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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4555
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo, ich habe folgende Frage: Meine Frau hält 100%

Beantwortete Frage:

Hallo, ich habe folgende Frage: Meine Frau hält 100% Geschäftsanteile an "unserer" GmbH. Diese hat einen Gewinnvortrag von 800 TE, das Stammkapital beträgt 100 TE. Nun sollen die 100% Geschäftsanteile auf mich übertragen werden und dies möglichst ohne Steuern zahlen müssen. Ich selbst bin GF der GmbH und werde es auch bleiben. Die GmbH wird auf jeden Fall von mir in den nächsten Jahren weitergeführt und auch das Personal bleibt.
Welche Lösung schlagen Sie vor?
Danke ***** ***** Grüße
Dr.med.Dr.Helmuth Krieg
Calw
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Steuern
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

zur Beantwortung Ihrer Frage bedarf es einer ergänzenden Angabe:

Wie hoch ist das Eigenkapital in der letzten Bilanz der GmbH vom 31.12.2016?

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Gerne:gezeichnetes Kapital zum 31.12.2016 107.371,30 €
Gewinnrücklagen zum 31.12.2016 813.923,74 €
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Anschluss an ihre ergänzenden Ausführungen im Rahmen einer Erstberatung mit:

Ihre Frau kann selbstverständlich íhre 100 %-ige Beteiligung an der GmbH an Sie zum zwischen Ihnen und Ihrer Frau vereinbarten Preis verkaufen. Wenn sich Anteilswert und Verkaufspreis decken, entsteht kein Veräußerungsgewinn gem. § 17 EStG und damit keine Einkommensteuer.

Da aber der Wert der Beteiligung weit unter dem Nominalwert der Beteiligung liegt, entsteht Schenkungsteuer, denn der Wert der Beteiligung umfasst das Stammkapital, die offenen Rücklagen (813 923.74 € lt. Angaben) sowie die stillen Reserven in den Anlagegüter der Praxis und dem Firmenwert). Dabei käme der Freibetrag im Erbschaftsteuergesetz zwischen Eheleuten von 500 000 € zum Abzug.

Der Kaufvertrag bedarf der notariellen Beurkundung.

Eine Übertragung der Anteile an Sie ohne steuerliche Belastung ist leider nicht möglich.

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Professor
Warum ziehen Sie das "Optionsmodell" nicht in Betracht?
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller

ich habe mich mit meiner Beantwortung an den geschilderten Sachverhalt gehalten. Meinen mit Optionsmodell eine Umwandlung der Rechtsform der GmbH in eine andere Rechtsform?

Mit freundlichen Grüßen

Prof.Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Nein, es geht darum, dass der Gesetzgeber 2 Modelle offeriert für eine steuerfreie Übertragung von GmbH Anteilen: Das Grundmodell und das Optionsmodell. Hier ist ein Link zu einem Fachartikel hierüber:http://www.etl.de/fp-wittenberg/zeigepdf-4106/gerds_gmbh02
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund Ihrer ergänzenden Angabe ist mir klargeworden, dass Sie mit Ihrer Frage eine vorweggenommene Erbfolge klären wollen. Ich war auf Grund Ihrer Angabe zunächst von einem entgeltlichen Erwerb der Anteile ausgegangen!

Unter diesen Umständen geht es Ihnen um die erbschaftsteuerliche Regelung im Wege einer vorweggenommenen Erbschaft. Hierzu handelt es sich um die Vergünstigung der sog. Verschonungsregelung mit der Verschonung von 85 % bzw. große Verschonungsregelung mit 100 % Befreiung des Betriebsvermögens. Für Sie dürfte jedenfalls die normale Verschonungsregelung in Betracht kommen.

Nach Ihren Angaben kommt vermutlich sogar die große Verschonungsregelung mit der 100 % Befreiung in Betracht. Voraussetzung dafür :

  • Das Verwaltungsvermögen darf nicht mehr als 10 Prozent betragen
  • Der Betrieb muss sieben Jahre lang fortgeführt werden.
  • Voraussetzung für 100 prozentige Steuerbefreiung ist außerdem, dass die in den letzten 5 Jahren vor der Erbschaft/Schenkung durchschnittliche Lohnsumme während des 7-Jahres-Zeitraums um weniger als 700 Prozent unterschritten wird.

Beratung und Beobachtung sind in diesem Zusammenhang unvermeidlich!

Wenn ich mit diesen klarstellenden ergänzenden Ausführungen Ihre Frage beantworten konnte, wäre ich für eine Bewertung meiner Beratung dankbar, damit meine Freischaltung meines Honoraranteils erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.