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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 16692
Erfahrung:  21 Jahre Anwaltserfahrung, umfassende steuerrechtliiche Ausbildung
44859865
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Betreff schenkungssteuer Guten Abend meine frage ist. ich

Kundenfrage

Betreff schenkungssteuer

Guten Abend
meine frage ist.

ich will mein Haus noch vor der versteigerung die am 19.1.2011 stattfinden soll, an einen bekannten verkaufen,
mit der option des rückkausfs nach 5 Jahren
der verkehrswert wurde mit 257.000€ ermittelt
die derzeitigen schulden belaufen sich auf ca. 110.000€
der kaufpreis für meinen bekannten wäre 120.000€

macht eine diverenz von 137.000€,müsste man für diese summe wirklich eine schenkunssteuer bezahlen???
wenn es doch gar keine schenkung ist

jetzt waren wir heute beim notar,und der teilte uns mit,das eventuel eine schenkungssteuer für den käufer vom finanzamt erfolgen könnte,würde

ist dem so wirklich?

ich sehe das etwas anders,weil er ja nix geschenk bekommt,sonder, lediglich ein schnäppchen macht, wenn man das somal sagen darf,

denn eine schenkung ist doch letzt endlich eine unendgeltliche zuwendung,
und das ist ja in diesem fall nicht gegeben.

oder liege ich hier falsch?????

gibt es Urteile auf die man sich da stützen könnte?

mfg Familie Stahl
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:


Der Notar hat leider recht.


In Ihrem Fall liegt eine sog. gemischte Schenkung vor, für die die Grundsätze des Erbschaftssteuerrechts gelten.

Dies ist Gesetz ( § 7 I2 ERbSTG)

Diese liegt dann vor, wenn ein Gegenstand zum Teil entgeltlich, zum Teil unentgeltlich erworben wird.

Ein Kauf unter dem Verkehrswert führt zu einer gemischten Schenkung.

Für die Ermittlung der Bereicherung aus einer gemischten Schenkung und für die Ermittlung ihres Steuerwertes ist als Besteuerungstatbestand die bürgerlichrechtliche Bereicherung des Beschenkten anzusetzen.

Dies ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Verkehrswert der Schenkung und der Gegenleistung des Beschenkten.

Die schenkungssteuerliche Bemessungsgrundlage ermittelt man indem man den Steuerwert der Leistung des Schenkers in dem Verhältnis aufteilt, indem der Verkehrswert der Bereicherung des Beschenkten ( Wert des Grundstücks nach Abzug der Gegenleistungen) im Verhältnis zum Verkehrswert des geschenkten Vermögens steht.

Es unterliegt also grob gesagt , nur der unentgeltlich zugewandte Teil der Schenkungssteuer.




Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

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Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin




Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank



Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Fragen ? Wenn nicht, bitte ich, meine Antwort zu akzeptieren, auch wenn das Ergebnis Ihnen nicht gefällt.

Sie sehen , dass ein anderer Experte meiner Antwort zugestimmt hat.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin

Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 15.01.2011 um 10:39 Uhr EST

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