahren erworben, dann sollte der Verkauf steuerfrei werden.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben

Ernesto Grueneberg und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Immobilien wurden uns per Übertragungsvertrag übergeben. Als Gegenleistung haben wir die Resthypotheken übernommen. Gilt dies trotzdem als vorgezogener Erbfall? Zumal wir ja auch Schenkungssteuer bezahlt haben. Der Erwerb der Häuser durch unsere Eltern erfolgte ca. 1983, bzw. handelte es sich um selbst erstellte Immobilien. Die Frage ist nun, ob wir bei einer Veräußerung die 10-Jahresfrist unserer Eltern mitübernommen haben. Manche beahupten nämlich, dass durch die Tatsache, dass wir die Restschulden übernommen haben, keine Schenkung mehr vorliegt und wir daher die sogenannte Spekulationssteuer zu bezahlen hätten. Weiterhin ist uns unklar, ob die Anzahl der steuerfreien Veräußerungsgeschäfte (3 Stück innerhalb von 5 Jahren???) hier auch greifen würde?
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dass die Schulden übernommen worden sind, spielt m.E. keine Rolle. Entscheidend ist es, dass die Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erfolge erfolgt ist. Aber, wie ich schon postuliert habe, kann dies nicht abschließend online geprüft werden. Die anderslautende Meinung basieren auf der Annahme, dass hier eine gemischte Schenkung erfolgte. In dem Fall halte ich dies für nicht zutreffend. Es würde aber -sollte diese andere Ansicht zutreffend sein- nicht der gesamte Gewinn, sondern den dem entgeltlichen Teil entsprechend, zu versteuern sein.

Die sog Spekulationssteuer ist immer subsidiär. Nach § 23 Abs. 2 EStG gilt: "Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften der in Absatz 1 bezeichneten Art sind den Einkünften aus anderen Einkunftsarten zuzurechnen, soweit sie zu diesen gehören"

Sollte die 3-Objekte-Grenze überschritten werden, dann sind die Veräußerungsgewinne als Einkünfte aus Gewerbebetrieb immer zu versteuern, auch nach einer Frist von 10 Jahren.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage zur Zufriedenheit beantworten.

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