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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4720
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Ist eine Anzahlung von einem Kunden aus Norwegen eine

Beantwortete Frage:

Ist eine Anzahlung von einem Kunden aus Norwegen eine umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung? In welchem Monat ist die Anzahlung in die Umsatzsteuer-Voranmeldung zu nehmen? Im dem Monat, in dem die Rechnung über die Anzahlung geschrieben wird oder in dem Monat, in dem die Endabrechnung erstellt wird? Geliefert wird ein Anhänger nach Norwegen. Der deutsche Lieferant lässt sich eine Anzahlung bezahlen, ehe der Lieferant mit der Herstellung des PKW-Anhängers beginnt.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich habe einen Mandanten, der eine steuerfreie Rechnung über die Anzahlung für einen Anhänger schreibt. Der Kunde wohnt in Norwegen und der Anhänger wird in ein paar Wochen nach Norwegen mit der Spedition versendet. Meine erste Frage: Darf die Anzahlungsrechnung steuerfrei sein? Zweite Frage: In welchem Monat ist diese Rechnung in die Umsatzsteuer-Voranmeldung zu nehmen? In dem Monat, in dem die AZ geschrieben wird oder erst in dem Monat, in dem die Endabrechnung geschrieben wird.
Gepostet: vor 30 Tagen.
Kategorie: Steuern
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 30 Tagen.

Sehr geehrter Kunde,

gerne beantworte ich ihre Frage wie folgt:

1. Wenn der Anhänger vom Lieferanten in der BRD an den Kunden in Norwegen geliefert wird und der Kunde ein Privatperson ist, fällt auf diesen Umsatz deutsche Umsatzsteuer an.

2. Wenn der Anhänger aber an einen Kunden in Norwegen geliefert wird, der Unternehmer ist, ist dieser Umsatz als innergemeinschaftlicher Erwerb von der deutschen Umsatzsteuer befreit und muss deshalb in Norwegen mit dem dort geltenden Umsatzsteuersatz versteuert werden.

3. Wenn der Umsatz in der BRD umsatzsteuerpflichtig ist, muss die Umsatzsteuer aus der Rechnung an den Kunden in den Voranmeldungszeitraum angemeldet werden, in dem die Lieferung ausgeführt wurde.

Ich hoffe ihre Frage beantwortet zu haben. Nachfragen können Sie gerne an mich richten, wenn Sie das wünschen.

Zuletzt darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Hallo Herr Severin,
Norwegen ist doch kein Mitglied der europäischen Union (EU) und somit umsatzsteuerrechtlich Drittland, oder? Ebenso wie die Schweiz.
Deshalb ist es doch unwesentlich, ob der Kunde eine Privatperson oder ein Unternehmer ist. In diesem Fall ist es doch wichtig, ob es einen Ausfuhrnachweis gibt, damit die Rechnung als umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung ausgestellt werden darf. Wenn die Anzahlungsrechnung ausgestellt wird, gibt es noch keinen Ausfuhrnachweis. Deshalb ist ja meine Frage, ob die Rechnung der Anzahlung als umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferung ausgestellt werden darf. Und folglich auch die Frage, ob ich diese Anzahlung bereits in der Umsatzsteuer-Voranmeldung (bzw. ZM-Meldung) von diesem Monat mit melden muss oder erst in dem Monat, in dem die Endrechnung geschrieben wird.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 30 Tagen.

Sehr geehrter Kunde,

Sie haben Recht. Bitte entschuldigen Sie. Ich gebe die Frage zur Beantwortung durch einen anderen Experten wieder frei. Ich verstehe die Problematik. Allerdings kann ich Ihnen zu diesem speziellen Thema nicht zeitnah eine Antwort geben.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Hallo Herr Severin,
danke. Ich hoffe, dass mir jemand diese Frage beantworten kann.
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 29 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung auf Grund des geschilderten Sachverhaltes mit:

Grundlage für die Beantwortung Ihrer Frage bildet § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a). Danach entsteht die Steuerschuld mit Ablauf des Voranmeldungszeitraumes, in dem die Anzahlung vereinnahmt worden ist.

Ergänzend ist aber Nr. 13.5. des Umsatzsteueranwendungserlasses heranzuziehen. Dort ist in Absatz 4 geregelt:

1 Eine Anzahlung für eine Leistung, die voraussichtlich unter eine Befreiungsvorschrift des § 4 UStG fällt oder nicht steuerbar ist, braucht nicht der Steuer unterworfen zu werden.

2 Dagegen ist die Anzahlung zu versteuern, wenn bei ihrer Vereinnahmung noch nicht abzusehen ist, ob die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung oder Nichtsteuerbarkeit der Leistung erfüllt werden. 3 Ergibt sich im Nachhinein, dass die Leistung nicht der Umsatzsteuer unterliegt, ist die Bemessungsgrundlage in entsprechender Anwendung des § 17 Abs. 2 Nr. 2 UStG zu berichtigen (vgl. BFH-Urteil vom 8.9.2011, V R 42/10, BStBl 2012 II S. 248).

Ich gehe davon aus, dass Sie zu gegebener Zeit die Voraussetzungen und Nachweise für die Steuerbefreiung der Ausfuhrlieferung erfüllen werden.

Wenn damit Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4720
Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.