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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 900
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuerrecht - Anwälte hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Ich gehe im August 2011 mit 65 in Rente. Meine Bruttorente

Kundenfrage

Ich gehe im August 2011 mit 65 in Rente. Meine Bruttorente beträgt nach letzten Meldungen
2185,-€. Meine Frau bekommt eine Nettorente von 526,-€. Ich kann noch danach ein Jahr lang 3000,-€ im Monat hizuverdienen . Meine Frage ist, wie hoch ist die Gesamtbesteuerung.

mfg

J. Friedt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Seit dem 1. Januar 2005 müssen Rentner 50 % der gesetzlichen Rente versteuern, wenn das so ermittelte Einkommen den Grundfreibetrag von 7.664 € übersteigt (im Jahr 2009 beträgt der Grundfreibetrag 7.834 €, im Jahr 2010 8.004 €, Änderung durch das Zweite Konjunkturpaket). Diese Regelung gilt sowohl für Rentner, die dies am 31. Dezember 2004 schon sind, als auch für die, die es erst einen Tag später werden. Bis zum Jahr 2020 erhöht sich der Teil der zu versteuernden Rente für jeden Rentnerjahrgang um jährlich zwei Prozentpunkte auf 80 %, 2007 sind also 54 % zu versteuern. Nach 2020 steigert sich der Betrag jährlich um einen Prozentpunkt, um im Jahr 2040 den Wert von 100 % zu erreichen (Artikel 1 Nummer 11 AltEinkG, § 22 Nummer 1 Satz 3 EStG neue Fassung). Der steuerfreie Anteil wird für jeden Rentnerjahrgang auf Dauer festgeschrieben. Bei Beamten beträgt der Freibetrag anfänglich 40 %, höchstens 3.000 € plus einem Zuschlag von 900 € (Artikel 1 Nummer 11, § 19 Absatz 2 EStG n.F.; auch hier wird der Versorgungsfreibetrag für jeden Jahrgang festgeschrieben). Dieser Freibetrag reduziert sich bis 2020 um 1,6 Prozentpunkte jährlich bis 2020 und dann um 0,8 Prozentpunkte bis zum völligen Wegfall im Jahr 2040, ebenfalls reduziert sich der Zuschlag zu diesem Versorgungsfreibetrag von 900 € im Jahr 2005 auf 0 € im Jahr 2040. Der Ertragsanteil von Kapitallebensversicherungen ist grundsätzlich nicht mehr steuerfrei, wenn sie nicht auf Rentenbasis ausgezahlt werden (Bestandsschutz für bis zum 31.12.2004 abgeschlossene Verträge, § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG). Wenn die Versicherungsleistung nach Erreichen des 60. Lebensjahres und nach mindestens zwölf Jahren seit Vertragsabschluss gewährt wird, ist nur die Hälfte des Ertrags, also des Unterschiedes zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beiträge, steuerbar (Artikel 1 Nummer 12 AltEinkG, § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG n.F.). Private Lebensversicherungen, die als Rente ausgezahlt werden, sind wie bislang Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit dem Ertragsanteil zu versteuern, der allerdings reduziert worden ist (18 % bei Rentenbeginn mit 65 Jahren, Artikel 1 Nummer 13 AltEinkG, § 22 Satz 3 a bb EStG n.F.).

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich hatte gehofft, dass Sie mir zu meinem speziellen Fall eine Antwort geben könnten. Das was Sie schreiben, kann ich im Internet nachlesen.

 

J. Friedt

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich kann Ihnen keine Zahlen nennen, wenn Sie das meinen. Dazu müssen Sie einen Steuerberater fragen und keinen Anwalt.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Friedt,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

 

Ihre Frage beantworte ich gern wie folgt:

 

Wenn Sie mit ihrer Ehefrau zusammen zur Einkommensteuer im Jahr 2011 veranlagt werden, müssen Sie auf die von Ihnen angegebenen jährlichen Renteneinkünfte sowie einen eventuellen Zusatzverdienst in Höhe von € 3000.- monatlich folgende Steuern leisten:

 

1. Einkommensteuer : € 1171.-

2. Solidaritätszuschlag: € 0

3. Kirchensteuer: € 105.-

 

Im Jahr 2012 ergibt sich aufgrund ihrer Angaben folgende Steuerbelastung für ihre Ehegattin und Sie:

 

1. Einkommensteuer: € 4946.-

2. Solidaritätszuschlag : € 272.-

3. Kirchensteuer: € 445.-

 

Ihre monatlichen Rentebezüge werden in Höhe von 62 % besteuert, da Sie ab Ausgust 2011 rentenbezugsberechtigt sind und Ihnen ab diesem Zeitpunkt die Rente zufließt.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 09.11.2010 um 07:19 Uhr EST