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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 16570
Erfahrung:  21 Jahre Anwaltserfahrung, umfassende steuerrechtliiche Ausbildung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, ich h tte da mal ne Frage. Ich habe da noch

Kundenfrage

Guten Abend,
ich hätte da mal ne Frage.
Ich habe da noch ein Gewerbe aus früheren Jahren, dieses Gewerbe habe ich bis 2008 hauptberuflich ausgeübt. 2009 arbeitete ich überwiegend als Angestellter in einem Arbeitsverhältnis und übte dieses Gewerbe fast nicht aus. 2010 arbeitete ich nur als Angestellter in einem Arbeitsverhältnis ohne gewerbliche Umsätze. Nun habe ich allerdings viele Rechnungen, über die ich einiges an Umsatzsteuer zurückbekommen könnte. Und das Gewerbe möchte ich vielleicht ganz oder teilweise in 2011 wieder ausüben.
( ?? Kann ich meine gesammelten Rechnungen aus 2010 am Jahresende über die Umsatzsteuererklärung einreichen, um so die Umsatzsteuer zurück zu bekommen.?
Mit bestem Dank im Voraus
Viele Grüße
Richard Heisler
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:

Um einen Vorsteuerabzug geltend machen zu können müssten Sie zunächst Unternehmer sein, 15 USTG

Nach § 2 USTG sind Sie Unternehmer wenn Sie eine umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit gewerblich ausüben.
Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen.

Wenn Ihr Gewerbe 2009 und vor allem 2010 geruht hat , fehlt es an diesem Merkmal, da Sie ja in diesen Jahren keine Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen ausgeübt haben, sondern vielmehr teilweise ausschließlich als Angestellter tätig waren.

Es wird Ihnen daher leider nicht möglich sein, ihre Rechnungen aus dem Jahr 2010 einzureichen, um die Vorsteuer wiederzubekommen.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte folgendes zu beachten:

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin

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Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Heisler,

anbei noch ein Nachtrag: ich habe noch einmal recherchiert und eine Entscheidung aus dem Jahr 1993 gefunden.( BFH v. 15.03. 1993, 18/89), die Ihnen vielleicht doch zum Vorsteuerabzug verhelfen könnte.

In dieser hatte ein bereits selbständig tätiger Ingenieur mit Fachhochschulabschluss ein Studium derselben Fachrichtung absolviert.
Die USt für seine Studienkosten konnte er absetzen, wenn sein Unternehmen während des Studiums fortbestand.
Das kann auch der Fall sein, wenn nicht durchgehend entgeltliche Leistungen ausgeführt wurden.

Ob dieser Fall mit Ihrem allerdings verglichen werden kann, ist zweifelhaft.

Dass Studium enthielt dieselbe Fachrichtung wie das Gewerbe und es konnte aus den Gesamtumständen entnommen werden, dass das Gewerbe forgeführt werden würde, nämlich sobald das Studium beeendet ist.

Es kommt also darauf an, ob trotz Ihrer Angestelltentätigkeit davon ausgegangen werden konnte, dass Sie das Gewerbe weiter fortführen.

Sie können vielleicht versuchen, gegenüber dem Finanzamt entsprechend zu argumentieren.

Ich bedanke XXXXX XXXXXür Ihre freundliche Akzeptierung und Ihre nette Bewertung und wünsche Ihnen viel Erfolg.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 27.10.2010 um 22:05 Uhr EST

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