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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 1468
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Mein unverheirateter Bruder ist mit 57 Jahren verstorben

Beantwortete Frage:

Mein unverheirateter Bruder ist mit 57 Jahren verstorben

und ich habe als Alleinerbe (Erbschein liegt vor) von der HDI Lebensversicherung AG eine über den Arbeitgeber abgeschlossene Direktversicherung ausbezahlt bekommen (8.000 EUR). Hinterbliebene in Todesfall können sein: Ehegatten - frühere Ehegatten - Kindergeldberechtigte Kinder - Lebensgefährten - Eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Sollte keine dieser Personengruppen vorhanden sein, kann im Todesfall vor Rentenbeginn ein Sterbegeld an jede beliebige Person gezahlt werden. Dieses ist allerdings auf die gewöhnlichen Beerdigungskosten - zurzeit 8.000 € - begrenzt. Ich habe 8.000 € von der HDI Lebensversicherung erhalten und auch Erbschaftssteuer gezahlt. Jetzt wird die Kapitalleistung (Einmal-Zahlung) als sonstige Einkünfte in voller Höhe mit meinem Steuersatz versteuert, so dass ich 2.000 € zahlen muss. Frage: Muss ich für eine geerbte Direktversicherung "Erbschaftssteuer und Einkommensteuer" zahlen? Dem Einspruch beim Finanzamt wurde nicht entsprochen: Gründe: Originaltext Zu den von Ihnen bemängelten Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag/einer betrieblichen Altersversorgung liegt mir eine elektronische Übermittlung der "HDI Lebensversicherung AG" vor, nach der Sie am 23.03.2015 unter der Kunden-Nr.(###) ###-####(Ordnungsmerkmal 2015-54771/40-07543699-00) eine Einmal-Zahlung in Höhe von 8.000 € erhalten haben. Diese ist gem. § 22 Nr. 5 Einkommensteuergesetz im Jahr der Auszahlung steuerpflichtig und nach Aktenlage korrekt angesetzt worden. An die elektronische Übermittlung des Anbieters bin ich gebunden. Sollte diese Übermittlung falsch sein, benötige ich eine entsprechende Korrektur des Versicherers. Diese ist grundsätzlich auf elektronischem Weg vorzunehmen. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Versicherer die Korrektur der übermittelten Ergebnisse dem Finanzamt schriftlich anzeigen. Eine solche Bescheinigung liegt mir bisher nicht vor. Bitte teilen Sie mir bis zum 23.11.2017 mit, ob Sie sich nach erneuter Überprüfung meinen Gründen anschließen können und den Einspruch zurücknehmen.

Gepostet: vor 24 Tagen.
Kategorie: Steuern
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Darf ich Ihren Satz: Ich habe 8.000 € von der HDI Lebensversicherung erhalten und auch Erbschaftssteuer gezahlt - so verstehen, dass Sie den Betrag ebenfalls in der Erbschaftssteuererklärung angeben haben und dieser dort mitberücksichtigt wurde?

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

es gibt durchaus Fällen, in denen Erbschaftssteuer und Einkommensteuer zusammenfallen. Die Direktversicherung wäre steuerfrei, wenn die Voraussetzungen des § 3 Nr 63 EStG erfüllt wären. Dies kann ich anhand Ihrer Angaben nicht überprüfen. Allerdings kommt bei Ihnen hinzu, dass Sie nicht den steuerlichen Hinterbliebenenbegriff als Bruder erfüllen (wie etwa Kinder, Ehegatten, Lebenspartner), so dass auch diesbezüglich die Zahlung nicht steuerfrei ist und als Einkünfte im Sinne des § 22 Nr. 5 EStG versteuert werden müssen.

Was m.E. aber gehen müsste wäre die Anrechnung der Erbschaftsteuer im Sinne des § 35b EStG. Der § 35b gewährt zwar keinen vollständigen Ausgleich der tatsächlichen Erbschaftsteuerbelastung, die Sie bereits auf die 8.000,00 EUR gezahlt haben, aber er führt zumindest zu einer anteiligen Anrechnung. Diesen Antrag können Sie nach dem mir vorliegenden Sachverhalt auch noch stellen.

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K. Nitschke

Rechtsanwältin

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