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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4702
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Guten Abend, zum 1.1.2018 tritt eine Änderung des InvStG in

Beantwortete Frage:

Guten Abend,
zum 1.1.2018 tritt eine Änderung des InvStG in Kraft. Eine Änderung ist, daß vor 2009 gekaufte Altbestände wieder der Abgeltungssteuer unterliegen, jedoch ist ein Freibetrag von 100.000 Euro für künftige Gewinne vorgesehen.
Hierzu folgende Frage:
Angenommen eine Person besitzt selbst keine Altbestände, erhält aber zum Beispiel im Jahr 2019 (also deutlich nachdem die Gesetzänderung in Kraft getreten ist) per Schenkung oder Erbschaft eine größere Summe an Fonds, die für den Schenker bzw. Erblasser als Altbestände geführt wurden.
Verfügt die beschenkte Person dann ebenfalls über den Freibetrag i.H.v. 100.000 Euro, den sie in den Folgejahren nutzen kann, um die Gewinne der erhaltenen Fonds steuerfrei zu vereinnahmen?
Vielen Dank ***** *****
ML
Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Steuern
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 2 Monaten.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Die Frage des Überganges des Freibetrages von 100 000 € für Altbestände auf Erben oder Beschenkte ist im Gesetz nicht geregelt. Die Auffassung dazu werden in der Literatur unterschiedlich beantwortet.

1. Zum Teil wird gesagt, dass bei einem Übergang von Altbeständen vor dem Jahreswechsel der Freibetrag mit übergeht (Steuer­experten gehen aber davon aus, dass bei Altbeständen im Zuge einer ordentliche Schenkung bis Ende 2017 der Frei­betrag noch auf den Beschenkten übergeht. Ab 2018 wird das aber nicht mehr möglich sein." - Fondbesteuerung ab 2018)

2. Zum Teil wird gesagt, dass wegen der Geamtrechtsnachfolge durch Erbschaft die "Eigenschaft Altbestand" erhalten bleibt. Hinweis auf FINANZTIP v. 21.06.2017 :

"Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Fonds zu vererben oder zu verschenken, so bleibt die steuerliche Qualifikation der Fondsanteile als Alt-Anteile grundsätzlich erhalten: Der Erbe/Beschenkte tritt als (Gesamt-)Rechtsnachfolger in die Rechtsstellung des Erblassers/Schenkers, so dass der Status der Investmentanteile als bestandsgeschützte Alt-Anteile übergeht.

Der konkrete Zeitpunkt der Schenkung oder Erbschaft ist unbeachtlich."

3. Der Deutsche Fondverband teilt zur Vererbbarkeit des Freibetrages mit:

"Es spricht viel dafür, dass der Freibetrag vererbbar sein wird. Die Rechtslage ist aber nicht eindeutig. Wir rechnen damit, dass das Bundesfinanzministerium dies noch klarstellen wird."

Im gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich also Ihre Frage nicht eindeutig beantworten.

Wenn ich mit diesen Hinweisen Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um ihre Bewertung, damit meine Bearbeitung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Sehr geehrter Prof. Nettelmann,vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich ahnte schon, dass es zu dieser Thematik noch Klarstellungsbedarf seitens des Finanzministeriums gibt.Ihre Antwort bezieht sich im Wesentlichen auf die Vererbbarkeit des Freibetrages, nicht darauf, ob der eigene persönliche Freibetrag auch erst "entsteht", wenn man zum 1.1.2018 keine Altbestände besitzt, diese aber zu einem späteren Zeitpunkt erbt. In anderen Worten, ist der Freibetrag an die Wertpapiere oder an die Person gebunden. Könnten Sie hierzu bitte noch kurz Stellung nehmen?Vielen Dank ***** *****
Experte:  Prof.Nettelmann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte Fragesteller,

auch diese Frage ist in der Fachliteratur noch nicht eindeutig geklärt. Auch hier muss erst die Finnauzverwaltung Stellung nehmen.

Ich selbst kann also derzeit keine Aussage zu der ergänzenden Frage nehmen, gehe aber persönlich davon aus, dass beide Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Es bleibt abzuwarten.

Für Ihre abschließende Bewertung wäre ich dankbar, damit meine Bearbeitung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 4702
Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.