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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuerrecht - Anwälte hier ein
troesemeier ist jetzt online.

Ich habe Anfang 2010 wertpapiergesch fte im Rahmen einer Nacherkl rung

Kundenfrage

Ich habe Anfang 2010 wertpapiergeschäfte im Rahmen einer Nacherklärung und Selbstanzeige dargelegt.Für 2001-2003 Verluste,für 2004-2006 Gewinne.Das Finanzamt erkennt aber die Verluste aus 2001-2003 nicht an-es seien Fristen verstrichen.ist das korrekt?
2007 habe ich mit wertpapiergeschäften gewinne gemacht ,2008 Verluste.das Finanzamt hat die Verluste zurückgetragen,möchte aber für 2007 Zinsen!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn es für für die Jahre 2001 bis 2003 bereits Bescheide gegeben hat, die zwischenzeitlich schon rechtskräftig geworden sind, muss das Finanzamt die später erklärten Verluste nicht mehr anerkennen.

Es greift hier § 169 Abgabenordnung.

Eine Steuerfestsetzung sowie ihre Aufhebung oder Änderung sind nicht mehr zulässig, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist. Die Festsetzungsfrist beträgt:
1.
ein Jahr
für Verbrauchsteuern und Verbrauchsteuervergütungen,
2.
vier Jahre
für Steuern und Steuervergütungen, die keine Steuern oder Steuervergütungen im Sinne der Nummer 1 oder Einfuhr- und Ausfuhrabgaben im Sinne des Artikels 4 Nr. 10 und 11 des Zollkodexes sind.
Die Zinsforderung 2007 erschließt sich mir nicht. Gegebenenfalls sollte, soweit noch möglich, Rechtsmittel eingelegt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von troesemeier am 29.11.2010 um 19:43 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
bescheid für 2001 ergangen 22.9.05 teilweise vorläufig
bescheid für 2002 ergangen 6.10.2005 teilweise vorläufig
für 2003 am 26.10.2005 teilweise vorläufig.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Festsetzungsfristen sind allesamt leider abgelaufen und damit die Möglichkeit der Äbänderung genommen.

Wenn Sie die Bescheide nicht durch Einsprüche "offen" gehalten haben, hat eine Nacherklärung jedenfalls zugunsten des Steuerpflichtigen keine Wirkung mehr.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
meinem Steuerberater habe ich bei der EK-Steuererklärung für 2001 Verluste gemeldet-er hat sie aber nicht angegeben.Was tun?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gegenüber dem Finanzamt haben Sie sich die Arbeit des Steuerberaters zurechnen zu lassen. Insoweit können Sie anhand der Unterlagen nur prüfen lassen, ob Sie Ihren Steuerberater für die falschen Angaben in der Erklärung 2001 noch in die Haftung nehmen können. Hierzu müssten Sie allerdings nachweisen, dass Sie ihm die Verluste gemeldet haben und es Ihnen im Rahmen der Besprechung und Unterzeichnung der Steuererklärung nicht aufgefallen war, dass die von Ihnen gemeldeten Verluste in der Steuererklärung nicht aufgeführt waren.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ich stimme den Ausführungen des Kollegen grundsätzlich zu. Ich möchte lediglich hinzufügen, das der Anspruch des Finanzamts auf eine Verzinsung der Steuerforderung aus dem Jahr 2007 sich bei einem Verlustrücktrag aus dem Jahr 2008 nach § 233a Abs.2a Abgabenordnung richtet. Dieser lautet wie folgt:

 

§ 233 a Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen

(1) 1 Führt die Festsetzung der Einkommen-, Körperschaft-, Vermögen-, Umsatz- oder Gewerbesteuer zu einem Unterschiedsbetrag im Sinne des Absatzes 3, ist dieser zu verzinsen. 2 Dies gilt nicht für die Festsetzung von Vorauszahlungen und Steuerabzugsbeträgen.

(2) 1 Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist. 2 Er beginnt für die Einkommen- und Körperschaftsteuer 21 Monate nach diesem Zeitpunkt, wenn die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft bei der erstmaligen Steuerfestsetzung die anderen Einkünfte überwiegen. 3 Er endet mit Ablauf des Tages, an dem die Steuerfestsetzung wirksam wird.

