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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 900
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Ein Haus des überlebenden Ehegatten ist erbschaftssteuerfrei

Kundenfrage

Ein Haus des überlebenden Ehegatten ist erbschaftssteuerfrei

wenn er dort mind. 10 Jahre wohnen bleibt. Wie wird die Erbschaftssteuer im folgenden Fall berechnet? Ein Haus wird vom überlebenden Ehegatten bewohnt. Daneben ist er noch Eigentümer einer vermieteten Wohnung, auf die Erbschaftssteuer gezahlt wurde (90% des Wertes). An dieser Wohnung macht der überlebende Ehegatte Eigenbedarf geltend, da altersbedingt das bisher bewohnte Haus viel zu groß geworden ist. Dies erfolgt z.B. 5 Jahre nach dem Tod des anderen Ehegatten. Wie wird in diesem Fall verfahren? Ist das Haus nachzuversteuern und dagegen wird die früher erhobene Steuer auf die Wohnung erstattet? Wie ist das Procedere?

Gepostet: vor 10 Tagen.
Kategorie: Steuern
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 10 Tagen.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Haben Sie einen Moment Geduld, ich werde mich umgehend ausführlich um Ihr Anliegen kümmern.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 3 Tagen.

Sehr geehrte/r Kunde/in,

gerne beantworte ich ihre Frage aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt:

Zunächst verweise ich zur Beantwortung ihrer Frage auf § 14 Abs.1 Erbschaftsteuergesetz, der wie folgt lautet:

§ 14 Berücksichtigung früherer Erwerbe

(1) Mehrere innerhalb von zehn Jahren von derselben Person anfallende Vermögensvorteile werden in der Weise zusammengerechnet, daß dem letzten Erwerb die früheren Erwerbe nach ihrem früheren Wert zugerechnet werden. Von der Steuer für den Gesamtbetrag wird die Steuer abgezogen, die für die früheren Erwerbe nach den persönlichen Verhältnissen des Erwerbers und auf der Grundlage der geltenden Vorschriften zur Zeit des letzten Erwerbs zu erheben gewesen wäre. Anstelle der Steuer nach Satz 2 ist die tatsächlich für die in diesem Zusammenrechnung einbezogenen früheren Erwerbe zu entrichtende Steuer abzuziehen, wenn diese höher ist. Die Steuer, die sich für den letzten Erwerb ohne Zusammenrechnung mit früheren Erwerben ergibt, darf durch den Abzug der Steuer nach Satz 2 oder Satz 3 nicht unterschritten werden. Erwerbe, für die sich nach den steuerlichen Bewertungsgrundsätzen kein positiver Wert ergeben hat, bleiben unberücksichtigt.

Durch § 14 Abs.1 Erbschaftsteuergesetz wird in ihrem Fall demnach folgendes bestimmt:

1. Das Haus ist mit dem Verkehrswert anzusetzen, wenn Sie 5 Jahre nach Eintritt des Erbfalls ausziehen, um in ihre Eigentumswohnung umzuziehen. Dem Verkehrswert des Hauses ist der Wert Eigentumswohnung nach Maßgabe der Bewertungsvorschriften im Zeitpunkt der Besteuerung der Eigentumswohnung hinzuzurechnen und sodann die Erbschaftsteuer, die im Zeitpunkt des Auszugs aus dem Haus für den Gesamterwerb Haus und Eigentumswohnung) anfällt, auszurechnen.

2. Von der Erbschaftsteuer für diesen Gesamterwerb ist entweder die Erbschaftsteuer, die zuvor auf den Erwerb der Eigentumswohnung angefallen ist, nach Maßgabe der dafür geltenden Erbschaftsteuerbestimmungen im Zeitpunkt des letzten Erwerbs oder sofern diese höher ist, die tatsächlich auf den Erwerb der Eigentumswohnung entrichtete Erbschaftsteuer, abzuziehen.

3. Die Steuer. die sich für den Erwerb des Hauses allein ergibt darf nicht durch den Abzug der Steuern wie unter Punkt 3 zuvor dargestellt wurde, unterschritten werden.

Ich hoffe meine Antwort hilft Ihnen weiter. Nachfragen können Sie gerne an mich richten, wenn Sie das wünschen.

Zuletzt darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 2 Tagen.

Sehr geehrter Kunde,

haben Sie Nachfragen? Diese beantworte ich Ihnen gerne.

Andernfalls darf ich Sie nochmals höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 1 Tag.

Sehr geehrter Kunde,

ich muss meine Antwort korrigieren:

Da rückwirkend bei einem Umzug aus dem Haus in die Eigentumswohnung vor Ablauf der 10 Jahresfrist die Steuerbefreiung für das Haus entfällt, ist der Gesamterwerb (Haus und Eigentumswohnung) mit dem Steuerwert des Hauses und der Eigentumswohnung im Zeitpunkt der Entstehung der Erbschaftssteuer, also im Zeitpunkt des Todes des Ehegatten, zu versteuern. Von diesem sind die dem Ehegatten zustehenden Freibeträge abzuziehen. Auf dem sich daraus ergebenden Betrag wird die Erbschaftsteuer erhoben. Die zuvor ausschließlich auf die Eigentumswohnung erhobene Erbschaftsteuer wird auf die Erbschaftsteuer für den Gesamterwerb angerechnet, d.h. von dieser abgezogen.

Bitte entschuldigen Sie meine vorherige Antwort. Ich hatte übersehen, das die Steuerbefreiung von Anfang an entfällt und nicht erst ab dem Zeitpunkt des Auszugs aus dem Haus vor Ablauf der 10 Jahresfrist.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt