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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 709
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
92866717
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ich bin 80 Jahre, verw., Rentnerin

Kundenfrage

ich bin 80 Jahre, verw., Rentnerin

(habe früher selbständig eine kleine Bäckerei u. Lebensmittelladen betrieben), beziehe 712,- € mtl. Rente + 316,- Pflegegeld mtl. + 200,- € Pachteinnahme p.a. also jährlich. Ich bin derzeit nicht zur Einkommensteuer veranlagt. Nun möchte ich für meine Rentenaufbesserung u. um den Kindern was zu geben, 2 Grundstücke veräussern. Dabei handelt es sich um 1x Bauplatz mit 115.000,- € Verkaufserlös und um 1x Wiesen-/Weidestück mit 30.000,- Verkaufserlös. Frage(n) bitte: was muss ich steuerlich beachten ? muss ich Steuern zahlen ? welche u. ggf. wie viel ? spielt es eine Rolle, wie das Finanzamt evtl. die Grundstücke einordnet/bewertet ? z.B. das Wiesen-/Weidegrundstück...... als Bauerwartungsland was muss/soll ich sonst noch beachten ? Vielen Dank für Ihr Weiterhelfen. ****

Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Steuern
Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für die Anfrage!

Wurde hinsichtlich des Wiesen-Weidegrundstücks eine Landwirtschaft damals betrieben? Wie lange befinden sich die Grundstücke in Ihrem Besitz/Eigentum?

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht Hermes

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
AW:
hinsichtlich des Wiesen-/Weidegrundstücks wurde vor langer Zeit einmal auch eine Landwirtschaft betrieben.Ich zahle auch einen Unfallversicherungsbeitrag in die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft SVLFG Bayreuth.Die Grundstücke befinden sich seit dem Tod meines Mannes im Dez. 1983 in meinem Alleineigentum.
Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 2 Monaten.

Danke für die Klarstellungen. Hinsichtlich des Bauplatzes können Sie diesen steuerfrei veräußern, da hier kein Betriebsvermögen vorliegt und das Grundstück bereits mehr als 10 Jahre in Ihrem Eigentum ist.

Hinsichtlich der Weidefläche ist es etwas schwieriger, da die Weidefläche durchaus Betriebsvermögen sein könnte und der Verkauf eine Entnahme darstellt und steuerpflichtig ist. Dies aber nur dann, wenn das Grundstück zum Betriebsvermögen eines landwirtschaftlichen Betriebs gehörte. Der Betrieb muss im zum Zeitpunkt der Grundstücksübertragung noch bestanden haben und die Verbindung des Grundstück mit dem Betrieb durfte nicht bereits früher beendet worden sein.

Ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb setzt eine selbstständige nachhaltige Betätigung voraus, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, und unter Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr unternommen wird. Kein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft liegt dagegen vor, wenn wegen einer sehr geringen Nutzfläche nur solche Erträge erzielt werden können, wie sie ein (privater) Gartenbesitzer in der Regel für Eigenbedarfszwecke erzielt.

Wenn also Ihr Mann als Rechtsvorgänger einen landwirtschaftlichen Betrieb - auch im einkommensteuerlichen Sinne - unterhalten hat und die Grundstücke in der Hand des Rechtsnachfolgers Betriebsvermögen geblieben sind, solange sie nicht entnommen wurden oder der Betrieb aufgegeben wurde, liegt nach wie vor Betriebsvermögen und der Gewinn wäre steuerpflichtig. Die Steuerpflicht wird aber gering sein, da Sie lediglich 30000,-- € erhalten. Eine Mandantschaft von uns hat im Raum Pfaffenhofen kürzlich ebenfalls ein Grundstück für 7€/m² verkauft.

Anmerkung:

Die Entscheidung, ob ein landwirtschaftlicher Betrieb vorliegt, ist in Grenzfällen schwierig zu treffen. Anhaltspunkte können sich aus der Größe und der Art der Bewirtschaftung des Grundstücks, aus der Einheitsbewertung und aus der Zugehörigkeit zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft oder anderen landwirtschaftlichen Berufsorganisationen ergeben. Lag nach der Einheitswertfeststellung ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Wohnteil und Wirtschaftsteil vor und überstieg die Größe der bewirtschafteten Fläche die für die Abgrenzung von einer privaten Gartenbewirtschaftung entwickelte Grenze von 3000 Quadratmeter, ist auch einkommensteuerrechtlich von einem landwirtschaftlichen Betrieb auszugehen.

Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 2 Monaten.

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
ich habe nun eine zwar ausführliche steuerliche Betrachtungsweise bzgl. meines Grundstückes erhalten, die jedoch sehr pauschal u. wenig individuell ausfällt. Ich würde mir schon wünschen, dass mein Thema u. Anliegen noch genauer u. konkreter analysiert wird - reiche gerne noch weitere Daten hierfür ein - und ich eine verbindlichere Antwort bekomme, Danke.
Zur Zeit kann ich nicht leider nicht bewerten.
Frdl. Grüße
K. Müller