(2a) Soweit die Steuerfestsetzung auf der Berücksichtigung eines rückwirkenden Ereignisses (§ 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 2) oder auf einem Verlustabzug nach § 10 d Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes beruht, beginnt der Zinslauf abweichend von Absatz 2 Satz 1 und 2 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem das rückwirkende Ereignis eingetreten oder der Verlust entstanden ist.

(3) 1 Maßgebend für die Zinsberechnung ist die festgesetzte Steuer, vermindert um die anzurechnenden Steuerabzugsbeträge, um die anzurechnende Körperschaftsteuer und um die bis zum Beginn des Zinslaufs festgesetzten Vorauszahlungen (Unterschiedsbetrag). 2 Bei der Vermögensteuer ist als Unterschiedsbetrag für die Zinsberechnung die festgesetzte Steuer, vermindert um die festgesetzten Vorauszahlungen oder die bisher festgesetzte Jahressteuer, maßgebend. 3 Ein Unterschiedsbetrag zugunsten des Steuerpflichtigen ist nur bis zur Höhe des zu erstattenden Betrags zu verzinsen; die Verzinsung beginnt frühestens mit dem Tag der Zahlung.

(4) Die Festsetzung der Zinsen soll mit der Steuerfestsetzung verbunden werden.

(5) 1 Wird die Steuerfestsetzung aufgehoben, geändert oder nach § 129 berichtigt, ist eine bisherige Zinsfestsetzung zu ändern; Gleiches gilt, wenn die Anrechnung von Steuerbeträgen zurückgenommen, widerrufen oder nach § 129 berichtigt wird. 2 Maßgebend für die Zinsberechnung ist der Unterschiedsbetrag zwischen der festgesetzten Steuer und der vorher festgesetzten Steuer, jeweils vermindert um die anzurechnenden Steuerabzugsbeträge und um die anzurechnende Körperschaftsteuer. 3 Dem sich hiernach ergebenden Zinsbetrag sind bisher festzusetzende Zinsen hinzuzurechnen; bei einem Unterschiedsbetrag zugunsten des Steuerpflichtigen entfallen darauf festgesetzte Zinsen. 4 Im Übrigen gilt Absatz 3 Satz 3 entsprechend.

(6) Die Absätze 1 bis 5 gelten bei der Durchführung des Lohnsteuer-Jahresausgleichs entsprechend. (7) 1 Bei Anwendung des Absatzes 2 a gelten die Absätze 3 und 5 mit der Maßgabe, dass der Unterschiedsbetrag in Teil-Unterschiedsbeträge mit jeweils gleichem Zinslaufbeginn aufzuteilen ist; für jeden Teil-Unterschiedsbetrag sind Zinsen gesondert und in der zeitlichen Reihenfolge der Teil-Unterschiedsbeträge zu berechnen, beginnend mit den Zinsen auf den Teil-Unterschiedsbetrag mit dem ältesten Zinslaufbeginn. 2 Ergibt sich ein Teil-Unterschiedsbetrag zugunsten des Steuerpflichtigen, entfallen auf diesen Betrag festgesetzte Zinsen frühestens ab Beginn des für diesen Teil-Unterschiedsbetrag maßgebenden Zinslaufs; Zinsen für den Zeitraum bis zum Beginn des Zinslaufs dieses Teil-Unterschiedsbetrags bleiben endgültig bestehen. 3 Dies gilt auch, wenn zuvor innerhalb derselben Zinsberechnung Zinsen auf einen Teil-Unterschiedsbetrag zuungunsten des Steuerpflichtigen berechnet worden sind.

 

Sie können daher bei einer gegebenenfalls zu hohen Zinsberechnung in Bezug auf die festgesetze Steuerschuld im Rahmen des Einkommensteuerbescheids aus dem Jahr 2007 ein Änderungsantrag stellen, d.h die Festsetzung niedriger Zinsen beantragen, weil hier die Frist zur Änderung des Einkommensteuerbescheids aus dem Jahr 2007 noch nicht abgelaufen ist.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt

 



Verändert von KSRecht am 30.11.2010 um 09:05 Uhr EST
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich danke für die Ergänzung des Kollegen und hoffe, Ihnen hilft dies weiter.

Bitte vergessen Sie nicht zu akzeptieren, damit die Frage sodann geschlossen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

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